{UNTERWEGS} auf Samos – Der Südosten um Pythagorio

In den letzten Samos Beiträgen habe ich euch meine Shopping-Ausbeute sowie meine Highlights im Osten gezeigt. Heute geht’s in den Südosten um Pythagorio!

Die Fotos und Videos sind wie immer eine bunte Mischung aus meiner Hand und der des Misters!

Pythagorio

Pythagorio wurde auf den Ruinen der antiken Stadt Samos, einer der bekanntesten Städte der Antike, erbaut. Dementsprechend hoch ist auch die Dichte der Sehenswürdigkeiten hier. Bis in die späten 1950er hieß das Örtchen noch Tigani, seit 1992 ist es, zusammen mit dem Heraion, das ich euch weiter unten zeige, in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. 

Festung von Lykourgos Logothetis

Parkt man vom Westen her kommend am (kostenlosen) Parkplatz beim Stadteingang, befindet man sich direkt am Weg zur Festung von Lykourgos Logothetis. Von hier aus hat man einen sehr guten Blick auf den nahegelegenen Flughafen um die Flugzeuge beim Starten und Landen zu beobachten. Und auch sonst ist der Ausblick von hier auf’s Meer nicht zu verachten!

Ich habe ein faible für Friedhöfe (der Wiener Zentralfriedhof ist ja ganz toll ♥) und besonders gerne mag ich Friedhöfe im Süden. Sie sind oft sehr hell gestaltet, nicht dunkel und trist, wie man es von unseren gewohnt ist. Und dann eben noch der schöne Ausblick auf’s Meer…

Archäologisches Museum

Ich muss gestehen, viele Museen sind ja eher so: siehst du eines, hast du alle gesehen. Man könnte meinen, sowohl in Samos Stadt als auch in Pythagorio finden sich im Archäologischen Museum nur Steine. Den Unterschied habe ich aber schon eingangs kurz erwähnt: Pythagorio befindet sich auf den Ruinen der alten Stadt Samos. Und genau diese Ruinen kann man hier besichtigen – neben vielen Ausstellungsstücken aus dem nahegelegenen Heraion. Und das macht dieses Museum, meiner Meinung nach wieder äußerst sehenswert!

Das wohl wichtigste Wahrzeichen von Pythagorion ist wahrscheinlich die Pythagoras Statue am Hafen. Schließlich ist die Stadt ja auch nach ihm umbenannt worden! Kein Weg führt daran vorbei und es befindet sich hier fast immer jemand, der sich unter der Statue fotografieren lässt. Aber ehrlich? Ich finde sie auch wirklich schön.

Heraion

Das Heraion befindet sich etwas westlich von Pythagorion und dem Flughafen und war, wie der Namen schon vermuten lässt, eine Kultstätte, die der Göttin Hera gewidmet war. Zu ihrer Blütezeit verlief eine etwa 6 km lange Straße, die Heilige Straße, zwischen der Antiken Stadt und der Kultstätte. Heute sieht man davon nur noch ein kleines Stücken im Heraion.

Im Vergleich zu meinem Besuch vor 14 Jahren ist hier mittlererweile sehr viel zugewachsen, man kann leider viele Steine kaum noch erkennen. Und sehr viele Reste von Statuen sind mittlererweile abgesperrt, wahrscheinlich weil ständig irgendwelche Touristen keinen Respekt haben und (wie in Rhodos) drauf herumgekraxelt sind…

Das Beeindruckendste ist wohl die große Säule des Hera-Tempels. Der Tempel muss wirklich ein riesiges Bauwerk gewesen sein, wenn man sich die einzig verbleibende Säule ansieht – und die soll doppelt so hoch gewesen sein! Gut, der Tempel selbst war mit etwa 100 x 50 m ja auch nicht gerade klein…

Es gibt übrigens ein Kombi-Ticket, mit dem man sich neben dem Heraion auch den Tunnel des Eupalinos (ein etwa 1 km langer, antiker Wassertunnel durch den Ampelos Berg) ansehen kann. Architektonisch sicherlich spannend, allerdings wahrscheinlich weniger für Kinder…

Paläontologisches Museum Mytilini

Der Ort Mytilini (Einwanderer der Insel Lesbos haben diese Stadt nach der Hauptstadt ihrer Insel benannt) befindet sich ebenfalls unweit von Pythagorio. Das Museum findet man am Ortsrand und hat mir sehr gut gefallen! Ich weiß gar nicht genau warum, vielleicht war’s einfach nur der Eisbär? 😀

Auch hier ist der Großteil der Ausstellungsstücke aus der Umgebung – alle möglichen Gesteine und Fossilien und in den Vitrinen sieht man einheimische Tiere oder auch Dinos, die hier gelebt haben.

Sehr spannend fand ich übrigens die Geschichte um den ausgestopften Leoparden namens Kaplani, der sich in einer Vitrine befindet!

