{DIY} Shibori: Batik-Färbetechnik feat. Madame Kukla

Madame Kukla bringt ein limited edition Sommer-Kukla in Weiß auf den Markt, das in Windeseile ausverkauft war. Warum? Für die eingefleischten Kukla-Sammler*innen unter uns: Jackpot, weil man sich sein persönliches Traum-Kukla gestalten kann. Für mich war auch von Anfang an klar, dass dieses Kukla nicht weiß bleiben wird. Und es war auch sehr schnell klar, dass es gebatikt werden würde!

Mit Batik verbindet man vorrangig 80er und 90er Regenbogenspiralen, denke ich. Die aus Japan stammende Shibori-Technik ist quasi die fancy und ältere Variante, die kaum etwas mit mit dem bunten Batik zu tun hat. Traditionell wird bei der Shibori-Technik typische blaue Farbe verwendet, die aus der Indigo-Pflanze gewonnen wird.

Ich habe zwei Kuklas gefärbt, beide in unterschiedlichen Farben und unterschiedlichen Techniken. Verwendet habe ich für die Grundierung simplicol expert Textilfarbe, die sich hervorragend für das Färben im Kübel eignet. Im zweiten Schritt habe ich Textilsprühfarbe von Marabu verwendet, man kann natürlich auch im zweiten Schritt normale Textilfarbe verwenden, ich hatte die Sprühfarbe jedoch schon zu Hause.

1. Shibori-Technik mit PVC-Rohr

  • entsprechend langes PVC Rohr (oder Ähnliches) mit etwa 10-15 cm Durchmesser
  • Küchengarn
  • Gummiringe
  • Textilfarbe
  • Farbfixierer

How to

  • Der Stoff sollte idealerweise vorgewaschen sein um eine eventuelle Appretur, die ein gleichmäßig Farbergebnis verhindern könnte, rauszuwaschen.
  • Für ein buntes Ergebnis wie meines, habe ich den Stoff vorher etwas angefeuchet und anschließend die Sprühfarbe im gewünschten Muster aufgesprüht – in meinem Fall in einem Farbverlauf aus Gelb, Pink und Lila. Stoff anschließend hängend trocknen lassen.
  • Den Stoff in der gewünschten Richtung eng um das PVC Rohr wickeln. Am unteren Ende mit einem Gummiring (oder Küchengarn) fixieren und vorsichtig zusammenschieben. So entstehen die Zebrastreifen. Im Anschluss mit Küchengarn umwickeln und festbinden.
  • Stoff mit Sprühfarbe gut einsprühen, liegend trocknen lassen, gegebenenfalls mit einem Föhn etwas nachhelfen. Immer wieder drehen, dass sich beim Trocknen die Farbe nicht auf einer Seite sammelt.
  • Nach dem Trocknen Schnüre und Gummibänder vorsichtig lösen, Stoff am besten zum Trocknen aufhängen
  • Abschließend unbedingt mit Farbfixierer in der Waschmaschine waschen (sonst geht die Farbe wie bei mir raus 🙁 )

ACHTUNG!

Die feuchte Farbe färbt noch ab! Deshalb unbedingt beim Hantieren mit dem feuchten Stoff aufpassen, sonst gibt es Farbflecken, wo man keine möchte!
Leider ohne Farbfixierer gewaschen…

2. Itajime-Shibori

Itajime-Shibori gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen, der Phantasie sind dabei eigentlich kaum Grenzen gesetzt. Gefärbt wird bei dieser Technik mit Hilfe von Holzplatten, zwischen denen der zieharmonikagefaltene Stoff eingeklemmt wird.

How to

  • erstes Farbbad (den helleren Ton) nach Packungsanleitung vorbereiten, vorgewaschenen und feuchten Stoff in den Kübel legen und für die vorgeschriebene Zeit im Farbbad lassen. Stoff immer wieder vorsichtig schwenken, anschließend den gefärbten Teil gut auspülen.
  • zweites Farbbad nach Packungsanleitung vorbereiten und den Stoff bis zur gewünschten Stelle eintauchen. Alle oberen Schritte wiederholen. Nach dem Ausspülen zum Trocknen aufhängen.
  • Den getrockneten Stoff wie eine Zieharmonika falten, anschließend zieharmonikaförmig in Dreiecke falten, mit je einem Holzplatte oben und unten sowie einer Schraubzwinge oder Ähnlichem gut fixieren.
  • Stoffpaket am besten in ein Farbbad legen, damit die Farbe den Stoff gut durchdringen kann.
  • Ausspülen und mit Farbfixierer in der Waschmaschine waschen.

Shibori ist mit Sicherheit keine Angelegenheit, die in Windeseile fertig ist. Die Ergebnisse lassen sich jedoch auf jeden Fall sehen – auch wenn meine Erstlingswerke bei weitem nicht perfekt sind. Und Madame Kukla eignet sich hervorragend für solche Farbexperimente! Unregelmäßigkeiten oder etwaige Farbflecken fallen beim Wickeln gar nicht mehr auf! Ich bin wirklich froh, dass ich zwei weiße Kuklas ergattern konnte. Für ein weiteres hätte ich allerdings auch noch die eine oder andere Idee gehabt!

