Malta Solo-Reise: Von Ħaġar Qim zu den Dingli Cliffs

Eine Wanderung zu den Dingli Cliffs bietet sich an, wenn man in der Gegend der beeindruckenden Tempelanlagen Ħaġar Qim und Mnajdra ist. Ich bin schon früh morgens aufgebrochen, um früh bei den Tempelanlagen zu sein und somit den Touristenmassen zu entgehen. Die Buslinien 74 und 201 halten direkt beim Visitor Center.

Blue Grotto

Da sich ganz in der Nähe auch die Blue Grotto befindet, habe ich einen kleinen Abstecher (eine Busstation weiter bei Panorama aussteigen) gemacht, um die Blaue Grotte von oben zu bewundern. Es gibt zwar auch einen Boat Service, der einen durch die Blaue Grotte (und andere) führt, mir persönlich hat jedoch der nicht weniger atemberaubende Blick von oben ausgereicht. Der Weg vom Aussichtspunkt hinauf bis zum Visitor Center dauert dann etwa 15-20 Minuten.

Blue Grotto Malta

Nach dem Besuch der Tempelanlagen startet der Wanderweg beim Congreve Memorial, das sich zwischen den beiden Tempelanlagen befindet. Ein direkter Weg hinunter ist für mich nicht erkennbar gewesen, es ist jedoch sehr steil und erfordert absolute Trittsicherheit sowie den Einsatz der Hände! Ich bin nicht nur einmal am Popo auf allen Vieren hinunter geklettert.

Congreve Memorial

Ich muss schon sagen, der Hang hatte meinen vollsten Respekt! Zu Beginn stand ich sehr lange oben und habe überlegt, ob ich da wirklich hinunter möchte und ob es nicht vielleicht doch einen einfacheren Weg gibt. Vielleicht habe ich ja auch den falschen eingeschlagen?! Vorallem, wenn’s mich hier zerlegt hätte, es hätte wohl recht lang gedauert, dass man mich findet =D Ich war auf jeden Fall sehr, sehr erleichtert, dass ich es heil hinunter geschafft habe. Der Schweiß in meinem Gesicht war mit Sicherheit nicht nur der Hitze zuzuschreiben 😀

Filfla

Għar Lapsi

Der Weg führt dann direkt an den Klippen entlang und ohne große Anstrengung bis nach Għar Lapsi. Wenn man möchte, kann man hier eine Pause einlegen. Es gibt mehrere Lokale sowie einen Zugang zum Meer.

Ghar_Lapsi
Schnecke
Steine
Ghar_Lapsi

Anschließend folgt der meiner Meinung nach unansprechendste Teil der Wanderung. Es geht an der Straße weiter an der Osmoseanlage vorbei stetig bergauf. Vor einer engen Rechtskurve biege ich links auf einen Weg ab und vorbei an einem Steinbruch. Ab hier hab ich mich dann ein wenig verfranst, weil ich den Weg nicht gefunden gleich habe. Wörtlich querfeldein und bergauf mitten durch diverse Felder und Gestrüpp bin ich schlussendlich dann völlig zerkratzt und verschwitzt doch wieder zur kleinen Straße gelangt.

Steinbruch
Meilenstein

Dingli Cliffs

An der Straße passiere ich zwei Kapellen, bis ich zu einer Stelle komme, wo es nur noch zu Fuß auf einem geschotterten/steinigen Weg weiter geht („Bin ich hier überhaupt noch richtig?!“). Über ein paar Serpentinen gelange ich schlussendlich zum Dingli Cliffs View Point. Auf diesem Felsvorsprung befinden sich die Reste der bronzezeitlichen Siedlung Wardija ta’ San Ġorġ inklusive Steinwall. Ich überquere die Ebene bis ich auf die Hauptstraße Triq Panoramika stoße. Hier biege ich nach links ab und gelange später zur St. Mary Magdalene Chapel – anscheinend DEM Touristen-Dropp-Off-Point an den Dingli Cliffs.

Wanderung
Dingli Cliffs
Wardija_ta_San_Gorg
Wardija_ta_San_Gorg
Dingli Cliffs

Nachdem mir hier viel zu viel los ist, wandere ich weiter, an einer Radarstation vorbei zu meinem Endpunkt, dem Restaurant The Cliffs. Das Lokal selbst ist nicht überwältigend, sowohl der Kuchen als auch der Kaffee waren nur durchschnittlich, aber nach der langen Wanderung war ich über jede bequeme Sitzmöglichkeit mit (maltesischem) Kaffee und Kuchen im Schatten erfreut!

Dingli_Cliffs_Radarstation
The Cliffs, Red Velvet Cake, Maltese Coffee

Für die knapp 11 km lange Wanderung habe ich gut 2,5 Stunden benötigt. Da es kaum Schatten gibt, ist die Mitnahme von Wasser unbedingt zu empfehlen – genauso wie gutes Schuhwerk!

Autor: Angelika

erzählt hier über ihre Schokoladenseiten. Und die anderen vielleicht auch.

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