{DIY} Pyjamahose Margot

Schon seit drei Jahren besitze ich das Buch „Liebe auf den ersten Stich“ (*affiliate Link) von Tilly Walnes. Ich mag ihre Schnitte und ich hab schon mehrmals was von ihr genäht: den Rock Clémence zum Beispiel oder erst kürzlich das Latzkleid Cleo. Ein weiteres Teil ist die Pyjamahose Margot. Die ist noch nicht hier am Blog gelandet, weil es eine richtige Schlunzhose geworden ist, die die Aussenwelt nie zu Gesicht bekommen sollte, weil… wen interessieren denn schon meine Gammelklamotten 😀

Da der Schnitt aber so easy peasy und bequem ist, wollte ich mir aber unbedingt eine zweite nähen, die auch ausgehtauglich ist, aus dem wundervollen Viskose-Katzen-Stoff, den ich mir vor einiger Zeit bei buttinette gekauft habe. Aus einer Hälfte ist ein lustiger Overall entstanden, den ich euch an anderer Stelle nochmals im Detail zeigen möchte, da ich inzwischen schon mehrere solcher Overalls habe und sie so toll finde! Vielleicht schaffe ich auch eine Art Tutorial dazu – wenn ich dann mal einen wirklich perfekten hinbekommen hab 😀

Wie dem auch sei, ich verliere mich schon wieder, zurück zu Margot! Die Schlunz-Variante habe ich, warum auch immer, mit Sicherheit mindestens zwei Nummern zu groß genäht. Deswegen sollte die „schöne Hose“ nicht ganz so flattern. Warum auch immer, habe ich sie dann aber doch in der gleichen Größe zugeschnitten. Mit dem Ergebnis, dass ich sie nachher dann an allen Ecken und Enden wieder enger machen musste. Aber das ist wieder ein anderes Thema…

Da es eine Ausgeh-Hose werden sollte, mussten noch unbedingt Taschen her. Ich liebe Taschen, Taschen müssen überall sein, egal ob Hose, Rock, Kleid oder Tasche. Ohne Taschen geht es gar nicht! 🙂 Die Taschen waren ziemlich tricky, und ich muss gestehen, sie sind auch etwas reingepfuscht. Aber es fällt gar nicht auf, wenn ich die Hose anhabe 🙂

Nach all den Änderungen (die Länge hab ich auch noch ein zweites Mal anpassen müssen…) passt Margot nun also, ist total bequem und der Stoff ist so herrlich angenehm zu tragen!
Ja, Margot hat immer noch einen Pyjama-Touch, aber das stört mich persönlich nicht. Und außerdem: ich arbeite im Kindergarten, ich darf das. Wenn andere mit Schleier kommen dürfen, darf ich auch mit einer Schlabberhose mit Katzenprint auftauchen (auch wenn die „anderen“ Kinder sind… 😀 )

Wie steht ihr zu Schlabberhosen?
take or toss?

∼∼∼

Mit diesem Beitrag verabschiede ich mich übrigens in den Urlaub. Für die kommenden zwei Wochen habe ich keine Beiträge vorbereitet, hier am Blog wird es also ruhig bleiben. Überlebenszeichen wird es vielleicht ab und an mal auf meiner Facebook-Seite geben. Definitiv aber täglich drüben auf meinem Instagram Account! See you soon!


 

{DIY} Latzkleid Cleo

Nachdem ich den schriftlichen Teil der Diplomprüfung abgeschlossen hatte, wollte ich mich unbedingt wieder mal an die Nähmaschine setzen. Das Schnittmuster für das Latzkleid Cleo von Tilly and the Buttons hatte ich schon vor geraumer Zeit gekauft und es schien auch nicht sonderlich aufwendig zu sein.

Das Mühsamste am Nähen ist ja das Zuschneiden, finde ich. Die vielen Laufmeter des tollen mallorquinischen Zungenstoffes haben die Sache natürlich nicht vereinfacht. Aber ich habe den Stoff vergangenes Jahr auf Mallorca gesehen und musste ihn einfach mitnehmen, auch wenn ich damals noch nicht mal wusste, was ich damit überhaupt machen sollte… Aber was man hat, das hat man, gell?

