{Unterwegs} in der Toskana: Agriturismo Le Rote

Agriturismo Le Rote. Ursprünglich wollte ich den Sommerurlaub 2020 auf Zypern verbringen. Die Jungs wollten aber beide auf Pfadfinderlager fahren und so hatten wir gerade mal eine einzige gemeinsame Woche zur Verfügung. Meiner Meinung nach viel zu wenig um zu fliegen. Und so wurde aus Zypern die Toskana.

Heute möchte ich dir unsere hübsche Unterkunft vorstellen: das Agriturismo Le Rote, das sich ganz in der Nähe von San Gimignano befindet.

Das Anwesen wurde schon 1834 erbaut und steht inmitten von 300 Hektar Land. 26 Hektar davon sind Weinberge, auf denen verschiedene Rebsorten für Weiß- und Rotwein angebaut werden. Auf der restlichen Fläche stehen Olivenbäume, aus denen Olivenöl gewonnen wird. Sowohl Wein als auch Olivenöl kann man direkt im Agriturismo verkosten und auch kaufen.

Das Agriturismo Le Rote besitzt insgesamt sieben Wohneinheiten, die auf zwei Ebenen unter gebracht sind. Jede Wohneinheit besitzt einen kleinen Außenbereich mit Tisch und Sesseln und einem Sonnenschirm. Die oberen Wohneinheiten haben teilweise eine Terrasse. Für jede Wohneinheit gibt es im Poolbereich Liegen und einen Sonnenschirm, die für die Dauer des Aufenthaltes reserviert sind. Früh Morgens die Liegen mit Handtüchern reservieren muss man also nicht 😉

Auf die COVID-19 Hygienemaßnahmen wir sehr geachtet, sowohl im Poolbereich als auch in der Wohneinheit steht Desinfektionsmittel zur Verfügung! Und die Verwalter lassen sich nach Eigenaussage regelmäßig auf COVID-19 testen.

Unsere Wohneinheit für 4 Personen befand sich ganz außen im Erdgeschoss. Gleich positiv aufgefallen ist mir das alte Gemäuer und die hübschen gewölbten Decken. Die Einrichtung ist sehr einfach und rustikal. Ich persönlich lege aber keinen Wert auf fancy Interieur. In der Wohnung war alles Wichtige enthalten. Mehr benötigen wir nicht.

Das Agriturismo Le Rote eignet sich super als Homebase für Ausflüge in der Toskana. Wir haben zu all unsere Ziele etwa eine Stunde Fahrzeit benötigt! Abgesehen davon sind sowohl der Wein als auch das Olivenöl hervorragend und eignen sich perfekt als Mitbringsel!

{Unterwegs} in der Toskana: San Gimignano

Die Fotos sind wie immer eine bunte Mischung aus meiner Kamera und der des Misters!

San Gimignano. Den Beinamen „Manhattan des Mittelalters“ trägt dieses Städtchen nicht zu Unrecht. Von den ursprünglich 72 Geschlechtertürmen, die schon von weitem zu sehen sind, sind heute zwar nur mehr 15 erhalten. Trotzdem zählt diese Skyline mit Sicherheit zu den meistfotografierten Sehenswürdigkeiten der Toskana!

Aufgrund der Corona Pandemie stand der Sommerurlaub in mehrerer Hinsicht sehr lange auf wackeligen Beinen. Reisebeschränkungen seitens der Staaten und meines Unternehmens. Als man wieder über die Grenzen reisen durfte, mussten wir gefühlt noch ewig warten, bis auch die ÖBB wieder ihren Dienst aufnahm. Und dann hat mir unsere Hausärztin noch geraten einen COVID19-Test zu machen, da die Jungs Anzeichen hatten. Erst als wir das vollbepackte Auto am Hauptbahnhof verladen und unser Abteil beziehen (mit negativen Corona-Tests), stellt sich langsam ein Urlaubsgefühl und vor allem Vorfreude ein!

Kurz nach 20 Uhr geht unsere Reise mit dem Autoreisezug los und gegen 9 Uhr kommen wir in Livorno an. Da der Zug mit nicht mal fünf Autos und ebenso vielen Motorrädern kaum belegt war, geht das Entladen sehr schnell und wir können uns in Richtung Unterkunft aufmachen, die sich eine gute Stunde entfernt befindet.

Da San Gimignano von der Unterkunft aus nur etwa 7 km entfernt ist, beschließen wir den ersten Urlaubstag in der Toskana nach dem Check in und Auspacken gleich mit Sight Seeing zu beginnen! Außerdem nähert sich die Mittagszeit und die Belegschaft hat Hunger 😉

Am Fuße der Stadt gibt es mehrere Parkplätze, da nichts los ist, nehmen wir den erstbesten und zur Stadt nächstgelegenen (Parcheggio Via Bagnaia).

