{UNTERWEGS} auf Samos – Wanderung zu den Potami Wasserfällen

Das Beste kommt zum Schluss! Nämlich unsere Wanderung zu den Wasserfällen von Potami!
Die Wanderung zu den Wasserfällen von Potami habe ich ja auch schon 2004 gemacht, allerdings waren wir damals nicht so weit oben und den Stopp in der Taverne haben wir auch nicht gemacht. Deswegen war ich umso gespannt auf die Wanderung mit meinen Jungs.

Wie überall, wenn man sich etwas ohne den Touristenhorden ansehen möchte, empfiehlt es sich, dass man schon vor 10 Uhr am Ziel ist. Unser Auto haben wir direkt an der Straße geparkt, wo man um diese Uhrzeit noch freie Wahl hat. Hier kann man auch schon von Weitem das große Schild zu den Wasserfällen sehen.

Schon nach kurzer Wegzeit erreicht man die älteste byzantinische Kirche der Insel. Teile dieser Kapelle gehen sogar bis ins 6. Jahrhundert zurück!

Hinter der Kirche führt ein kleiner Weg aufwärts, der zu den (von unten nach oben sehend) versteckten Resten einer byzantinischen Festung führt. Allzuviel ist hier oben zwar nicht mehr zu entdecken, aber der Ausblick lohnt auf jeden Fall! Von hier aus kann man auch zur Taverne Archondissa (von der ich später noch erzählen werde) hinüberblicken!

Wieder unten angekommen, führt der schattige Weg entlang des Baches bis zu einem Wasserbecken. Am Weg kann man stellenweise die hübschen Russischen Bären entdecken, die wir auch schon auf Rhodos im Tal der Schmetterlinge gesehen haben. Beim Wasserbecken hat man nun zwei Möglichkeiten: entweder über die steilen Treppen direkt zur Taverne hinauf oder durch den Bach zu den Wasserfällen.

Wenn man zu den Wasserfällen möchte, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass man teilweise schwimmen muss. Wir haben deshalb Badekleidung angezogen, nur das Notwendigste mitgenommen (GoPro, Geld, Handy, Shirt, Short) und in einem wasserdichten Sack (affiliate Link) verpackt. Hier haben wir auch unsere Kleidung hineingegeben, unsere Treckingsandalen konnten wir dranhängen. Und dann ging das Abendteuer auch schon los!

Was wir nicht mitgenommen haben, was ich im Nachhinein aber unbedingt noch einpacken würde: ein kleines Handtuch zum Abtrocknen, denn das Wasser ist doch recht kalt – besonders für Kinder (und generell Personen, die dem „Allways Cold Club“ angehören) – und im Schatten der Bäume kann man sich auch nicht recht aufwärmen. Und auch wenn man sich oben in der Taverne hinsetzen möchte, ist es vielleicht ganz praktisch, wenn man nicht mehr waschlnass ist =)

Ich habe eingangs schon erwähnt, dass man die Wanderung früh starten soll. Je später es wird, desto mehr Touristen tummeln sich hier und trüben das Wasser, was es erschwert zu sehen, wohin man steigt. Im Wasser befinden sich nämlich einerseits recht große Gesteinsbrocken – und andererseits neben etlichen Fischen auch Aale – und die möchte ich natürlich schon gerne sehen (auch wenn ich sie eigentlich lieber nicht sehen will). Alternativ kann man natürlich auch spät Nachmittags kommen, dann ist das Licht in der Schlucht wahrscheinlich auch schöner.

Generell ist die Wanderung durch den Bach nicht allzu herausfordernd, man muss sich allerdings schon bewusst sein, dass der Weg a) eben durch kaltes und teilweise brusttiefes Wasser führt und b) die Wasserfälle nur durch etwas Klettern erreicht werden können. Wenn man sich traut, schaffen das (mit etwas Hilfe) schon 6-jährige (abenteuerlustige) Kinder. Und auch ich (unsportliches Ding). Sogar ohne Hilfe 😉

Die Taverne Archodissa hat mich wirklich positiv überrascht. Aufgrund des Schildes am Beginn unserer Wanderung bin ich (schon bei meinem ersten Besuch 2004) davon ausgegangen, dass es sich hierbei um eines der typischen Abzocke-Restaurants handelt, wo man zu überteuerten Preisen außer der Aussicht nichts bekommt. Zum Glück haben wir uns die Taverne doch angesehen! Der Kellner war super freundlich und hat uns (erschöpft und durstig) ohne Aufforderung Wasser an den Tisch gebracht und uns nach dem Blick in die Speisekarte auf die Spezialität des Hauses hingewiesen: im Ofen geschmortes Huhn mit Gemüse. Vom Chef höchst persönlich zubereitet! Ich durfte, typisch griechisch, sogar in den Topf hinein sehen! Ein Traum war das! Sowohl das ganze Ambiente als auch das Essen.

