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{UNTERWEGS} auf Samos – Der Südosten um Pythagorio

12. September 2018

In den letzten Samos Beiträgen habe ich euch meine Shopping-Ausbeute sowie meine Highlights im Osten gezeigt. Heute geht’s in den Südosten um Pythagorio!

Die Fotos und Videos sind wie immer eine bunte Mischung aus meiner Hand und der des Misters!

Pythagorio

Pythagorio wurde auf den Ruinen der antiken Stadt Samos, einer der bekanntesten Städte der Antike, erbaut. Dementsprechend hoch ist auch die Dichte der Sehenswürdigkeiten hier. Bis in die späten 1950er hieß das Örtchen noch Tigani, seit 1992 ist es, zusammen mit dem Heraion, das ich euch weiter unten zeige, in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. 

Festung von Lykourgos Logothetis

Parkt man vom Westen her kommend am (kostenlosen) Parkplatz beim Stadteingang, befindet man sich direkt am Weg zur Festung von Lykourgos Logothetis. Von hier aus hat man einen sehr guten Blick auf den nahegelegenen Flughafen um die Flugzeuge beim Starten und Landen zu beobachten. Und auch sonst ist der Ausblick von hier auf’s Meer nicht zu verachten!

Ich habe ein faible für Friedhöfe (der Wiener Zentralfriedhof ist ja ganz toll ♥) und besonders gerne mag ich Friedhöfe im Süden. Sie sind oft sehr hell gestaltet, nicht dunkel und trist, wie man es von unseren gewohnt ist. Und dann eben noch der schöne Ausblick auf’s Meer…

Archäologisches Museum

Ich muss gestehen, viele Museen sind ja eher so: siehst du eines, hast du alle gesehen. Man könnte meinen, sowohl in Samos Stadt als auch in Pythagorio finden sich im Archäologischen Museum nur Steine. Den Unterschied habe ich aber schon eingangs kurz erwähnt: Pythagorio befindet sich auf den Ruinen der alten Stadt Samos. Und genau diese Ruinen kann man hier besichtigen – neben vielen Ausstellungsstücken aus dem nahegelegenen Heraion. Und das macht dieses Museum, meiner Meinung nach wieder äußerst sehenswert!

Das wohl wichtigste Wahrzeichen von Pythagorion ist wahrscheinlich die Pythagoras Statue am Hafen. Schließlich ist die Stadt ja auch nach ihm umbenannt worden! Kein Weg führt daran vorbei und es befindet sich hier fast immer jemand, der sich unter der Statue fotografieren lässt. Aber ehrlich? Ich finde sie auch wirklich schön.

Heraion

Das Heraion befindet sich etwas westlich von Pythagorion und dem Flughafen und war, wie der Namen schon vermuten lässt, eine Kultstätte, die der Göttin Hera gewidmet war. Zu ihrer Blütezeit verlief eine etwa 6 km lange Straße, die Heilige Straße, zwischen der Antiken Stadt und der Kultstätte. Heute sieht man davon nur noch ein kleines Stücken im Heraion.

Im Vergleich zu meinem Besuch vor 14 Jahren ist hier mittlererweile sehr viel zugewachsen, man kann leider viele Steine kaum noch erkennen. Und sehr viele Reste von Statuen sind mittlererweile abgesperrt, wahrscheinlich weil ständig irgendwelche Touristen keinen Respekt haben und (wie in Rhodos) drauf herumgekraxelt sind…

Das Beeindruckendste ist wohl die große Säule des Hera-Tempels. Der Tempel muss wirklich ein riesiges Bauwerk gewesen sein, wenn man sich die einzig verbleibende Säule ansieht – und die soll doppelt so hoch gewesen sein! Gut, der Tempel selbst war mit etwa 100 x 50 m ja auch nicht gerade klein…

Es gibt übrigens ein Kombi-Ticket, mit dem man sich neben dem Heraion auch den Tunnel des Eupalinos (ein etwa 1 km langer, antiker Wassertunnel durch den Ampelos Berg) ansehen kann. Architektonisch sicherlich spannend, allerdings wahrscheinlich weniger für Kinder…

Paläontologisches Museum Mytilini

Der Ort Mytilini (Einwanderer der Insel Lesbos haben diese Stadt nach der Hauptstadt ihrer Insel benannt) befindet sich ebenfalls unweit von Pythagorio. Das Museum findet man am Ortsrand und hat mir sehr gut gefallen! Ich weiß gar nicht genau warum, vielleicht war’s einfach nur der Eisbär? 😀

Auch hier ist der Großteil der Ausstellungsstücke aus der Umgebung – alle möglichen Gesteine und Fossilien und in den Vitrinen sieht man einheimische Tiere oder auch Dinos, die hier gelebt haben.

Sehr spannend fand ich übrigens die Geschichte um den ausgestopften Leoparden namens Kaplani, der sich in einer Vitrine befindet!

Ende des 19. Jahrhunderts hat es ein Leopard durch ein Feuer oder Überschwemmung (man weiß es nicht) geschafft, von der Türkei nach Samos zu schwimmen und hat lange Zeit die Gebirgsgegend unsicher gemacht und immer wieder das Vieh der Bauern gerissen. Alle Versuche den Leoparden zu fangen schlugen fehl, bis die Brüder Gliarmis es geschafft haben, das Tier zur Strecke zu bringen. Allerdings kam einer der beiden Brüder dabei ums Leben. Der Leopard wurde (mehr schlecht als recht) präpariert und in einer Vitrine ausgestellt, die anfangs noch in einem Wohnzimmer stand und später dann dem Museum gespendet wurde…

Abschließend habe ich auch wieder ein paar bewegte Bilder für euch zusammengestell!

Das war’s mit meinen Highlights aus dem Südosten um Pythagorio. Im nächsten Samos-Beitrag nehme ich euch dann an die Nordküste der Insel mit!

Weitere Samos-Beiträge:

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2 Comments

  • Reply Kinga K. 13. September 2018 at 14:22

    Very nice places,pretty pics <3

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