Der Zungenstoff ist ja eher ein festerer Stoff, für Möbel, Pölsterüberzüge und Taschen und dergleichen gedacht. Ich finde, er eignet sich aber genauso gut für so ein Projekt wie meines. Für einen normalen Rock wäre er wahrscheinlich zu steif, für das Latzkleid ist er ideal!

Er ließ sich super schön verarbeiten – bis meine Nähmaschine gemeint hat, sie müsse nach 18 Jahren treuem Dienst von jetzt auf gleich kündigen und Selbstmord begehen. Der Mister und ich haben zwar noch versucht sie zu reanimieren, sind aber recht bald daran gescheitert. Sie war damals zwar nicht teuer, hat aber all die Jahre über wirklich zuverlässig und zickenfrei gearbeitet. Kein einziges Mal hatte ich Probleme mit ihr! Und dann hat sich irgendeine Schraube gelöst (wörtlich), was halt wirklich sehr blöd war, weil mitten unterm Nähen plötzlich gar nichts mehr ging!
Zum Glück hab ich hier im Haus ganz, ganz tolle Nachbarn! Ich durfte mir eine Nähmaschine ausborgen und konnte das Latzkleid fertig nähen.

Ich hatte zu Beginn ein wenig Sorgen wegen der Größe und der Passform, was sich aber als völlig unbegründet herausstellen sollte. Ich trage Größe 38 und die passt auch bei Tilly ganz genau! Gleiches gilt für die Befürchtung, dass man in der Taille in den Rock schauen könnte. Cleo ist wirklich super geschnitten, die Taille schließt auch schön ab und keiner kann reinschauen 😉

Latzkleid: 😀 oder 🙁
Darf man das mit fast 40 denn noch tragen? ;-P


{DIY} Rock Clémence

Beinahe hätte ich vergessen, euch den Rock Clémence, den ich nach dem Buch „Liebe auf den ersten Stich“ von Tilly Walnes (→hier hab ich euch davon erzählt) genäht habe, zu zeigen! Das geht nicht und deswegen bringe ich euch heute ein wenig Sommerstimmung (was die Farben betrifft) in den Winter =)

Rock Clemece 02

 

Als ich den Rock Clémence gesehen habe, war sofort klar, den brauche ich auch! Obwohl ich mir doch ein paar Gedanken über die starke Raffung am Bund gemacht habe, mein Allerwertester ist ja doch nicht so unscheinbar und mit Faltenröcken hab ich zB so meine Probleme, weil die Falten gerne mal hässlich abstehen. Und bei dieser Raffung hatte ich Angst, dass mein Hintern und meine Hüften dadurch noch mehr betont werden.
Clémence läuft aber im Buch unter „klassischer Dirndlrock“ und weil wir alle wissen, dass ein Dirndl besonders Frauen mit mehr auf den Hüften steht, hab ich mir dann auch gar keine weiteren Gedanken darüber gemacht…

Der bunte Baumwoll Batik Stoff bei buttinette war schnell bestellt und mit 8,95 €/Meter auch nicht so teuer (für einen Testrock). Das einzige, das mich ein wenig stört, er greift sich ein wenig nach Leintuch (Bettlaken) an und knittert wirklich sofort. Aber gut, Testrock…

Rock Clemece 03

 

Die Anfertigung des Schnittmusters war eigentlich problemlos. Auch das Nähen an sich, auch wenn ich manche Stellen in der Anleitung mehrmals lesen musste, um zu verstehen, was gemeint ist. Den Bund habe ich dann trotzdem falsch genäht… Also falsch eigentlich nicht, er ist nur zu schmal geworden, weil ich die Nahtzugabe vergessen habe. Aber wer lesen kann, ist bekanntlich im Vorteil. Mein Fehler also.

Und Reissverschlusseinnähen kann ich jetzt auch! Die Anleitung im Buch dafür ist wirklich toll und einfach! Ich muss mir nur ein anderes Reissverschlussfüßchen für meine Nähmaschine kaufen, mit meinem ist ein wenig mühsam und deswegen ist der Reissverschluss leider nicht so ganz perfekt geworden. Zum Glück verzeit das Stoff“muster“ einiges…
Außerdem ist das Raffen total einfach! Ich hab schon mal für ein anderes Stück etwas raffen müssen und das hat vorne und hinten nicht richtig geklappt. Nun weiß ich auch wie (einfach) das geht!