Die Preise sind zwar etwas höher, man muss aber bedenken, dass die Taverne nicht gerade an einer stark frequentierten Straße liegt und die Anfahrt aufgrund der Landschaft etwas schwieriger ist. Abgesehen davon war das Service wirklich gut und die Aussicht war ebenfalls ein Wahnsinn! Also für mich war das absolut in Ordnung.

Nach der Wanderung haben wir den Nachmittag am Strand von Potami verbracht, welcher meiner Meinung nach einer der schönsten Strände auf Samos ist, weil er a) sehr weitläufig und b) nicht sonderlich überfüllt ist. Der Strand ist eine Mischung aus Sand, Kies und größeren Steinen und eher nichts für jüngere Kinder, da er nicht unbedingt seicht ins Wasser abfällt. Dafür gab es bei unseren Besuchen schöne (kleine) Wellen, in denen die älteren Kinder (Erwachsene inkludiert) ihren Spaß haben konnten!

Es gibt eine hübsche und hippe Beach Bar mit chilliger Musik, Sonnenliegen und Schirmen, wo man auch Duschen und das WC benutzen (und sich einen Kaffee kaufen 😉 ) kann.

Abschließend hab ich noch ein kleines Video von unserer Wanderung zusammengeschnitten. Hier kannst du unseren Weg vom Wasserbecken durch den Bach, über die Wasserfälle und wieder zurück sehen!

So, das war’s nun wirklich mit den Samos-Beiträgen! Der nächste Kurz-Trip steht aber schon an! Zu meinem Geburtstag hab ich nämlich ganz spontan Bahntickets gekauft. Es geht in meine Lieblingsstadt Venedig! ♥

Hier siehst du nochmals gesammelt die Samos-Beiträge:


{UNTERWEGS} auf Samos – Die Nordküste

Eigentlich sollte die Nordküste Samos der letzte Beitrag werden, allerdings sind es so viele Bilder geworden und abgesehen davon wollte ich der tollen Wanderung zu den Wasserfällen von Potami doch einen eigenen Beitrag widmen.

Die Fotos und Videos sind wie immer eine bunte Mischung aus meiner Hand und der des Misters!

Karlovassi

Karlovassi ist die zweitgrößte Stadt der Insel und meiner Meinung nach nicht unbedingt attraktiv. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass wir größtenteils immer nur durchgefahren sind oder auf der Suche nach etwas Essbarem oder einem Bankomat waren. Nein, Karlovassi hat mich nicht in seinen Bann gezogen.

Einzig sehenswert war für mich das kleine Villenviertel in der Agiou Nikolaou direkt bei der Kirche Agios Nikolaos, aber das kann man bequem auf einem kurzen Zwischenstopp erledigen. Spannend und erfreulich, dass viele der Villen in den letzten Jahren renoviert wurden und in neuem Glanz erstrahlen

Mikro Seitani

Die Wanderung zum „Strand des kleinen Teufels“, die etwa 30 Minuten dauert, habe ich schon bei meinem ersten Besuch auf Samos gemacht. Im Vergleich zu damals hat sich auch hier nicht allzu viel getan, außer dass der Weg besser ausgeschildert ist. Nach wie vor ist hier nicht viel los, was daran liegt, dass es hier keine Annehmlichkeiten wie Sonnenschirme, Liegen, Snackbar und Toiletten gibt. Dafür findet man hier viel Ruhe und ein wunderschönes Fleckchen!

Kloster Moni Vronti

Dieses wunderschöne Kloster wurde schon 1566 fertig gestellt und ist damit das älteste Kloster der Insel. Leider ist es, genauso wie weite Teile der Umgebung, von einem Brand in Mitleidenschaft gezogen worden. Mittlererweile ist schon sehr viel wieder renoviert worden, wenn auch noch lang nicht alles, da einfach nicht genug Geld da ist.

