Meine 10 persönlichen Tipps und Highlights für eine Woche in Venedig

„Bist du sicher, dass uns eine Woche Venedig nicht langweilig werden wird?“ fragte der Mister noch vor der Abreise. Was für eine Frage! Es ist Venedig! Es gibt immer etwas zu sehen! Und so haben wir uns Anfang August relativ spontan nur zu zweit in meine Lieblingsstadt Venedig aufgemacht.

Vorab kann ich nur wärmstens empfehlen, sich den VeneziaUnica City Pass zu besorgen! Zum einen wegen der Vaporetti. Bei einem regulären Ticket zahlt man nämlich nicht pro Fahrt sondern für ein Zeitfenster von 75 Minuten. Zudem gibt es bei den den kleineren Stationen oft auch keine Ticketautomaten. Zum Anderen kann man damit sehr viele Sehenswürdigkeiten schon vorab bequem buchen und kommt so an den langen Schlangen beim Eintritt vorbei.

Die Bilder sind wie immer eine bunte Mischung von mir und dem Mister!

1. Die Anreise

Außer bei meinem ersten Besuch, bei dem ich mit dem Bus angereist bin (absolut nicht zu empfehlen), bin immer mit dem Liegewagen nach Venedig gefahren, für die nächste Zugreise über Nacht würde ich aber auf jeden Fall ein Schlafwagenabteil buchen. Ja, es ist teuerer. Aber es ist einfach so viel bequemer und komfortabler als das Liegewagenabteil! Die Betten sind breiter, länger und vor allem ein wenig weicher. Es gibt im Abteil eine Waschgelegenheit und das Frühstück ist auch besser. Und im Wagen gibt es sogar eine Duschmöglichkeit! Hätte ich mich vorab besser informiert, hätte ich mir auf jeden Fall was zum Duschen mitgenommen. Bei unserer Rückreise waren wir doch ziemlich verschwitzt und eine Dusche hätte echt gut getan!

2. Der Bezirk Canareggio

Das Hotel unserer Wahl sollte beim diesmaligen Besuch nahe dem Bahnhof sein, da wir unseren Koffern nicht durch die ganze Stadt brückauf und brückab schleppen wollten. Gewählt haben wir das Arcadia Boutique Hotel im Bezirksteil Canareggio, keine 10 Minuten vom Bahnhof entfernt. Und es hat sich als absoluter Glücksgriff erwiesen! Der Preis ist absolut akzeptabel für die Lage und den Komfort des Hotels. Ein paar Gedanken habe ich mir anfangs jedoch wegen der Optik des Hotels gemacht, der alte Palazzo wirkt von außen schon ziemlich mitgenommen. Innen ist er aber wirklich tiptop hergerichtet. Unser Zimmer waren optisch sehr schön, das Bett sau bequem (so gute Matratzen hatte ich schon sehr lange nicht mehr in einem Hotel). Außerdem ist eine kleine im Preis inkludierte Kaffee/Tee-Station am Zimmer. Herz, was willst du mehr?!

Nachdem wir bei diesem Venedig-Besuch ausreichend Zeit hatten, alle Bezirke ausgibigst zu entdecken, kann ich sagen: Canareggio mag ich am liebsten! Es ist hier viel ruhiger als anderswo. Am rio della Misericordia reiht sich, wie am Gürtel in Wien, ein einladendes Lokal neben das andere. Von den Tischen am Wasser hat man einen guten Blick auf den Kanal und die mit Partybooten Elektrobooten auf und abfahrenden Jugendlichen und Showoffs sowie den Sonnenuntergang.

Wo wir in Canareggio gerne gegessen haben:

3. Das Ghetto Ebraico

Ebenfalls im Bezirk Canareggio befindet sich das alte Ghetto Venedigs. Gelangt man vom Gewusel auf die kleine Ghetto-Insel, ist es, als würde die Zeit still stehen. Männer in weißem Hemd und schwarzen Hosen, Kippa oder Hut und Schläfenlocken, die im Schatten stehen und sitzen. Buben, ebenso aussehend, die am großen Platz Fußball spielen. Frauen mit klassischen Kleidern und teilweise Perrücken, die aus dem Fenster schauen. Alles wirkt so ruhig und besinnt, wie aus einer anderen Zeit. Es empfiehlt sich auf jeden Fall eine Führung zu machen, bei der man einiges über die Geschichte und das Leben der Juden in Venedig erfährt. Außerdem kann man in diesem Rahmen eine der Synagogen besuchen.