Rock Clemece 04
 

Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis wirklich sehr zufrieden (und er passt auch toll zu meinem Blogheader!). Für den Winter ist der Rock selbst mit Strumpfhose vielleicht ein wenig dünn (Leintuch, wir erinnern uns), für den Sommer aber sicher total luftig und ich freue mich deswegen schon auf die warme Jahreszeit! Hinweg mit dir, Winter!

Liebe Grüße,

{REZENSION} Tilly Walnes „Liebe auf den ersten Stich“

Allgemeine Informationen:

Broschiert: 192 Seiten
Verlag: Edition Michael Fischer; Auflage: 1 (11. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3863552393
ISBN-13: 978-3863552398
Originaltitel: Love at First Stitch
Größe:

24 x 3 x 26,1 cm
Online bestellen bei EMF

 

Inhalt:

In diese Modelle muss man sich einfach auf den ersten Stich verlieben! Die ausführlichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen und umfassenden Grundlagen begleiten Nähanfänger vom Einstellen der Stichlänge über das Zusammennähen erster Teile bis hin zur Anfertigung eines eleganten Cocktailkleids. Für geübte Näherinnen bietet das Buch klassisch-schlichte Grundmodelle, die sich bis zu 20-mal raffiniert variieren lassen. Diese bilden eine zeitlos elegante Garderobe aus Schals, Nachtwäsche, Röcken, Kleidern und Blusen. Und wie nebenbei lernt man alles über die Wahl des richtigen Stoffs, die verschiedenen Sticharten, Futter und Blenden und vieles vieles mehr. Verlieben auch Sie sich auf den ersten Stich und nähen Sie sich einfach perfekte Kleider!

Was ich dazu sage:

Tilly’s Blog „Tilly and the Buttons“ folge ich schon sehr lange. Abgesehen davon, dass ich sie optisch total süß finde, lese ich auch gerne ihre Posts und mag die Art der Kleidung, die sie schneidert. Denn jedes Stück hat einen kleinen Retro Touch (50er, 60er) und ihr wisst ja, wie ich dazu stehe =)

Tilly Walnes "Liebe auf den ersten Stich"_01

Das Buch ist in sieben Kapitel gegliedert. Jedes Kapitel beinhaltet neben einem Nähprojekt (Schal, Pyjamahose, Bluse, zwei Röcke, zwei Kleider) mit genauer Anleitung auch einen Technikteil sowie allgemeine Tipps rund um das Schneidern. Ganz zum Schluss befinden sich fünf Schnittmuster in einer separaten Tasche.

Es ist sehr logisch und klar aufgebaut: die Techniken sind auf einem karierten Hintergrund gedruckt, Nähanleitungen gelb unterlegt. Ausserdem beginnt das Buch mit einem einfachen Schal und steigert sich zu einem aufwändigeren Kleid am Ende – deswegen hätte ich vielleich nicht gleich mit einem Stück aus dem hinteren Teil des Buches beginnen sollen =D

Tilly Walnes "Liebe auf den ersten Stich"_02

Das erste Stück, das ich aus dem Buch genäht habe, ist der Rock „Clémence“. Ein klassischer Dirndlrock, bei dem man das Schnittmuster in Windeseile selbst herstellt!
Im Grunde genommen war der Rock eigentlich keine Hexerei.
Clémence zeige ich euch aber in einem nächsten Post gesondert und im Detail!

Tilly Walnes "Liebe auf den ersten Stich"_Rock_Clémence

Ich habe übrigens auch schon Stoff für ein weiteres Projekt (die Pyjamahose „Margot“) aus dem Buch gekauft! Ihr dürft also gespannt sein!

Fazit

Ein optisch und inhaltlich schönes Buch mit vielen Tipps, Tricks, Nähtechniken und Nähprojekten!

★★★★★
 
Vielen Dank an blogg dein Buch und den Edition Michael Fischer Verlag für das Rezensionsexemplar!

 

Liebe Grüße,

 

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