Im Inneren des Klosters herrscht leider Fotografier-Verbot. Auch wenn das Kloster, ein Vierkanthof, nicht allzu groß ist, das Innere ist auf jeden Fall sehenswert. Genauso wie der Wahnsinnsausblick auf die Ostküste von Samos

Tsabou

Tsabou Beach befindet sich in der Nähe von Kokkari und ist eine gute Alternative zu den volleren Stränden Lemonakia und Tsamadou. Es gibt ausreichend Parkplätze und wenn man etwas konsumiert, bekommt man Liegen und Sonnenschirm kostenlos. Zugegeben, die Preise der Speise- und Getränkekarte sind ein wenig geschmalzen, aber das Essen war absolut in Ordnung, genauso wie der Kaffee und die Milchshakes.

Der Strand besteht aus eher größeren Kieseln/Steinen, eine Liege ist hier die erste Wahl. Es gibt auf Samos bestimmt bessere Möglichkeiten zum Baden, die Jungs haben sich am Tsabou Beach aber sehr wohl gefühlt.

Speisen und Getränke kann man sich entweder direkt an die Liegen kommen lassen oder man setzt sich direkt in das Lokal, wo sich auch Toiletten befinden. Am Strand selbst gibt es Umkleidekabinen und Duschen.

Das waren nun meine Highlights im Norden, im nächsten und abschließenden Beitrag nehme ich euch dann noch auf eine Wanderung zu den Wasserfällen von Potami mit!


Noch nicht genug von Samos gesehen? Dann hier lang:

{UNTERWEGS} auf Samos – Der Westen

Den Osten, Südosten sowie meine Shoppingausbeute von Samos habe ich euch ja schon gezeigt. Heute nehme ich euch in den Westen der Insel mit, der sich doch deutlich vom Rest der Insel unterscheidet: eher karge Landschaft sowie der das Kerkis Massiv, dafür aber ausgedehnte Strände und kein Massentourismus.

Die Fotos und Videos sind wie immer eine bunte Mischung aus meiner Hand und der des Misters!

Marathokampos

Oberhalb unseres Ferienortes Kampos Marathokampos befindet sich der kleine und ursprüngliche Ort Marathokampos. Hier lässt es sich gut durch die engen Gässchen und treppauf und -ab schlendern. Ich muss ja gestehen, das sind mir ohnehin die liebsten Orte, fernab des Massentourismus, wo man noch plan- und ziellos herumlaufen und Ursprünglichkeit sehen kann.

Höhle des Pythagoras

Den Ausflug zur Höhle des Pythagoras habe ich schon bei meinem ersten Besuch auf Samos gemacht und war damals schon sehr von dieser Gegend angetan. Ich hab auch ein wenig schmunzeln müssen, weil der Herr in der Bar genau der gleiche wie damals war. Insgesamt hat sich hier touristisch auch wenig getan. Das Pythagoras-Biz rennt hier schon seit jeher und man kann an der Bar das eine oder andere Pythagoras-Souvenier käuflich erwerben – so zum Beispiel den Pythagoreischen Becher.

Für die Anfahrt empfehle ich die Route über Marathokampos und nicht über Kampos. Der Weg wird nämlich schon bald nur noch mit einem Geländewagen passierbar. Wir mussten unser Auto am Straßenrand parken und den ansteigenden und in der Sonne liegenden Weg zu Fuß fortsetzen. Die Straße von Marathokampos kommend dagegen ist asphaltiert. Parken kann man direkt bei der Bar, unterhalb des Aufstieges zu den Höhlen.

Jawohl, Höhlen, denn es gibt zwei. Die eine überhalb der Kirche und eine weitere, die richtige Höhle des Pythagoras, die nur durch ein wenig Gekraxel erreichbar ist. Der Aufstieg über unzählige Stufen ist gerade in den heißen Sommermonaten relativ anstrengend und schattenlos. Oben angekommen wird man aber 1.) mit Schatten und 2.) einer traumhaften Aussicht belohnt. Im Video am Ende dieses Beitrages könnt ihr mehr von den Höhle sowie der Umgebung sehen!