Das Museum kann man auch über den VeneziaUnica Pass buchen!

4. Die Scala Contarini del Bovolo

Wer meine vorangegangenen Venedig-Reiseberichte gelesen hat, weiß, dass dieses hübsche und außergewöhnliche Gebäude schon sehr lange auf meiner bucket list stand! Diese Mal ist es uns endlich geglückt das Schneckenhaus zu besuchen! Und wir wurden nicht enttäuscht! Es ist einfach wahnsinnig schön! Wobei man schon dazu sagen muss, dass hier eher die Devise „Außen hui, innen pfui“ gilt. Vielleicht nicht so extrem, aber innen ist der kleine Palazzo meiner Meinung nach lang nicht so spannend wie außen.

Das Museum kann man auch über den VeneziaUnica Pass buchen!

5. Die Libreria Aqua Alta

Über diesen Laden stolpert man zwangsläufig, wenn man auf Instagram „in Venedig unterwegs“ ist. Die kleine Buchhandlung Libreria Aqua Alta, die sich selbst als “The most beautiful bookshop in the world” beschreibt, ist relativ versteckt und wir sind nur durch Zufall auf dem Weg zur Scala Contarini del Bovolo dran vorbei gekommen. Hier finden sich neben einer Unmenge an gebrauchten Büchern auch ganz viele Bücher (in unterschiedlichen Sprachen) rund um Venedig – und eine Handvoll Katzen, die zum Inventar gehören und sich sehr gerne streicheln lassen 😉 Die Buchhandlung besitzt neben einer Gondel mitten im Laden auch einen kleinen Hof, von dem man über eine „Büchertreppe“ aus auf den Kanal sehen kann.

6. Die Peggy Guggenheim Collection

Ungefähr genauso lang wie die Scala Contarini del Bovolo stand die Peggy Guggenheim Collection auf meiner Wunschliste. Es stellt eine kleine aber trotzem bedeutensten Sammlungen moderner europäischer und amerikanischer Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dar. Hier finden sich unter anderem Kunstwerke von Pablo Picasso, Max Ernst, Wassily Kandinsky, Piet Mondrian oder Jackson Pollock. Das Museum verfügt auch über eine Terrasse, die direkt auf den Canale Grande hinaus geht!

Das Museum kann man auch über den VeneziaUnica Pass buchen!

Und wenn man schon beim Peggy Guggenheim Museum ist, kann man auch gleich einen Abstecher zu einer der beiden Werften machen, die noch die typischen venezianischen Gondeln bauen und instandsetzen (im Plan unten unter Squero zu finden). Nicht allzu weit weg hat sich der mysteriöse Künstler Banksy verewigt. Leider ist das Bild an dem verfallenen Haus schon sehr mitgenommen. Aber hey, ein Banksy in freier Wildbahn, den ich selbst gesehen habe! 😉

7. Eine Sonderbesichtigung im Palazzo Ducale

Wir waren zwar schon mehrfach im Dogenpalast, jedoch haben wir uns jedes Mal etwas Anderes gesehen. Dieses Mal haben wir uns für die Sonderbesichtigung „Geheimwege“ entschieden. In etwas über einer Stunde wird man auf vielen Nebenwegen von fast unter dem Dach bis hinunter ins Erdgeschoss geführt und erfährt sehr viel Spannendes über die Arbeit des venezianischen Geheimdienstes und die spektakuläre Flucht des berühmt berüchtigten Frauenheld Giacomo Casanova, der ein gutes Jahr hier inhaftiert war. Im Anschluss an die Sonderbesichtigung, kann man noch den normalen Durchgang durch den Dogenpalast machen. Wer den Palast also ohnehin besichtigen will, ist mit einer der Sonderführungen gut beraten!

Das Museum kann man auch über den VeneziaUnica Pass buchen!

8. La Biennale di Venezia

Die Biennale war auf jeden Fall ein Muss für uns, besonders weil wir dieses Mal ohne Kinder unterwegs waren (also keiner, der „Hunger, Durst, heiß, kalt!“ meckert). 2021 hat die Architektur Biennale stattgefunden, die sich mit der Kunst Biennale jährlich abwechselt. Ich empfehle auf jeden Fall zwei separate Tage dafür einzuplanen, weil es so viel zu sehen gibt und man sonst schnell übersättigt ist. Die beiden Areale (Arsenal sowie Giardini) sind nämlich riesig und es gibt wirklich sehr beeindruckende Dinge zu sehen.

