Dr. Martens Hazil

Es kommt ja nicht allzu oft vor, dass ich mir neue Schuhe kaufe, da ich so ziemlich alles, was ich brauche, im Kasten habe. Aber wenn, dann sind es besondere Schuhe. Das letzte Paar, das bei mir einziehen durfte, ist der Dr. Martens Hazil* Stiefel, so quasi als Weihnachtsgeschenk an mich selbst. Inzwischen hab ich sie ordentlich eingetragen und möchte euch deswegen heute ein wenig darüber erzählen!

Ich kann mich noch genau an mein erstes Paar Martens erinnern. 1993. Ich hatte eine Schulkollegin namens Karin, ihres Zeichens Punk, durch und durch wie aus dem Buch. So richtig mit teilweise abrasierten Haaren, bunt natürlich und manchmal sogar aufgestellt. Zerrissene Kleidung mit viele Aufnähern gegen Nazis, Dr. Martens und und und. Sehr Klischee eigentlich. Aber eine herzensgute Person, von der man alles haben konnte. Leider wurde sie von den Lehrern aufgrund ihres Aussehens gemobbt und so blieb sie leider nur ein Schuljahr bei uns. Der Einfluss, den sie auf mich hatte, war aber nicht zu übersehen. Nein, meine Haare hab ich mir nicht abrasiert und ich bin auch nicht mit zerrissenen Sachen herum gelaufen. Meine Veränderungen waren eher minimal im Vergleich zu manch anderen Leuten und haben sich eher auf meinen Musikgeschmack ausgewirkt, auch wenn ich gerne den Mut zu einer so drastischen Typveränderung gehabt hätte.

Wie dem auch sei, 1993 waren wir mit der Schule in Cambridge. Und natürlich standen auf meiner Shopping Liste Stiefel von Dr. Martens, denn die waren damals definitiv nicht jedermanns Sache und somit auch nicht an jeder Ecke erhältlich. Ich hab mich für ein eher ungewöhnliches Paar entschieden, schwarze, halbhohe Dr. Martens 939* mit gelben Schuhbändern. Ein paar Monate später, als Martens auch hier langsam Einzug hielten und tragbar wurden, kamen dann noch ein Paar weinrote Original 1460er* hinzu. Beide Paare hab ich wirklich lange und intensiv getragen.

Irgendwann bin ich dann anscheinend erwachsen geworden, meine Martens blieben bei meinen Eltern, die sie inzwischen mit Sicherheit weggeschmissen haben (wahrscheinlich weil Erinnerung an das schwarze Schaf der Familie). Und dann kam die Zeit, wo ich doch wieder gern ein Paar gehabt hätte und ich eeeeeewig lang herum überlegt habe, welche und welche Farbe ich denn gerne hätte. Nach langem hin und her sind es dann eben die Dr. Martens Hazil Stiefel geworden und ich sehe schon, wir werden gute Freunde werden!

Durch die Höhe schreien sie schon ein bisschen Rebellion! , findet ihr nicht auch? Aber das mag ich, weil ich ja immer zumindest ein bisschen gegen den Strom schwimmen muss. 8-Loch-Martens hat ja doch schon fast jeder im Schrank und die sind schon langweilig, auch wenn es inzwischen sehr witzige und wirklich coole Limited Editions gibt (vor kurzem zum Beispiel mit den Hero Turtles).

Was ich an ihnen besonders gerne mag: sie sind so wandelbar! Ich wollte Stiefel haben, die sowohl zu meinen Röcken und Kleidern als auch zu meinen Jeans passen. Und ich wollte Stiefel mit Pfiff und das haben sie auf jeden Fall!

Der 12-Loch-Stiefel kombiniert Glattleder mit Wildleder und hat eine dicke Sohle, die mir irgendwie viel bouncier vorkommt, als ich diese Air Cushion Sohle in Erinnerung habe, aber ich kann mich auch täuschen. Auf jeden Fall sind sie saubequem.