Agios Isidoros

In der kleinen Bucht Agios Isidoros ist eine ebenso kleine Werft in Betrieb, in der noch die typisch griechischen Kaíki (Fischerboote) gebaut werden, die man auch heute noch fast überall in den griechischen Häfen liegen sehen kann. Überall stehen die orangenen Schiffsskelette sowie alte Wracks herum und man kann den Schiffsbauern bei der Arbeit zusehen. Es ist fast, als wäre die Zeit hier stehen geblieben.

Auf der anderen Seite der Landzunge befindet sich ebenfalls eine Bucht, von der ich dachte, dass dies Balsamos Beach sei. Dieser befindet sich aber etwas weiter südlich und in der Saison sollen dort sogar eine Snackbar und Unterkunftsmöglichkeiten in Betrieb sein. Von den Fotos her, die ich gesehen habe, scheint der Strand auch „schöner“ zu sein. In „unserer“ Bucht ist das Hineingehen ins Wasser etwas mühsam gewesen, weil sehr steinig. Mit Badeschuhen aber absolut kein Problem. Dafür waren wir ganz alleine und die Kinder hatten mit der Brandung und ihrer „Schneckenfarm“ ihren Spaß.

Wie schon in den letzten Samos Beiträgen hab ich euch auch dieses Mal ein kleines Video (die größtenteils der Mister gedreht hat) von den besuchten Plätzchen im Westen zusammen geschnitten. Viel Freude damit!

Das war’s mit meinen Highlights im Westen, im nächsten und leider auch letzten Samos-Beitrag nehme ich noch an die Nordküste mit, die ebenfalls einiges zu bieten hat!

Bisher erschienene Samos-Beiträge:


{UNTERWEGS} auf Samos – Essen & Trinken

Nachdem sich der letzte Beitrag ja auch schon ums Essen gedreht hat (hier geht’s zum leckeren, saftigen faschierten Braten), bleiben wir gleich mal auf der kulinarischen Schiene! Heute möchte ich euch ein paar Lokale vorstellen, die wir in unserem Urlaub auf Samos allesamt mehrfach besucht haben, weil sie uns so gut gefallen haben!

Die Fotos und Videos sind wie immer eine bunte Mischung aus meiner Hand und der des Misters!

Mamas Kitchen

Kampos Marathokampou 831 02, Samos, Griechenland
+30 2273 037255
📧  mamaskitchenvots@yahoo.com

Auf Mamas Kitchen sind wir nur zufällig gestoßen und ich bin wirklich sehr glücklich über diesen Zufall! Direkt nach der Ankunft haben wir uns ein wenig unseren Urlaubsort genauer angesehen, der eigentlich hauptsächlich aus einer Hauptstraße besteht, und waren auf der Suche nach einem Supermarkt, da wir ein Selbstversorger-Apartment gemietet hatten. So sind wir über den Koala Supermarket gestolpert.

An der Kassa sind wir dann mit Lisa, der Besitzerin, ins Gespräch gekommen, wurden auf die Tageskarte ihres angeschlossenen Restaurants aufmerksam gemacht und haben gleich direkt einen Tisch für den Abend reserviert.

Das Besondere an Mamas Kitchen? Zum einen die Geschichte hinter dem Restaurant und den Besitzern. Sie haben lange Zeit in Australien gelebt, sind wieder nach Griechenland zurück gekehrt und haben den Supermarkt eröffnet. Vor einigen Jahren ist die Tochter Lisa ebenfalls wieder nach Samos zurückgekehrt um die Eltern zu unterstützen. Das Restaurant hat sich erst vor wenigen Jahren aus einer Anregung eines Supermarkt-Kunden entwickelt, der in seinem Urlaub täglich kam und wissen wollte, was Mama denn heute kocht, da es so gut riecht. Zu Beginn noch kleines take away, hat sich ein kleines, heimeliges Lokal mit 12 Tischen entwickelt. Mama kocht, Papa ist für die Grillerei zuständig und die Tochter macht das Service (und kocht gelegentlich auch selbst).