9. Der Bezirk Giudecca

Eine Woche Venedig hat für uns bedeutet: jeden Tag einen anderen Bezirk durchstreifen. Dem abgelegenen Bezirksteil Giudecca widmet kaum jemand seine Aufmerksamkeit. Und so kann man hier dem Trubel rund um San Marco entfliehen und die Venezianer im Alltag beobachten. Am besten steigt man bei der Station Sacca Fisola aus und spaziert einfach bis ans andere Ende der Insel und steigt bei der Station Zitelle wieder ein, um weiter zu fahren. Beim Warten auf das Vaporetto sollte man aber unbedingt noch einen Blick auf das Casa dei Tre Oci werfen und sich vielleicht die eine oder andere Fotografie-Ausstellung darin ansehen.

10. Die Inseln Murano & Burano

Die beiden Inseln Murano und Burano haben wir nur schnell abgehandelt, sofern das geht. Schließlich ist man mit den Vaporetti nach Burano doch etwas länger unterwegs (etwa 1 Stunde). Auf dem Weg nach Murano empfielt es sich, auf der Friedhofsinsel San Michele auszusteigen und die Ruhe dort zu genießen bevor man weiter zum Trubel von Murano aufbricht. Ich muss gestehen, nachdem ich schon mal auf Murano war und kein großer Fan von Glasnippes bin, haben wir uns hier nicht lange aufgehalten. Ein Eis bei Murano Gelateria Artigianale, ein Päuschen am Campo San Bernardo und schon waren wir wieder am Weg zurück nach Venedig.

Burano hat mir dagegen weit besser gefallen, schon allein wegen den vielen bunten Häusern. Wir sind schon eine Station vor Burano ausgestiegen, auf der Isola Mazzorbo, die mit Burano verbunden ist, und sind einfach durch die kleinen Gässchen und eine Brücke hinüber spaziert. Die bunten Häuschen sind wirklich sehr hübsch anzusehen und eignen sich perfekt als Fotoobjekt (besonders das Casa di Bepi Suà, das ich in der untenstehenden Karte markiert habe). Ebenfalls einen Blick wert ist die Kirche Parrocchiale di San Martino Vescovo, die man schon von weitem an ihrem schiefen Glockenturm erkennen kann, der dem schiefen Turm von Pisa fast schon Konkurenz macht!

Absolutes Must-Have von Burano? Für mich nicht das klassische Spitzendeckerl, sondern die Süßigkeitenspezialität Bussolá die Burano! Absolut empfehlen kann ich die Bäckerei Panificio Pasticceria Palmisano Carmelina. Außerdem habe ich sehr viele Geschäfte mit wunderschöner Leinenkleidung gesehen, bei denen ich beinahe schwach geworden bin!

Bonus! – Haben Sie Venedig schon bei Nacht gesehen?

Venedig bei Nacht ist schon sehr bezaubernd. Auch wenn des Nächtens immer noch sehr viele Leute unterwegs sind, muss man Venedig bei Nacht bzw. während der blauen Stunde auf jeden Fall mal erlebt haben! Ein Plastikbecher Aperol Spritz zum Mitnehmen und sich dann ans Meer setzen oder das Treiben der Leute genießen. Oder einfach nur durch die Gassen schlendern. Deswegen kann ich nur euch nur ans Herz legen, nehmt euch ein Hotel direkt in der Stadt und nicht im hässlichen Mestre!

Alle meine persönlichen Tipps in und um Venedig habe ich euch, wie auch schon in den vergangenen Reisebeiträgen, in der untenstehenden Karte zusammengefasst. Weitere Venedig-Beiträge mit anderen Tipps findest du *hier*.

Ein Tag in Venedig mit Kindern

Mr. Xoxolat: „Was magst zu deinem Geburtstag machen?“
MissXoxolat: „Nix. Ich fahr‘ alleine irgendwohin… Oder… ich fahr‘ nach Venedig“ … alleine ist wegfahren aber langweilig… „Was ist, wenn wir die Kinder überraschen und gemeinsam nach Venedig fahren?“ – sprach’s, stöbert ein wenig und bucht vier Bahnkarten für den Nightjet der ÖBB.