Und sie halten erstaunlich warm! Am Neujahrstag hab ich damit bei Minusgraden einen relativ langen Spaziergang unternommen. Ich war wirklich sehr überrascht, dass mir meine Zehen nicht eingefroren sind! Und das Leder ist so butterweich, dass ich nicht mal eine einzige Blase bekommen habe! Das ist auch ein absolutes Novum, denn: hast du neue Martens, rechne mit vielen Schmerzen bis sie endlich eingelaufen sind.

Wie steht ihr zu Dr. Martens? Habt ihr auch welche? Oder gefallen sie euch gar nicht?
Erzählt mir doch eure Dr. Martens Geschichte in den Kommentaren!

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Tunika-Kleid mit Blumenprint

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Bevor ich euch von meiner neuesten Errungenschaft (dem hübschen Tunika-Kleid) erzähle, gibt’s noch eine Ankündigung in eigener Sache. Die ü30 Blogger haben sich wieder für eine Aktion zusammengeschlossen einen Adventskalender auf die Beine gestellt! Mein Türchen öffnet sich am Mittwoch, 09. Dezember, mit einer kleinen Überraschung für euch! Den Link zum Adventskalender findet ihr auch rechts in meiner Sidebar.

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So, nun aber zum eigentlichen Thema, dem Tunika-Kleid mit Blumenprint!

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Manchmal ist es doch von Vorteil, wenn ein Laden den Schnitt eines Artikels über Jahre hinweg beibehält. Ich habe nämlich ein Lieblingskleid. Und das schon seit Jahren. Nämlich dieses hier mit Safari Print. Vor einiger Zeit kam ein „neues“ Kleid wieder mit eben diesem Schnitt bei uns ins Geschäft.

Es hat, wie gesagt, genau den gleichen Schnitt wie das Safari-Kleid – nur besser! Denn es wurde um seitliche Eingriffstaschen erweitert! Und Taschen kann man ja grundsätzlich schon nie genug haben.

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Und damit ihr mich nun endgültig für verrückt haltet: ich habe dieses Kleid auch noch vom letzten Jahr in einer anderen Musterung (und mit einem anderen Gürtel). Ganz nach dem Motto: Never change a winning team. Vielleicht sollte ich damit ja auch einen separaten Beitrag machen 😀

Die Stiefel (Neosens Rococo) hab ich übrigens schon seit einigen Jahren und ich finde sie immer noch toll! Ganz besonders eben zu Kleidern und Röcken! Hier habe ich sie schon im Detail vorgestellt!
Die Tasche ist ebenfalls eine alte Bekannte, es ist die Liebeskind Aimee, die mir das Christkind im selben Jahr gebracht hat =)

Tunika-Kleid-02

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Und soll ich euch etwas sagen? Ich freu‘ mich so, dass ich nun weniger arbeite (nur noch ein Tag pro Woche – 5 to go!) und endlich wieder meine eigene Kleidung anziehen kann. Kleidung, die ich mir selbst ausgesucht habe, die mir steht und in der ich mich 100%-ig wohl fühle! Und keine schlecht sitzende Arbeitskleidung, die an allen Ecken und Enden zwickt und zwackt!

Tunika-Kleid-Makeup

Habt ihr auch Schnitte in euerem Schrank, die sich immer wieder wiederholen?

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ü30 Blog Hop – We love Jeans! Wednesday 21.10.

Weil einmal Jeans nicht genug ist (Flared Jeans am Montag), gibt’s heute einen weiteren Beitrag im Rahmen des ü30 Blogger Blog Hop „We love Jeans!“.
Ich hab ja lange überlegt, welches Jeansteil ich für diesen Beitrag aus dem Kasten hole, ich hätte ja doch einiges zur Auswahl. Eigentlich könnte ich bestimmt eine ganze Woche damit füllen (wenn es die Zeit dafür zulassen würde…). Schlussendlich ist die Wahl auf dieses Jeanskleid gefallen, das ich schon etliche Jahre im Kasten habe und immer noch sehr gerne trage! Obwohl es irgendwie von Mal zu Mal kürzer wird…