Die Speisekarte wechselt fast täglich und es wird auch auf persönliche Vorlieben eingegangen, was besonders bei meinen Jungs oft notwendig war 😀

Insgesamt waren wir in unserem Urlaub dreimal bei Lisa und ihren Eltern und hätte ich nicht auch andere Lokale ausprobieren wollen, hätten wir wohl täglich bei den Koalas gegessen, denn ausnahmslos alles, was wir gegessen haben war super lecker! 🙂

Chesters on the Beach

Beachfront, Kampos Marathokampou 831 02, Samos, Griechenland
+30 2273 037456
📧 nikisid@hotmail.com

Der Anreiz ins Chesters on the Beach hineinzugehen waren für den Mister die Worte „smoked grill“ auf der Kreidetafel vor dem Lokal. Ich persönlich muss gestehen, dass mich die Optik ja nicht so dermaßen angelacht hat, denn diese griechischen Säulen/Tempel finde ich schon sehr cheesy. Aber bitte. Wir sind hinein gegangen, ich habe den Blick auf’s Meer gesehen und mir gedacht: „Hm… doch nicht so schlecht.“

Im Chesters waren wir auch mehrmals, sogar einmal zum Frühstücken. Abends ist es wirklich toll hier, die Speisen allesamt sehr gut, genauso wie die Bedienung. Der Mister hat einem Kellner sogar zu einem sehr erfolgreichen Date verholfen, indem er ihm für seine österreichische Bekanntschaft ein paar wienerische Worte gesteckt hat 😀

Zum Frühstück waren wir, wie gesagt, auch hier. Ich muss aber sagen, dass die Auswahl nicht sonderlich groß ist. Die Jungs hatten Pancakes bzw. Banana Pancakes, die uns nicht so gut geschmeckt haben…

Ansonsten ist das Chesters definitiv eine Empfehlung für den Abend!

Nick the Greek

Beachfront Kampos Marathokampou 831 02, Griechenland
☏ 
+30 2273 037261

Nick the Greek ist mehr oder weniger das erste Lokal, das man von Pythagorio kommend am Ortsrand sieht – beziehungsweise den kleinen Leuchtturm und die klassische maritime Optik. Dieses Restaurant wird allerorts empfohlen und ich bin sowohl im Internet als auch im Reiseführer drüber gestolpert.

Auf der Speisekarte finden sich typisch Griechisches – der Fisch soll hier sehr gut sein. Wir sind aber nicht so die Fischesser, deswegen kann ich dazu nichts sagen, das was wir aber gegessen haben – diverse Vorspeisen sowie Gegrilltes – war sehr gut! Die Portionen sind groß, aber nicht überladen.

Tagsüber kann man hier kostenlos die Schirme und Liegen am Strand verwenden und abends hat man eine tolle Aussicht auf das Meer. Für Kinder gibt es einen kleinen Spielplatz mit einer lustigen Schiffsschaukel!

Kohili Taverna at the End of the World

Marathokampou 831 02, Samos, Griechenland
+30 6977 66443 📧 taverna@kohili.com

Die Taverna Kohili befindet sich in der Tat beinahe am Ende der Welt. Von Limnionas kann man mit dem Auto auf einer Schotterpiste noch ein ziemliches Stück bis zur Taverne fahren. Aber Achtung! Atmen nicht vergessen, den der Weg ist nicht ohne! Wahrscheinlich ist die Taverne deswegen nur bis 20 Uhr geöffnet (damit man nicht die Klippen runter fällt…). Der beschwerliche Weg zahlt sich aber auf jeden Fall aus!

Wir wurden von den Besitzern Andreas (ein Grieche, der sehr gut englisch spricht) und seiner Frau Cecilia (eine Österreicherin) sehr freundlich bewirtet und nachdem wir die einzigen Gäste waren, wurden wir auch mit etlichen spannenden Geschichten von Andreas versorgt.

Das Essen war hervorragend. Hier darf man auch noch in die Töpfe in der Küche schauen und den Koch fragen, was er denn heute sonst noch zaubern kann!

Und von der grandiosen Aussicht auf’s Meer kann ich gar nicht genug erzählen! Man soll hier sogar Delfine sehen können. Wir haben zwar keine gesehen, toll war’s aber trotzdem!

Als kleines Geschenk habe ich abschließend sogar noch ein Päckchen selbst gepflückten und getrockneten griechischen Bergtee bekommen, den ich ohnehin noch kaufen wollte!