So schnell kann’s also gehen, dass ich wieder in meiner Lieblingsstadt bin!

Die Bilder sind wie immer eine bunte Mischung von mir und dem Mister!

Da es für die Jungs das erste Mal in Venedig war, wollte ich nicht alles von A bis Z durchplanen und ihnen für’s erste Mal zu viel aufladen. Schließlich bietet Venedig für sich allein schon genug Eindrücke, auch ohne dass man in jedes Museum rein oder auf jede Sehenswürdigkeit rauf muss. Und so hab ich über die offizielle Tourismusseite von Venedig für uns alle VeneziaUnica City Pässe gekauft. Drauf geladen habe ich lediglich Tagestickets für die Wasserbusse (ACTV) sowie Eintrittskarten für den Dogenpalast und den Scala Contarini del Bovolo. Ende. Alles Andere würde sich sowieso von selbst ergeben…

Anreise

Von Wien aus kommt man mit der Sparschiene der ÖBB schon recht günstig und in 11 Stunden nach Venedig. Das heisst wir sind gegen 21:30 Uhr in Wien eingestiegen und um 08:30 Uhr in Venedig Santa Lucia angekommen. Die Kinder haben die Nacht (mehr oder weniger) durchgeschlafen. Wichtig für die Fahrt im Nachtzug ist auf jeden Fall ein langes Nachtgewand, denn die Klimaanlage im Zug lässt sich leider nicht richtig abdrehen und es zieht ständig. Abgesehen davon sind die Liegewagen-Abteile nur mit dünnen Fleecedecken ausgestattet (mein grippaler Infekt ist deswegen leider auch nicht besser geworden…).

Im Liegewagen bekommt man etwa eine Stunde vor Ankunft am Ziel ein Frühstück mit zwei Semmeln, Butter, Marmelade und einem Getränk (Tee, Kaffee oder Kakao). Es kann also gleich gestärkt losgehen!

Unterwegs in Venedig

Die Kinder wollten gleich zu Beginn mit einem der Vaporetti fahren. Also sind wir gleich mal in die Linie 2 eingestiegen und quasi außen rum am Stadtteil Giudecca vorbei zur kleinen Insel San Giorgo Maggiore gefahren. Warum gerade dorthin? Hier gibt es wie am Piazza San Marco ebenfalls einen Campanile, der zwar nicht so hoch – aber auch nicht so teuer ist, wie der große Bruder am Marcosplatz. Die Aussicht ist aber definitiv sehenswert – und meiner Meinung nach besser als vom Piazza San Marco. Und weniger los ist auch.

Wie dem auch sei, von hier oben kann hat man einen tollen Ausblick auf Venedig und kann sich ein wenig orientieren.

Unser nächster Stop war der Piazza San Marco. Das große Marineschiff haben wir schon bei der Anfahrt mit der Linie 2 gesehen. Als wir den Platz erreichten, sahen wir dann auch schon einen Haufen Militär. Ein wenig gegoogelt, habe ich dann herausgefunden, dass am 30. März die 100-Jahr-Feier der venezianischen Marine „San Marco“ stattfindet. Mit allem Möglichen, was Rang und Namen hat. Die Kinder fanden das natürlich unheimlich spannend!

Für den Besuch des Dogenpalast empfiehlt sich der Vorab-Kauf der Tickets. Die Schlangen waren irre lang! Und ohne den Vorabtickets hätten wir wohl noch länger gewartet. Drinnen verläufen sich die Menschenmassen dann aber wieder.

Wir haben nur ein einfaches Ticket gehabt. Durch die Prunksäle sind wir recht schnell durchgegangen, die haben die Jungs nicht sonderlich interessiert (obwohl ich den ganzen Goldrausch schon sehr interessant finde), spannender fanden sie dafür die Rüstkammer, die Seufzerbrücker (natürlich haben wir geseufzt) sowie das Gefängnis. Und auf genau diese Dinge sollte man sich mit den Kindern auch konzentrieren, damit es allen Spaß macht.

