{DIY} Kleid „Miss Balloony“ von Katjuschka

Kleid Miss Balloony von Katjuschka

Miss Balloony. Ballonröcke sind ja sehr 80er, finde ich. Und da ich in den 80er aufgewachsen bin, habe ich nicht sonderlich positive Erinnerungen an die Trends von damals – für mich sind die 80er Jahre ein geschmackliches Desaster. Ballonröcke sind da keine Ausnahme. Trotzdem hat mich die Miss Balloony sofort angesprochen, als das Schnittmuster auf dem Instagram Account von makerist als Sew-Along vorgestellt wurde.

Ich hatte sofort ein Bild von meiner Miss Balloony im Kopf: ein schwarzer oder schwarz gemusterer, weich fließender Viskosestoff, schwarze Bündchen… Und schwupps, war das Schnittmuster auch schon gekauft! Kurz darauf habe ich auch den passenden Stoff bei buttinette gefunden: für den Oberstoff habe ich einen schönen Viskosestoff gefunden, für den Innenrock ein dünnerer Jersey.

Wer wie ich Viskose vernähen möchte, muss sich darauf gefasst machen, dass dieser Stoff unheimlich rutschig ist. Meine Güte, was hat mich allein schon das Zuschneiden Nerven gekostet! Den Rockteil hab ich zweimal zuschneiden müssen, da er beim ersten Mal komplett verzogen und viel zu kurz war.

Note for the record: Viskose ist zickig! Lässt man überschüssigen Stoff beim Zuschneiden vom Tisch runter hängen, verzieht sich der Stoff schon total! Gut, dass ich mich kenne und noch mehr als genug Stoff bestellt habe. So konnte ich die beiden Rockteile nochmals zuschneiden.

Der Eyecatcher der Miss Balloony ist (neben dem Ballonrock natürlich) der kleine Schlitz am Rücken. Dieser ist leider ebenfalls etwas schief geworden, weil mir die beiden Teile beim Nähen verrutscht sind (weil ich sie nicht genügend festgesteckt habe). Es ist zwar ärgerlich, stört mich persönlich jetzt aber nicht sonderlich. Schief ist das neue gerade – oder so.

Da stört mich meine Ausschnittlösung dann doch ein wenig mehr. Vorgesehen wäre nämlich ein Jerseybündchen. Ich hasse Bündchenannähen jedoch und habe kurzerhand einfach einen Beleg genäht. Nicht bedacht habe ich allerdings den Schlitz am Rücken, bei dem man den Beleg natürlich sieht. Meine Lösung ist (wie vieles bei meinen Nähstücken) gepfuscht, da ich erst während dem Annähen drauf gekommen bin. Aber man erkennt das von Außen ohnehin nicht 😀

Das Schnittmuster ist relativ simpel und im großen und ganzen gut erklärt. Besonders die kniffeligen Stellen wie der Ausschnitt am Rücken und die Eingriffstaschen beim Rock, die nach der selben Anleitung gearbeitet werden. Ich empfehle allerdings trotzdem unbedingt das Sew-Along im Vorfeld anzusehen. Besonders für den Rockteil, der ist meiner Meinung nach in der Anleitung etwas ungenauer beschrieben. Er ist aber im Vergleich zum Oberteil wirklich perfekt geworden! Und ich bin froh, dass das Schlauchbündchen in der Mitte so gut passt. Ich wollte es nämlich nicht teilen und hatte schon die Befürchtung, dass ich dann trotz Probe nicht durchkommen würde. Aber wie erhofft gibt es genügend nach und ich hab ein wunderhübsches, nahtloses Bündchen!

Unterm Strich kann ich sagen, ich bin mit meiner Miss Balloony wirklich zufrieden und ich habe meinen Endgegner Viskose nach gut sechs Stunden besiegt (wenn auch knapp und mit sehr viel Gefluche). Das ganze Kleid is ein Eyecatcher und durch den Ballonrock wirklich etwas Besonderes.

Welches Jahrzehnt geht bei dir kleidungstechnisch überhaupt nicht?