Hinter diesem Link verbirgt sich übrigens ein 20€ Gutschein für Madame Kukla Erstbesteller 🙂

{DIY} Probenähen SHO!SackAllOver

SHO!SackAllOver. Gesehen und direkt verliebt. In das neue Schnittmuster von SHO! Der SHO!SackAllOver ist ein lässiger Overall ganz im Stil der Sackhose, die ich vor zwei Jahren genäht habe.

Der Schnitt ist für Webware ausgelegt. Meine drei Varianten sind aus Cord (schwarz), Leinen (rot) und sogar Wildseide (grau). Alle drei Stoffe haben sich super vernähen lassen. Es juckt mich aber in den Fingern, dass ich auch eine Variante aus Jersey ausprobiere… Toll (weil unheimlich luftig!) kann ich mir aber auch Viskose vorstellen!

Der Overall ist schnell genäht, da er nur aus zwei Schnitteilen besteht. Das Coole an ihm ist, wie sehr er sich verändern lässt, je nach Stoff, Knöpfen oder Taschen.

Das Zeitaufwändigste an dem Projekt war definitiv das Finden eines geeigneten Stoffes in der Zeit nach dem Corona-Lockdown. Das Bestellen dauerte eine Ewigkeit und wenn man Pech hatte, kam die Bestellung gar nicht an, weil alles und jeder überfordert waren. Und direkt in der Nähe muss man eben das nehmen was da ist.

Mit meiner Auswahl bin ich aber doch sehr zufrieden, weil sowohl der schwarze Cordstoff als auch das rote Leinen super mit dem Schnittmuster harmonieren!

Der nachfolgende SHO!SackAllOver ist ein ganz besonderes Stück für mich. Es mein letzte Overall, den ich während des Probenähens genäht habe. Quasi das Beste (Exklusivste) zum Schluss. Der Stoff (Wildseide) ist nämlich noch von meinem Hochzeitskleid (eine Bekannte hat es für mich nach meinen Vorstellungen genäht) übrig geblieben. Wobei übrig geblieben ist vielleicht der falsche Ausdruck, denn ich habe damals weit mehr gekauft, als dann eigentlich benötigt worden wäre. Umso besser, so sind viele Meter wundervolle Wildseide für andere Projekte zur Verfügung =)

Da der ursprünglich weiße Stoff sehr durchsichtig ist, habe ich ihn vorab in der Waschmaschine mit schwarzer Textilfarbe + Farbfixierer gefärbt – wenn auch mit ein bisschen Bauchweh, weil sich Seide + Waschmaschine nicht gut vertragen. So sagt man zumindest. Ja, der ursprüngliche Glanz des Stoffes ist nicht mehr da, aber das stört mich persönlich nicht und es passt meiner Meinung nach auch besser zum Schnitt.

Der Seidenstoff trägt sich auch an heißen Tagen super angenehm, leicht und luftig. Ich liebe ihn!

Facts

✂️ Schnittmuster in A4 und A03
✂️ 4 verschiedene Schritthöhen
✂️ Träger geschlossen oder mit Druck/ Knöpfen.
✂️ Taschentutorial
✂️ Reißverschlusstutorial
✂️ hier erhältlich: *KLICK*

Und ? Was sagst du zu diesem wieder mal sehr extravaganten Stück von SHO?
Take or toss?

Vielen Dank an Silke von SHO!, dass ich wieder bei diesem tollen Probenähen dabei sein durfte!

{DIY} Body Butter – feste Body Lotion

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Ich habe besonders an den Beinen und Füßen sehr trockene Haut und bin deswegen ständig auf der Suche nach DER Body Lotion. Ich hab inzwischen zwar schon ein, zwei Favoriten, der ultimative Kandidat war bisher allerdings noch nicht dabei.

Dies ist auch ein Grund, warum ich so gerne Kosmetikprodukte selbst herstelle! Findet man ein Rezept, das einen anlacht, kann man es nach seinen Bedürfnissen anpassen und abwandeln, bis es den eignen Ansprüchen gerecht wird.

Zutaten

  • 2 TL Sheabutter
  • 1 TL Kokosöl (oder andere Öle wie Mandelöl oder Jojobaöl)
  • 1 TL Bienenwachs
  • einige Tropfen ätherisches Öl nach Belieben

So wird’s gemacht

  • Sheabutter und Bienenwachs langsam in einem Topf  im Wasserbad schmelzen lassen. Anschließend das Kokosöl hinzugeben und ebenfalls schmelzen lassen.
  • Gegebenenfalls ein paar Tropfen Ätherisches Öl hinzufügen, umrühren und in eine passende Silikonform füllen.
  • Abkühlen lassen, bis die Form komplett ausgehärtet ist. Wenn du nicht so lange warten möchtest, kannst du die Form auch kurz ins Gefrierfach stellen.
  • Die Menge ergibt ein wie auf den Bildern abgebildetes Stück mit etwa 50 g.