Beim nächsten Mal möchte ich auf jeden Fall noch so eine Special-Tour machen, wie zum Beispiel die Geheimwege…

Nach dem Besuch des Palazzo Ducale hatten wir Hunger und so haben wir uns auf zur Pizzeria Conca d’Ora aufgemacht, die ich schon vorab aufgrund von einigen Berichten darüber herausgesucht habe. Angeblich soll das Conca d’Ora die erste Pizzeria in Venedig gewesen sein. Ich war nicht dabei, kann es also nicht verifizieren. Die Pizza finde ich hier aber auf jeden Fall sehr gelungen! Und die Location selbst hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, einfach zum Wohlfühlen!

Gut gestärkt sind wir dann wieder durch die Stadt spaziert und wollten endlich das Schneckenhaus (Scala Contarini del Bovolo) sehen. Leider kamen wir zu spät, denn es war für eine dämliche Fashion Privatveranstaltung geschlossen. Was hab ich mich geärgert! Seit Jahren wollte ich dieses Gebäude schon besichtigen, endlich ist es möglich und dann sowas! Dass ich Lorenzo Cinotti, besser bekannt als celestalis, dem ich schon seit Jahren auf Instagram folge, den ich dort gesehen habe, hat es auch nicht besser gemacht, ist er doch mitverantwortlich für den Sch*** Naja, der Tag war für mich dann erstmal ruiniert und ich hatte auf nichts mehr Bock, die Jungs haben sich sehr solidarisch erklärt und gleich mal mitgestänkert. Das Schneckenhaus mussten wir aber trotzdem ad acta legen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Ich komm‘ da schon noch mal rauf!

Wir sind dann (zum Ausrasten) erstmal wieder in ein Vaporetto gestiegen und ein wenig herumgefahren. Später sind wir dann noch zum riesigen Schiff der Marine bei der Biennale gegangen, dass sich die Jungs ansehen wollten. Da dort auch ein kleiner Spielplatz ist, haben wir den auch gleich genutzt.

Unser letzter spontaner Stop war die nicht allzu bekannte Brücke ohne Geländer (Ponte Chiodo). Sie ist nur von einer Seite begehbar, auf der anderen Seite führt sie in ein Privathaus. Aber sehenswert ist sie allemal und eignet sich toll für das eine oder andere Instagram-Foto…

Zu Abend gegessen haben wir ganz unspektakulär bei McD. und sind im Anschluss über die „großen“ Einkaufsstraßen Richtung Bahnhof zurück flaniert…

Die Kinder sind im Zug so schnell ins Bett gefallen, so schnell konnten wir gar nicht schauen und auch ich selbst war nach dem Tag ziemlich k.o. Was wahrscheinlich nicht nur an den 18.187 Schritten lag, die ich an diesem Tag in Venedig gegangen bin. Aber das ist eine andere Geschichte. Den Jungs hat der Kurztrip nach Venedig gefallen, das ist die Hauptsache.

Abschließend hab ich noch ein paar Tipps für Kinderbücher mit Venedig-Bezug. „Venedig für dich!“ ist ein toller, interaktiver Reiseführer für Kinder, den wir mitgehabt haben. Die Bücher der Reihe „Das magische Baumhaus“ sind bei Sohn N°2 gerade sehr hoch im Kurs, „Sturmflut vor Venedig“ macht da keine Ausnahme. Und schlussendlich Cornelia Funke’s „Herr der Diebe“. Enjoy!

Carnevale di Venezia

Ich liebe Venedig, das habe ich schon mehrfach hier am Blog erwähnt. Mein letzter Venedig-Besuch, von dem ich euch auch berichtet habe (hier, hier und hier) liegt ja noch nicht allzu lange zurück. Aber wenn ich jetzt die ganzen Informationen und Bilder rund um den vor der Tür stehenden Carnevale di Venezia sehe, juckt es mich schon wieder in den Füßen, mich in meine Lieblingsstadt aufzumachen.

Morgen geht’s los! Der Karneval von Venedig findet dieses Jahr von 23. Jänner bis 9. Februar statt. Heuer schaffe ich es leider nicht (da wir noch einen Skiurlaub vor uns haben), aber ich war schon zwei Mal zur Faschingszeit dort und diese Bilder (und die eine oder andere Information drum herum) möchte ich heute mit euch teilen.