{DIY} Kleiderliebe von Jojolino

Die Facebook Gruppe „Frauenkleidung selber nähen“ ist echt mein Ruin. Ständig stolpert man über ein wunderschönes selsbtgenähtes Teil nach dem anderen. Und jedes Mal denke ich mir: „Das brauche ich auch!“ Ich habe echt den Überblick darüber verloren, wie viel Geld in den letzten Monaten in Schnittmuster, Stoff und sonstiges Nähzubehör geflossen ist. Und ehrlich? Ich will es, glaub ich, auch gar nicht wissen!

Als ich die „Kleiderliebe“ von Jojolino zum ersten Mal in der kurzen Variante gesehen habe, hab ich ihr noch gar keine wirkliche Beachtung geschenkt. Dann habe ich mir das das Kleid mal genauer angesehen und bin auf ein Foto von einer Maxi-schwarz-weiß-Streifen-Version gestoßen und dann war es um mich geschehen! Das musste ich einfach auch haben!

Noch im Jänner ist das Kleid entstanden. Nur für die Fotos war irgendwie nie Zeit. Aber da sich das Rot meiner Haare langsam auswäscht und ich es vorerst nicht mehr nachfärben werde (die nächste Farbe wartet schon!) musste ich endlich Fotos machen. Zudem hat auch das Wetter endlich mal wieder halbwegs mitgespielt.

Das Kleid ist recht schnell und auch einfach genäht und lässt sich in den unterschiedlichsten Varianten zusammenstellen: lange Ärmel, kurze Ärmel, halblange Ärmel, kurzer Rockteil, langer oder mittellanger, aus einem Stoff oder mehrere kombiniert… Der Phantasie sind da ja keine Grenzen gesetzt. Auch der Schuhwahl… Dr. Martens Stiefel sind ja wahnsinnig flexibel und ich finde, sie passen auch fast überall dazu. Und hübsche Kleidchen oder Röcke hab ich schon zu Schulzeiten am liebsten mit Martens kombiniert. Denn der Girlie-Look ist definitiv nichts für mich.

Der eyecatcher bei diesem Outfit ist aber auf jeden Fall der rote Bindegürtel aus Leder, der zufällig gerade die gleiche Farbe wie meine Haare hat. Ich liebe diese Gürtel, sie peppen nahezu jedes Kleid auf und kaschieren nebenbei auch ein bisschen den Bauchspeck.

Ein weiteres kleines Detail sind einerseits die kleinen Puffärmel sowie die gestreiften Taschen. Ich hätte sie auch unauffällig aus schwarzem Jersey nähen können, aber das war mir zu langweilig. Abgesehen davon #streifenliebe! Davon kann ich nicht genug haben!

Das einzige, das mir an der Kleiderliebe aufgefallen ist, der Oberteil könnte eine Spur länger sein. Aber das ist eine persönliche Vorliebe, die ich beim nächsten Kleid ganz einfach und unproblematisch anpassen/verlängern kann. Und ich kann schon sagen, dieses Kleid wird sicher nicht das einzige bleiben. Es wird wohl Verstärkung in Form einer kürzeren Variante mit kurzen Ärmeln bekommen. Vielleicht such‘ ich mir auch einen witzigen Jersey für den Unterteil… We will see.


{DIY} Kleid Nieke

Wenn ich so überlege, hat die Facebook-Seite „Frauenkleidung selber nähen“ keinen guten Einfluss auf mich und eigentlich sollte ich dort gar nicht mehr hineinschauen, denn tagtäglich werden hier Unmengen an wundervollen selbstgenähten Teilen gezeigt. Eines schöner als das andere und gefühlt bei jedem zweiten Teil denke ich mir: Wow, das Schnittmuster brauche ich auch!

Das Kleid Nieke (zu Beginn hat es anscheinend Nike geheißen) von Fadenkäfer gibt es schon einige Zeit und es scheint sowas wie ein Dauerbrenner zu sein. Nachdem ich es jetzt selbst auch genäht habe, kann ich sagen: absolut verständlich! Es ist verhältnismäßig einfach zu nähen, lässt sich in x-beliebigen farblichen Kombinationen nähen und auch der Schnitt lässt unterschiedliche Varianten zu.