Restaurant Archodissa

Karlovasi 832 00, Samos, Griechenland
+30 2273 035359
📧 nikisid@hotmail.co

Beginnt man die Wanderung zu den Wasserfällen von Potami wird man gleich zu Beginn auf einer großen Tafel auf das Restaurant Archodissa aufmerksam gemacht. Ich muss gestehen, als ich vor 14 Jahren hier war, fand ich das Schild nicht sonderlich ansprechend und musste an eine der typischen Touristenfallen denken, wo das Essen teuer aber nicht gut ist.

Zum Glück haben wir uns dieses Restaurant bei unserer Wanderung, von der ich euch in einem späteren Beitrag noch erzählen werde, doch entschlossen, hier eine Rast zu machen!

Was ich hier gar nicht erwartet habe: der Kellner hat mich gleich mal mitgenommen und mir die vom Besitzer selbst zubereitete Tagesspezialität gezeigt: ein in einem alten Ofen stundenlang geschmortes Huhn mit Gemüse. Am obigen Bild kann man den Ofen und die Schmortöpfe sehen!

Nachdem ich in den Topf reinschauen durfte und mir ein himmlischer Duft in die Nase stieg, war klar, welche Speise der Mister und ich wählen! Und wir wurden nicht enttäuscht!

Die Wanderung zu den Wasserfällen und dann ein wirklich leckeres Essen, mit dem ich vorallem nicht gerechnet habe, waren wirklich unvergesslich!

Two Spoons

Melissou, Remataki Beach, Pythagorion 831 03, Samos, Griechenland
+30 2273 062336
📧 i.cooked.this@me.com

Das Two Spoons in Pythagorio ist wohl das einzige instagrammy Lokal, das wir im Urlaub besucht haben 😀 Schließlich hat diese Konditorei/dieses Eisgeschäft (je nachdem) sowohl einen eigenen Instagram Account als auch eignene hashtags 😀

Ja, es ist sehr fancy und hip und stylish und ja, es ist etwas teurer. Aber: das (natürlich selbstgemachte) Eis ist der Hammer! Und der Kaffee ist ebenfalls sehr lecker. Kuchen etc. haben wir aufgrund der Hitze nicht probiert, die haben aber in der Vitrine schon sehr einladend ausgesehen! Und die Bedienung war auch total freundlich. Deswegen wundert es mich ein wenig, dass das Two Spoons, in dem übrigens kein Alkohol ausgeschenkt wird, so wenig frequentiert war.

Das war’s mit meinen Tipps zum Essen & Trinken auf Samos! Im nächsten Samos Beitrag nehme ich euch in den Südwesten der Insel mit!

Weitere Samos-Beiträge findet ihr hier:


{UNTERWEGS} auf Samos – Der Südosten um Pythagorio

In den letzten Samos Beiträgen habe ich euch meine Shopping-Ausbeute sowie meine Highlights im Osten gezeigt. Heute geht’s in den Südosten um Pythagorio!

Die Fotos und Videos sind wie immer eine bunte Mischung aus meiner Hand und der des Misters!

Pythagorio

Pythagorio wurde auf den Ruinen der antiken Stadt Samos, einer der bekanntesten Städte der Antike, erbaut. Dementsprechend hoch ist auch die Dichte der Sehenswürdigkeiten hier. Bis in die späten 1950er hieß das Örtchen noch Tigani, seit 1992 ist es, zusammen mit dem Heraion, das ich euch weiter unten zeige, in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. 

Festung von Lykourgos Logothetis

Parkt man vom Westen her kommend am (kostenlosen) Parkplatz beim Stadteingang, befindet man sich direkt am Weg zur Festung von Lykourgos Logothetis. Von hier aus hat man einen sehr guten Blick auf den nahegelegenen Flughafen um die Flugzeuge beim Starten und Landen zu beobachten. Und auch sonst ist der Ausblick von hier auf’s Meer nicht zu verachten!