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Der frühe Vogel fängt den Wurm

Gleich vorweg, Venedig ist tagsüber generell sehr touristenüberlaufen. Aber was sich zur Faschingszeit an den wichtigen Punkten wie dem Markusplatz, der Rialtobrücke oder am Bahnhof abspielt, ist jenseits von Gut und Böse. Deswegen empfehle ich euch, startet früh! Bei meiner ersten Karnevals-Reise sind wir mit dem Bus gefahren (nicht zu empfehlen, da wahnisnnig unbequem) und kamen schon um 7 Uhr Morgens in Venedig an. Auch wenn man es kaum glauben kann (und selbst auch noch nichts aus den Augen sieht), die Stimmung um diese Zeit ist einfach magisch! Der Nebel, der noch über den Kanälen hängt, alles wirkt so ruhig und friedlich. Und auch zu dieser Zeit habt ihr gute Chancen das eine oder andere tolle Köstüm eines Einheimischen zu sehen!

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Wenn dann auch die Züge eintrudeln und sich alle über die ausgelatschten Routen Richtung Markusplatz wälzen, könnt ihr euch auf die Stimmung gar nicht mehr einlassen. Man wird durch die engen Gassen geschoben und an den Plätzen versuchen die Händler einem ständig irgendwelchen Ramsch anzudrehen. Am Markusplatz angekommen, fühlt man sich dann nur noch wie die Sardinen in einer Büchse, sieht wenige schöne Kostüme sondern fast hauptsächlich lieblos gestaltete Säcke und Masken.

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Abseits der Touristenpfade

Bei meiner zweiten Karnevals-Reise sind wir mit dem Nachtzug gefahren. Nach der Ankunft am Bahnhof haben wir uns zwar ebenfalls Richtung Markusplatz aufgemacht, sind aber eher Abseits der Massen gegangen. Nachdem ich damals schwanger war, hatte ich nämlich keine Lust auf Kuscheln mit wildfremden Leuten. Wir haben die Markusplatz-Stimmung ein wenig auf uns wirken lassen, ein paar Fotos gemacht und dann beschlossen, dass wir weiter zum Lido und nach Murano fahren.

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Klar, wenn man zum Karneval nach Venedig fährt, macht das nicht sonderlich viel Sinn. Aber mal ehrlich: wie lange habt ihr Bock drauf, euch die (immer gleichen) Kostüme anzusehen? Sowohl der Zug als auch der Bus der Tagestouristen gehen gegen 21 Uhr wieder Richtung Heimat. Wollt ihr fast 12 Stunden rund um den Markusplatz und die Rialtobrücke herumhängen? Eben.

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Die Karnevalszeit ist nicht unbedingt eine meiner liebsten. Aber sie gehört zu Venedig dazu und man muss sie gesehen haben, finde ich. Zweimal ist für mich aber mehr als genug. Ich muss mir das Gewusel wirklich nicht mehr antun und fahre lieber zu einer Zeit, wo man angenehm durch die Gassen und sogar über Rialtobrücke und Markusplatz bummeln kann!

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Kauft keinen Schrott

Billige und kitschige venezianische Masken gibt es an allen Ecken und Enden. Wenn ihr eine Maske als Souvenir mitnehmen wollt, kauft doch gleich eine hochwertige direkt aus einer Manufaktur, von denen es in Venedig mehrere gibt (meine sind von Antonia Sauter). Ich habe von jeder Karnevals-Reise eine mitgebracht. Mit ca. 100,- pro Stück waren sie zwar alles Andere als günstig, dafür habt ihr ein handgearbeitetes Stück (in meinem Fall auch noch mit Blattgold überzogen). Ich habe mich schon bei meiner ersten Venedigreise 2000 in die Feder verliebt und mich jahrelang geärgert, dass ich sie nicht gleich gekauft habe. Bei meinem 2. Besuch bin ich stundenlang durch die Gässchen gelaufen, weil ich unbedingt das Geschäft wieder finden wollte.

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Meine Mühe wurde belohnt, ich hab die kleine Werkstatt wiedergefunden und die Feder durfte mit, auch wenn ich bei dem Preis ordentlich geschluckt habe. 2009 kam dann noch das Ahornblatt im gleichen Stil (und zum gleichen Preis) dazu. Bei meiner letzten Reise hätte ich ja auch eine gekauft, die dazu gepasst hätte, es gab nur leider keine mehr in diesem Stil – und um ehrlich zu sein, ich hätte auch keine Wand mehr im Vorzimmer (wo die beiden hängen), wo eine weitere Platz gehabt hätte =)
Beim nächsten Venedig-Besuch kommt auf jeden Fall das eine oder andere kulinarische Souvenir mir, ich hätte ja so viel Leckeres entdeckt…

Wart ihr schon mal beim Carnevale di Venezia?