Es gibt eine Ballonvariante und eine schmale Variante und man kann zwischen Kragen und Kapuze wählen. Ich habe mich (wie immer) für die Kapuze entschieden und die weitere Variante, die den Bauch ein wenig kaschiert. Schließlich muss man nicht immer alles zeigen, was man hat 😉

Den Stoff wollte ich mir eigentlich auf der Stoff-Messe dieStoff kaufen, die Anfang Oktober zum ersten Mal in der Wiener Stadthalle stattgefunden hat. Dort ging’s aber ein bissl drunter und drüber und so bin ich kurzer Hand auf die nahegelegene Mariahilfer Straße zum Komolka gefahren. Hier gibt’s so ziemlich alles was das Näherinnenherz begehrt, zwar nichts Ausgefallenes an Mustern, aber bei den Klassikern wird man auf jeden Fall fündig. Und so hab ich mir für das Kleid Nieke einen leicht elastischen Streifen-Sweat ausgesucht. Streifen sind schließlich nie verkehrt.

Als Kontrast hab ich die Kapuze sowie die Armbündchen und den unteren Saumabschluss aus schwarzem Jersey beziehungsweise Bündchenstoff genäht. Den Stoff unter den Ösen hab ich mit einem kleinen Stückchen Kunstleder verstärkt, damit er nicht ausreisst.

Taschen hat das gute Teil natürlich auch und auch hier hab ich peinlich genau darauf geachtet, dass die Streifen schön aneinander liegen.

Ich bin richtig stolz auf mich, dass ich es geschafft habe, die Streifen halbwegs gleichmäßig aneinander zu nähen. Aber frage nicht, das hat mich Nerven gekostet! Bis ich den Stoff endlich so gelegt hatte und dann bleibt natürlich die Frage, hab ich richtig gedacht oder doch einen Denkfehler eingebaut…

Meine nächste Nieke wird auf jeden Fall wieder eine Ballonversion aber dieses Mal dann mit Stehkragen, denn der gefällt mir auch gut und ist mal unter all meinen Kapuzenshirts, -jacken und -kleidern doch was Anderes!

Und? Was sagst du zu meiner Nieke?


{DIY} Latzkleid Cleo

Nachdem ich den schriftlichen Teil der Diplomprüfung abgeschlossen hatte, wollte ich mich unbedingt wieder mal an die Nähmaschine setzen. Das Schnittmuster für das Latzkleid Cleo von Tilly and the Buttons hatte ich schon vor geraumer Zeit gekauft und es schien auch nicht sonderlich aufwendig zu sein.

Das Mühsamste am Nähen ist ja das Zuschneiden, finde ich. Die vielen Laufmeter des tollen mallorquinischen Zungenstoffes haben die Sache natürlich nicht vereinfacht. Aber ich habe den Stoff vergangenes Jahr auf Mallorca gesehen und musste ihn einfach mitnehmen, auch wenn ich damals noch nicht mal wusste, was ich damit überhaupt machen sollte… Aber was man hat, das hat man, gell?

Der Zungenstoff ist ja eher ein festerer Stoff, für Möbel, Pölsterüberzüge und Taschen und dergleichen gedacht. Ich finde, er eignet sich aber genauso gut für so ein Projekt wie meines. Für einen normalen Rock wäre er wahrscheinlich zu steif, für das Latzkleid ist er ideal!

Er ließ sich super schön verarbeiten – bis meine Nähmaschine gemeint hat, sie müsse nach 18 Jahren treuem Dienst von jetzt auf gleich kündigen und Selbstmord begehen. Der Mister und ich haben zwar noch versucht sie zu reanimieren, sind aber recht bald daran gescheitert. Sie war damals zwar nicht teuer, hat aber all die Jahre über wirklich zuverlässig und zickenfrei gearbeitet. Kein einziges Mal hatte ich Probleme mit ihr! Und dann hat sich irgendeine Schraube gelöst (wörtlich), was halt wirklich sehr blöd war, weil mitten unterm Nähen plötzlich gar nichts mehr ging!
Zum Glück hab ich hier im Haus ganz, ganz tolle Nachbarn! Ich durfte mir eine Nähmaschine ausborgen und konnte das Latzkleid fertig nähen.