Ich persönlich brauche gar kein Duftöl, da ich den Geruch des Kokosöls total gerne mag!

Die Body Butter hinterlässt einen fettigen Film auf der Haut, ist also wahrscheinlich nicht die erste Wahl für unterwegs. Ich verwende sie deswegen immer Abends direkt nach dem Duschen oder Baden, wenn die Haut noch ein wenig feucht ist. Dadurch zieht sie viel besser ein!

Und das Allerschönste (neben der Tatsache, dass ich damit super zurecht komme): kein Verpackungsmüll, der bei der Body Butter übrig bleibt!

{DIY} Jersey Rock

Der Jersey Rock. Eine ganz, ganz große Liebe. Ich weiß nicht mehr, wann ich genau das erste mal über so einen Jersey Rock gestolpert bin. Relativ eng und bunt und mit ebenso bunten Strumpfhosen oder Leggings kombiniert. Ich fand das immer schon witzig aber irgendwie doch nichts für mich. Eines Tages bin ich aber auf Pinterest (wo sonst) über die Anleitung für den 5 Minuten DIY Rock von Grinsestern gestolpert und dann war’s um mich geschehen!

Seit dem habe ich mir schon sage und schreibe vierzehn Röcke genäht. Ja, 14. Ich weiß, braucht kein Mensch, aber die Jerseys waren alle so schön 😀

1.001 Anleitungen für den DIY Jersey Rock

Gleich vorweg. Ich habe für meine Röcke jeweils länger als 5 Minuten gebraucht – definitiv für den ersten. Bis man sich mal ein passendes Schnittmuster erstellt hat und dann heißt es nur noch ausschneiden, zusammennähen, sich freuen! Das dauert dann etwa 30 Minuten, wahrscheinlich auch kürzer, wenn man flinker arbeitet…

Wie oben schon erwähnt, 14 Jersey Röcke sind ja doch eine ganze Menge und so sind nicht alle nach der gleichen Anleitung entstanden. Nachfolgend habe ich ein paar Möglichkeiten zusammen geschrieben, wie man das Projekt DIY Jersey Rock angehen kann:

  1. Den ersten Jersey Rock habe ich noch genau nach der Anleitung von Grinsestern genäht. Aber ehrlich? Das war mir dann zu viel Herumrechnen – und auf die Idee ein Schnittmuster zu erstellen bin ich natürlich nicht gekommen… Diese Version ist aber die „sauberste“. Der Bund ist unter dem T-Shirt nämlich so gut wie gar nicht sichtbar.
  2. In weiterer Folge habe ich für die Jersey Röcke dann nur noch zwei Quadrate zugeschnitten, seitlich zusammengenäht und oben einfach einen Gummiband eingezogen. Da ich ohnehin immer ein T-Shirt drüber habe, stört mich der gekräuselte Bund nicht – auch wenn man ihn sieht.
  3. Und weil es immer noch ein wenig einfacher geht: statt zwei Quadraten nur noch ein Rechteck und somit eine Naht weniger 😀
  4. Eine weitere Möglichkeit ist es, den Rock 5 cm kürzer zuzuschneiden und zusätzlich noch einen Bund zuzuschneiden oder einfach einen Bündchenstoff dafür zu verwenden – das habe ich allerdings noch nicht ausprobiert. Steht aber auf der to-do-Liste, denn Bündchenstoff  habe ich ohnehin hier.
  5.  Im www bin ich auch über eine Version mit Abnähern gestolpert – ich persönlich mag aber keine Abnäher und finde auch, dass es beim dehnbaren Jersey gar nicht notwendig ist.
  6.  …

Welche Variante die angenehmste für euch ist, müsst ihr wohl selbst herausfinden. Und vielleicht habt ihr ja noch eine ganz andere Variante?

Ich für meinen Teil liebe diese Jersey Röcke, weil sie so wunderbar bequem sind. Gerne hätte ich euch ja alle gezeigt, fotografiert hätte ich sie – bis auf meine zwei Lieblingsröcke, die gerade beim Waschen waren. Aber meine die Speicherkarte meiner Kamera war anderer Meinung und nochmals Modenschau wollte ich dann auch nicht machen. Man möge mir verzeihen 😀

Also bin ich dann ein wenig bockig geworden 😀 Der Rock mit den Totenköpfen passt da ja recht gut oder? Und man sieht, dass man den Jersey Rock das ganze Jahr über tragen kann.

Jetzt, wo der Herbst und somit all die neuen Stoffkollektionen da sind, könnte ich ja auch wieder zum Nähen anfangen… Ein weiterer Rock schadet ja nicht. Und im Kindergarten brauche ich ohnehin jeden Tag neues Gewand, weil angekleckert, angespuckt, ange… Ihr wisst Bescheid 😉


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