Carnevale di Venezia

[row-start][one-third]„Creatum introducing
Arts and Traditions“

23.01. – 09.02.2016[/one-third]
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[one-third][/one-third][row-end]

Beitragsbild © www.carnevale.venezia.it
Bild 1 & 13 © Mr. Xoxolat

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{UNTERWEGS} Venedig: Canale Grande & Dogenpalast

Ach herrje, beinahe hätte ich den letzten Teil meines Venedig-Wochenendes vergessen!
An unserem zweiten und leider letzten Tag in Venedig haben Petra und ich uns noch einiges vorgenommen: zuerst haben wir uns von einem der Vaporetti durch den Canale Grande schiffern lassen und dann dem Dogenpalast einen Besuch abgestattet.

[alert]Bevor ich aber mit dem letzten Venedig Beitrag starte, erstmal ein ♥-liches Dankeschön für die Teilnahme an meinem Adventkalender-Türchen. Das Gewinnspiel wurde ausgelost und die Gewinnerinnen benachrichtigt! Viel Freude mit dem Set wüsche ich euch!
Falls ihr nicht gewonnen habt, schaut doch einfach mal bei den anderen Türchen des ü30 Blogger Adventkalender vorbei, da sind noch weitere tolle Preise versteckt![/alert]

So, nun aber weiter im Programm, auf nach Venedig!

Palazzo Ducale

Ein Punkt der schon lange auf meiner Venedig-to-do-Liste stand, war der Dogenpalast. Um eine lange Wartezeit zu vermeiden haben wir unsere Tickets schon im Vorfeld im Rahmen des VeneziaUnica City Pass gekauft und waren so in Nullkommanichts drinnen.
Mich hätte ja die Hidden Doge’s Tour interessiert oder zumindest die Secret Itineraries Tour, leider gab es aber zu unserem Zeitpunkt keine Tickets mehr und so haben wir eigentlich nur einen recht kleinen und meiner Meinung nach auch nicht sooo interessanten Teil des riesigen Palastes gesehen. Viele Räume, viel Prunk, aber eben doch recht unspektakulär.

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Einen weiteren Punkt, den ich unbedingt in Venedig machen wollte, war über die Seufzerbrücke spazieren (und einmal seufzen :D). Zumindest das konnte ich abhaken =) Gleich danach befindet man sich im riesigen Gefängnistrakt, der aus unzähligen dunklen, gemauerten Verliesen mit fetten eisernen Gittern besteht. Das fand ich dann schon sehr faszinierend aber über die damaligen Zustände möchte ich mir gar keine Gedanken machen…

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Canale Grande

Bevor wir im Dogenpalast waren haben wir uns ganz gemütlich in einen der Vaporetti gesetzt und eine, wie ich sie gerne nenne,  „Canale Grande Tour“ gemacht 😀 Auch nach dem x-ten Mal fahre ich immer noch gerne einfach so mit den Wasserbussen auf dieser Strecke (Linie 1 oder 2) spazieren und sehe mir die tollen Paläste am Kanal an. Wie gerne würde ich einmal an so einer privaten Anlegestelle aussteigen und so einen alten Palast von innen sehen! Vielleicht suche ich mir für den nächsten Venedig Besuch einfach über airbnb eine Unterkunft…

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Ich würde ja am liebsten gleich wieder den nächsten Venedig Trip planen! Es gäbe nämlich noch so viel zu sehen! In den Vierteln Giudecca oder Arsenale war ich zB. noch gar nicht unterwegs und auch den Lido würde ich mir gerne nochmal genauer ansehen!

So, und wem ich nun ebenfalls Lust auf Venedig machen konnte, der hebe die Hand!
#sorrynotsorry 😉

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{UNTERWEGS} JW Marriott Venice Resort & Spa

Hier ist er endlich, der langersehnte zweite Venedig Beitrag!
Für unser Venedig Wochenende hat Petra (hier ihr Bericht) eine ganz, ganz tolle Kooperation an Land gezogen und wir durften in einem absolut traum-haf-ten Hotel nächtigen, dem JW Marriott Venice Resort & Spa*!
Entschuldigt bitte die heutige Bilderflut, ich konnte mich diesmal wirklich nicht entscheiden, welche Fotos ich weglassen soll. Es war einfach zu schön hier! Kein Wunder, dass das Hotel von so viele Honeymooner gebucht wird!