Ende des 19. Jahrhunderts hat es ein Leopard durch ein Feuer oder Überschwemmung (man weiß es nicht) geschafft, von der Türkei nach Samos zu schwimmen und hat lange Zeit die Gebirgsgegend unsicher gemacht und immer wieder das Vieh der Bauern gerissen. Alle Versuche den Leoparden zu fangen schlugen fehl, bis die Brüder Gliarmis es geschafft haben, das Tier zur Strecke zu bringen. Allerdings kam einer der beiden Brüder dabei ums Leben. Der Leopard wurde (mehr schlecht als recht) präpariert und in einer Vitrine ausgestellt, die anfangs noch in einem Wohnzimmer stand und später dann dem Museum gespendet wurde…

Abschließend habe ich auch wieder ein paar bewegte Bilder für euch zusammengestell!

Das war’s mit meinen Highlights aus dem Südosten um Pythagorio. Im nächsten Samos-Beitrag nehme ich euch dann an die Nordküste der Insel mit!

Weitere Samos-Beiträge:

Museum der Illusionen

Das Museum der Illusionen in der Wiener Innenstadt gibt es noch gar nicht allzu lange, erst seit Sommer vergangenen Jahres. Da ich schon sehr viel Positives darüber gehört und gelesen habe, selbst aber noch nicht dazu gekommen bin, es zu besuchen, hab ich mich ziemlich darüber gefreut, es mit der Schule zu besuchen.

Im heutigen Beitrag habe ich übrigens ein externes Fotomodel herangezogen, damit es ein wenig lustiger wird 😀

Zu Beginn der Ausstellung kann man einige Hologramme sehen, danach steht man eigentlich schon mitten im Geschehen drinnen und kann sich an allen möglichen optischen Täuschungen versuchen. Hier ist es am witzigsten, wenn man mindestens zu zweit ist, am besten zu dritt, sodass zwei auf dem Bild drauf sind und eine/r das Foto macht – vorzugsweise jemand, der ein Auge für’s Fotografieren hat. Ich muss gestehen, ich bin immer leicht am verzweifeln, wenn jemand meine Ideen nicht so umsetzen kann, wie ich mir das vorstelle. Der Mr. weiß wahrscheinlich ganz genau, was ich meine… 😀 Nach etlichen Instruktionen sind einige Fotos dann doch recht brauchbar geworden.

Sehr cool fand ich die vielen Bilder. Besonders dieses sonnenähnliche hat es mir angetan. Wenn man davor steht wird einem richtig schwindelig – und sogar auf dem Monitor funktioniert es noch. Echt faszinierend!

Der Sessel war für ziemlich alle Fotografen eine Herausforderung. Hier musste man wirklich sehr genau darauf schauen, dass der Standpunkt passt.

 Im Ames Raum war es dann ein wenig einfacher!

Den Vortex Tunnel fand ich sehr herausfordernd. Man kann hier auf einer stabilen flachen Fläche gehen, um die sich ein Zylinder rotiert. Man hat das Gefühl, es zieht einem den Boden unter den Füßen weg und ich musste mich echt festhalten (das könnt ihr auch am Video unten sehen 🙂 )

Der unendliche Raum für alle Selfie Queens und Kings unter uns 😀

Den Anti-Gravitations-Raum fand ich persönlich nicht so spektakulär, wir hatten trotzdem unseren Spaß 😀

Ebenfalls austoben kann man sich mit der Installation „Der verkehrte Raum„. Tatsächlich werden wir, man glaubt es kaum, in der Schule leider nicht zu Superhelden mit Superkräften a la Spiderman ausgebildet – auch wenn ich mir das gelegentlich für die Praxis wünsche…

Das Museum selbst ist nicht sonderlich groß, wenn man viele Fotos macht – was zwangsläufig passiert – kann man aber doch etwa 1,5 kurzweilige Stunden dort verbringen. Angeblich ab dem Kindergartenalter geeignet, ich würde das Museum aber frühestens mit Kindern im letzten Kindergartenjahr besuchen. Ansonsten artet der Besuch wahrscheinlich innerhalb kürzester Zeit in einem Herumgerenne aus. Wir Erwachsene hatten auf jeden Fall viel Spaß!

[one-third]Museum der Illusionen
Wallnerstraße 4
1010 Wien, Österreich
T. +43 1 532 2255
M. +43 664 398 5136

info@museumderillusionen.at

[/one-third]

[one-third]Öffnungszeiten:
Montag bis Sonntag 10:00 Uhr – 21:00 Uhr[/one-third]

[one-third]Eintrittspreis:
Erwachsene: 12 Euro
Kinder (5-15 Jahre): 8 Euro
Senioren / Studenten: 10 Euro
Familienticket: 30 Euro*
*2 Erwachsene mit max.
2 Kindern (5-15 Jahre)

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Wart ihr schon mal im Museum der Illusionen?


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