Ich hatte zu Beginn ein wenig Sorgen wegen der Größe und der Passform, was sich aber als völlig unbegründet herausstellen sollte. Ich trage Größe 38 und die passt auch bei Tilly ganz genau! Gleiches gilt für die Befürchtung, dass man in der Taille in den Rock schauen könnte. Cleo ist wirklich super geschnitten, die Taille schließt auch schön ab und keiner kann reinschauen 😉

Latzkleid: 😀 oder 🙁
Darf man das mit fast 40 denn noch tragen? ;-P


Blogparade „Schokolade zum Anziehen“

Könnt ihr euch noch an die Blogparade Ein Kleidungsstück für (fast) jede Lebenslage im September von Ines erinnern? Nun hat sie erneut zu einer aufgerufen: „Schokolade zum Anziehen„. Da mache ich doch gerne mit, auch wenn ich hierfür aus Zeitmangel einen alten Beitrag neu aufwärme (und im Zuge dessen auch gleich überarbeite). Da dieses Kleid aber nach wie vor ein absoluter Dauerbrenner in meinem Kleiderkasten ist, darf’s hier auf meinem Blog auch mal ein Repost sein =)

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Ich freu‘ mich immer wie wahnsinnig, wenn ich in diversen previews sehe, dass etwas Braunes in den Laden kommt! So hab ich bei diesem kurzen Kleidchen (€34,95 bei orsay) fast schon einen Luftsprung gemacht! Safari-Look aber trotzdem romantisch-feminin. Ich liebe den hochgeschlossenen Ausschnitt und die 1/2 Ärmel, der schmale Gürtel vervollständigt das Kleid.

Besonders toll finde ich, dass das Kleid, dessen Oberstoff aus Polyesther ist, ein weiches Viskose-Elasthan-Futter hat. Das verträgt sich zwar mit den Microfaserstrumpfhosen nicht sonderlich gut (die kleben immer dran), aber es ist total angenehm auf der Haut und macht jede Bewegung mit! Und es ist sooo pflegeleicht! Einfach in der Waschmaschine zu waschen, nass aufhängen und es ist in Null komma Nichts trocken! Und das Bügeln kann man sich auch sparen!

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Accessoires

Die Tasche aus Kalbsleder habe ich inzwischen schon seit über zwei Jahren, mein Celine-Lookalike namens Jaqueline =D Ein ebay Schnäppchen für gut € 50,- Sie hätte zwar ruhig eine Spur größer sein können, aber man muss ja schließlich auch nicht immer Haus und Hof mitschleppen, oder? =)
Die braunen Stiefel sind schon ein gefühltes Jahrhundert alt und von Eduscho/Tchibo, der schwarze Pashmina ist wahrscheinlich ebenso „aktuell“ und aus irgendeinem Versandkatalog (otto wahrscheinlich). Und wer mich kennt, weiß dass ich ohne Pashmina so gut wie nie ausser Haus gehe =) Ich finde sie wahnsinnig praktisch! Im Winter wärmen sie, im Sommer sind sie praktisch für etwas kühlere Nächte, wenn man keine Jacke mitnehmen möchte und sie sind generell immer ein Farbtupfer, der sowohl zu einem klassischen als auch zu einem sportlichen Outfit passt!

Make Up

Das Makeup ist farblich dazupassend – obwohl ich mir ja schon sagen hab lassen, dass man sowas auf keinen Fall machen soll. Mir persönlich gefällt es so aber am besten, wenn das Augenmakeup Ton in Ton mit der Kleidung ist. Aber das bleibt unterm Strich wohl jedem selbst überlassen. Die Lidschatten sind allesamt aus der Sleek i-Divine au naturel Palette, ich habe die Töne Taupe und Regal verwendet. Das Blush ist wieder picked cherry blossoms aus der catrice LE Neo Geisha, die Mascara die neue Rocket Volum‘ Express von Maybelline und der Lippenstift ist 070 Airy Fairy von Rimmel, den ich mir dank LoveT vor Jahren zugelegt habe!
Die Garnier BBCream sieht auf den Fotos farblich total unpassend für mich aus, in Natura wirkt mein Gesicht damit aber nicht so dunkel/rötlich und auch der Kontrast Hals/Gesicht sieht nicht so aus!

Safari_03

 

Mögt ihr „Schokolade zum Anziehen“? =)
Könnt ihr meine Liebe zu Braun teilen?

Und wie steht ihr generell zu Safari/Animalprints?
 

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