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Die Anlage

Erst im März 2015 hat das Resort auf der Privatinsel Isola delle Rose, die mit einem kostenlosen Shuttle nur 20 Minuten vom quirrligen Markusplatz entfernt ist, eröffnet. 
Im 18. Jahrhundert befand sich auf dem Gelände aufgrund des besonderen Klimas noch eine Lungenheilanstalt. Da die vorhandenen Gebäude (inklusive dem markanten Wasserspeicherturm) unter Denkmalschutz stehen und nicht abgerissen werden durften, hat man sie einfach restauriert und vor allem modernisert. Und äußerst gelungen, wie ich finde! Hier harmonisiert einfach alles und das Resort gleicht nun einem kleinen Paradies! Vögel zwitschern, es duftet nach allerlei Blumen und Sträuchern, während wir durch die kleine Allee aus Olivenbäumen Richtung Spabereich gehen. Im Sommer, so wurde uns gesagt, darf man auf den weitläufigen Rasenflechen, auf denen sich verschiedene Skulpturen befinden, sogar ebenfalls verweilen! – Es ist sogar ausdrücklich erwünscht!

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Im Inneren merkt man überhaupt nichts mehr von den alten Gemäuern. Die Einrichtung wirkt mit den hellen Ledermöbeln und den türkisen und taupefarbenen Akzenten total edel und leicht. Ein wunderschönes Farbkonzept! Dazu im Eingangsbereich viele Spiegel… einfach wunderschön! Und hab ich schon die Candy Bar erwähnt, die aufgefüllt wird, sobald das Glas noch nicht mal annähernd leer ist?

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Dass die Dachterrasse mit dem Infinity Pool und der Poolside Bar der absolute Hammer sind, müsste ich wohl eigentlich nicht extra erwähnen, oder? Der Blick auf die Stadt vom geheizten Pool aus oder ein Sandwich und ein italienischer Espresso an einem der Beach Bar ähnlichen Sitzgruppen? Hach… ♥

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Unser Zimmer

Wir durften die Nacht in einer traumhaften Junior Suite verbringen. Ein großer Wohn-Schlafbereich, ein großes, von zwei Seiten begehbares Badezimmer, ein Ankleidezimmer und eine große Terrasse (man merkt, meine Hotelzimmer sind meist kleiner 😀 ). Und das alles mit einer wunderwunderschönen und stilvollen (und sehr Instagram-tauglichen) Einrichtung ♥

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Hier lässt es sich wirklich aushalten – vorausgesetzt, man bringt das notwendige Kleingeld mit. Eine Nacht in dieser luxuriösen Bleibe ist natürlich nicht gerade ein Schnäppchen. Unser Zimmer hätte Anfang Oktober über 800,- gekostet! – WLAN am Zimmer ist aber bitte extra zu zahlen (in der Lobby kostenlos).

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Als wir an unserem letzten Venedig Tag abschließend noch oben auf der Dachterrasse bei Sandwich und Kaffee saßen, gab’s ein beeindruckendes Schauspiel. Einerseits die Kreuzfahrtschiffe, die mitten durch Venedig fahren und so riesig sind, dass sie sogar die Häuser überragen…

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Andererseits ein Wahnsinns- und leicht beängstigendes Naturschauspiel!

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Der Aufenthalt war, wie gesagt, traumhaft. Aber ehrlich: wenn ich nach Venedig fahre, möchte ich etwas von der Stadt sehen und nicht nur das Hotel. Venedig ist so ein wunderschönes Plätzchen, dass es echt viel zu schade wäre, es nur von der Ferne (aus dem Infitity Pool) aus zu betrachten. Aber hey, that’s just my two cents…

Und für alle, die noch mehr von Venedig selbst sehen wollen, habt ein wenig Geduld, ich hab noch ein, zwei Fotos für einen oder sogar zwei weitere Beiträge in der Schleife 😀

Wie gefällt euch das Hotel?
Könntet ihr euch vorstellen, euren Urlaub dort zu verbringen?

* Nächtigung und WLAN wurden uns kostenlos zur Verfügung gestellt.
Meine Meinung bleibt davon jedoch unberührt.

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