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Es ist von Esprit, wo ich bis auf die Umstandsmode damals eigentlich nie kaufe, weil es mir ehrlich gesagt, zu teuer ist. Abgesehen davon ist der Drang, wenn man selbst in einem Bekleidungsunternehmen arbeitet, noch großartig wo anders shoppen zu gehen, zumindest bei mir, nicht sonderlich groß.
Nach dem ich so lang drum herum geschlichen bin, hat mir Mr. Xoxolat dann einfach das Kleid geschenkt =)

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Auch zur Kette bzw. dem speziellen Anhänger gibt es eine Geschichte. Direkt an der Straßenbahnstation, bei der ich täglich Richtung Schule eingestiegen bin, gab es einen Juwelier – der eigentlich nie aufregende Dinge im Schaufenster hatte. Bis mein Blick eines Tages auf den kleinen Rinderschädel fiel. Wirklich jeden Tag bin ich vor diesem Schaufenster gestanden und habe diesen Anhänger bestaunt! Man muss wohl dazu sagen, dass ich schon damals einen kleinen Wildwest-Tick hatte und die U.S. Staaten Arizona, Utah und New Mexico zu meinen absoluten Traumdestinationen gehörten (und es eigentlich noch immer tun). Und ich wollte immer so einen großen Rinderschädel als Dekoration haben!

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Lange Rede, kurzer Sinn, irgendwann war der Anhänger dann plötzlich aus der Auslage weg – und ich todunglücklich. Bis ich nach Hause und ihn als Geschenk bekam 🙂
Zu Schulzeiten habe ich ihn wirklich sehr oft getragen, auch wenn ich damit einiges an Aufsehen erregt habe, ein wenig makaber ist das ja schon. Zumal der Anhänger auch tatsächlich aus einem Knochen gefertigt is (die Hörner und die Verzierung sind aus Silber und der Stein auf der Stirn ein Bernstein). Aber als Wienerin darf man das. Man stolpert bei uns nicht umsonst immer wieder über die Redewendung Der Tod muss ein Wiener sein… Wir haben nämlich ein ganz eigenes Verhältnis zum Tod, um nicht zu sagen ein liebevolles 😀

Zu den restlichen Accessoires gibt es nicht viel zu sagen. Meine Lieblingstasche von Cowboysbag habe ich euch schon an dieser Stelle im Detail gezeigt und meine Streifenliebe ist auch schon hinlänglich bekannt 😀

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Das Makeup für dieses Outfit bleibt schlicht und in Nude/Brauntönen gehalten, die sich in den Accessoires widerspiegeln. Der Lippenstift ist übrigens von catrice, der Luminous Lips Lipstick 020 Let’s go brown-town, den ich wirklich sehr oft trage, weil er zu so vielen meiner AMUs dazu passt! ♥

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Und ihr? Wie steht ihr zum Thema Jeans?

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Neosens Rococo

Lange bin ich um sie herumgeschlichen, der Preis von €189,- ist halt doch sehr wuchtig. Nun sind sie aber reduziert (seit meiner Bestellung nochmals!) und ich konnte wirklich nicht mehr wiederstehen… Und jetzt sind sie mein, die Neosens ROCOCO Halbstiefel!

Einen ganz ähnliches Paar hatte mein Vater vor Jahren als Dekoration in seinem Geschäft hängen und ich war damals schon hin und weg von dem schönen Teil, leider waren mir diese zu klein und so konnte ich sie immer nur anhimmeln.

Nun bin ich aber über die spanische Marke →Neosens gestolpert und somit auch über dieses Paar, in das ich mich gleich verliebt hab. Wunderschön und passt sowohl zu Rock, Kleid, als auch Hose!

Ober- und Untermaterial sind aus Kalbsleder und der 6,5 cm hohe Absatz fällt (zumindest beim Probetragen/gehen) so gut wie gar nicht auf, da die Innensohle so weich ist, dass man das Gefühl hat, auf einem Wölkchen zu gehen! Und ich freu mich schon auf den ersten „Ausgang“ mit meinen neuen Hexenstiefelchen =)

Kennt ihr die Marke Neosens oder habt sogar auch welche?

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