Ich habe ein faible für Friedhöfe (der Wiener Zentralfriedhof ist ja ganz toll ♥) und besonders gerne mag ich Friedhöfe im Süden. Sie sind oft sehr hell gestaltet, nicht dunkel und trist, wie man es von unseren gewohnt ist. Und dann eben noch der schöne Ausblick auf’s Meer…

Archäologisches Museum

Ich muss gestehen, viele Museen sind ja eher so: siehst du eines, hast du alle gesehen. Man könnte meinen, sowohl in Samos Stadt als auch in Pythagorio finden sich im Archäologischen Museum nur Steine. Den Unterschied habe ich aber schon eingangs kurz erwähnt: Pythagorio befindet sich auf den Ruinen der alten Stadt Samos. Und genau diese Ruinen kann man hier besichtigen – neben vielen Ausstellungsstücken aus dem nahegelegenen Heraion. Und das macht dieses Museum, meiner Meinung nach wieder äußerst sehenswert!

Das wohl wichtigste Wahrzeichen von Pythagorion ist wahrscheinlich die Pythagoras Statue am Hafen. Schließlich ist die Stadt ja auch nach ihm umbenannt worden! Kein Weg führt daran vorbei und es befindet sich hier fast immer jemand, der sich unter der Statue fotografieren lässt. Aber ehrlich? Ich finde sie auch wirklich schön.

Heraion

Das Heraion befindet sich etwas westlich von Pythagorion und dem Flughafen und war, wie der Namen schon vermuten lässt, eine Kultstätte, die der Göttin Hera gewidmet war. Zu ihrer Blütezeit verlief eine etwa 6 km lange Straße, die Heilige Straße, zwischen der Antiken Stadt und der Kultstätte. Heute sieht man davon nur noch ein kleines Stücken im Heraion.

Im Vergleich zu meinem Besuch vor 14 Jahren ist hier mittlererweile sehr viel zugewachsen, man kann leider viele Steine kaum noch erkennen. Und sehr viele Reste von Statuen sind mittlererweile abgesperrt, wahrscheinlich weil ständig irgendwelche Touristen keinen Respekt haben und (wie in Rhodos) drauf herumgekraxelt sind…

Das Beeindruckendste ist wohl die große Säule des Hera-Tempels. Der Tempel muss wirklich ein riesiges Bauwerk gewesen sein, wenn man sich die einzig verbleibende Säule ansieht – und die soll doppelt so hoch gewesen sein! Gut, der Tempel selbst war mit etwa 100 x 50 m ja auch nicht gerade klein…

Es gibt übrigens ein Kombi-Ticket, mit dem man sich neben dem Heraion auch den Tunnel des Eupalinos (ein etwa 1 km langer, antiker Wassertunnel durch den Ampelos Berg) ansehen kann. Architektonisch sicherlich spannend, allerdings wahrscheinlich weniger für Kinder…

Paläontologisches Museum Mytilini

Der Ort Mytilini (Einwanderer der Insel Lesbos haben diese Stadt nach der Hauptstadt ihrer Insel benannt) befindet sich ebenfalls unweit von Pythagorio. Das Museum findet man am Ortsrand und hat mir sehr gut gefallen! Ich weiß gar nicht genau warum, vielleicht war’s einfach nur der Eisbär? 😀

Auch hier ist der Großteil der Ausstellungsstücke aus der Umgebung – alle möglichen Gesteine und Fossilien und in den Vitrinen sieht man einheimische Tiere oder auch Dinos, die hier gelebt haben.

Sehr spannend fand ich übrigens die Geschichte um den ausgestopften Leoparden namens Kaplani, der sich in einer Vitrine befindet!

Ende des 19. Jahrhunderts hat es ein Leopard durch ein Feuer oder Überschwemmung (man weiß es nicht) geschafft, von der Türkei nach Samos zu schwimmen und hat lange Zeit die Gebirgsgegend unsicher gemacht und immer wieder das Vieh der Bauern gerissen. Alle Versuche den Leoparden zu fangen schlugen fehl, bis die Brüder Gliarmis es geschafft haben, das Tier zur Strecke zu bringen. Allerdings kam einer der beiden Brüder dabei ums Leben. Der Leopard wurde (mehr schlecht als recht) präpariert und in einer Vitrine ausgestellt, die anfangs noch in einem Wohnzimmer stand und später dann dem Museum gespendet wurde…

Abschließend habe ich auch wieder ein paar bewegte Bilder für euch zusammengestell!

Das war’s mit meinen Highlights aus dem Südosten um Pythagorio. Im nächsten Samos-Beitrag nehme ich euch dann an die Nordküste der Insel mit!

Weitere Samos-Beiträge:

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