Stadtspaziergang

Das Stadtzentrum ist überall ausgeschildert und so ist unser erstes Ziel klar. Die Restaurants (teilweise sehr touristisch) sprechen uns allesamt nicht sonderlich an und so gehen wir dann einfach ins nächstbeste am Piazza della Cisterna, wo es auch Pizza gibt. Fehler. Denn die Pizza war aus dem Tiefkühlfach und schweineteuer, auf mein Essen wurde vergessen und sonderlich aufmerksam war der Kellner auch nicht. Aber bitte. Das Eis der Gelateria Dondoli macht alles wieder gut! Gut gesättigt streifen wir durch die Stadt. Das Touristenaufkommen ist für mich schon grenzwertig aber grad noch erträglich. Ich möchte mir aber nicht vorstellen, wie voll die engen Straßen vor Corona waren!

Auf der Via San Matteo reiht sich ein Geschäft, ein Lokal neben das andere. Viel Ramsch, viele Souvenirs aber auch sehr viele handwerklich gefertigte Produkte aus Holz oder Leder. An einem Shop mit wunderschönen Leinensachen sehe ich ein Shirt, das laut meinen Namen schreit und muss es unbedingt mitnehmen. Und ich liebe es ♥ Alleine unterwegs wäre ich wohl noch in dem einen oder anderen kleinen Shop auf dieser Straße eingefallen…

Das nächste Ziel ist der Rathausturm Torre Grossa, von dem man wohl den besten Ausblick über die Stadt hat, da er der mit 54 m der höchste Turm in San Gimignano ist. Leider ist der Turm an diesem Tag geschlossen und wir schaffen es auch in den kommenden Tagen nicht mehr nach San Gimignano. Mehr oder weniger daneben befindet sich San Gimignano 1300, ein kleines Museum. Das Highlight dieses Museums ist auf jeden Fall das riesige aus Keramik gefertigte Modell (im Maßstab 1:100) der Stadt. Der Eintritt ist kostenlos gewesen, wobei ich aber denke, dass bei unserem Besuch nicht alles zugänglich war, wenn ich mir die Webseite ansehe.

Unser Spaziergang führt uns weiter zur Burgruine Rocca di Montestaffoli. Früher diente die Burg als „Wohnhaus“ und später als Festung. Heute ist von den ursprünglich fünf Türmen nur noch einer frei zugänglich. Dieser bietet jedoch eine wundervolle Aussicht auf San Gimignano und entschädigt uns ein wenig dafür, dass wir nicht auf den Torre Grossa hinauf konnten.
Auf der Fläche der Burg, die die Form eines Pentagons hat, wachsen Olivenbäume. Hier lässt es sich gut für eine kleine Rast im Schatten aushalten.

Auf dem Weg zurück zum Parkplatz schlendern wir quer durch die Stadt und stoßen auf einen Wegweiser zu den Fonti Medievali. Wir müssen lachen, weil im Lokal, in dem wir zu Mittag gegessen haben, ein Foto von genau dieser Location hing! Bei den Fonti Medievali handelt es sich um eine mittelalterliche Wasserstelle, wo die Stadtbewohner Wasser holen und Wäsche waschen konnten. Ist es im Hochsommer in der Stadt unerträglich heiß, kann man sich hier im Schatten beim Wasser gut abkühlen!

San Gimignano ist ein idyllisches Städtchen, das auf jeden Fall einen Besuch lohnt! Aber wie immer gilt: abseits der Touristenpfade ist es noch viel schöner 😉


← Nebenstehend habe ich euch meine Highlights und wichtigen Punkte mit einem Katzen-Icon auf der Karte markiert!

{UNTERWEGS IN} Norditalien

Zwischen all den Hochzeits- und Urlaubsvorbereitungen habe ich mir einen kleinen Vorgeschmack auf unseren Urlaub auf Rhodos geholt und wieder mal in meinen alten Fotoalben geschmöckert. Dieses Mal war die Norditalien-Reise dran, die ich im September 2000 zusammen mit meinem damaligen Freund gemacht habe. Gut zwei Wochen waren wir unterwegs und haben dabei Hunderte Kilometer mit einem klimaanlagenlosen Auto zurück gelegt. Geschlafen wurde, um den Urlaub möglichst kostengünstig zu halten, im Zelt auf Campingplätzen.

Die schlechte Qualität der Fotos sei mir verziehen, „damals“ wurde noch analog fotografiert und die Fotos sind nur eingescannt =)

Unser Trip fing schon mal eher bescheiden an, da uns am Vormittag als wir Richtung Süden losfahren wollten gleich mal die Vorderachse des Autos gebrochen ist. Also hiess es erstmal auf die Schnelle einen Mechaniker auftreiben, der uns den Schaden noch am selben Tag reparieren konnte. Wir haben dann tatsächlich einen gefunden und konnten wirklich noch am selben Tag los! Wir haben es allerdings nicht mehr nach Italien geschafft, sondern haben beschlossen einen Stopp am Wörthersee zu machen und haben die Nacht am Campingplatz Strandbad Klagenfurt verbracht.

Italien

 

In der Früh ging’s dann endlich weiter und schon nach kurzer Zeit haben wir die italienische Grenze passiert! Unser erstes Ziel in Italien war Cinque Terre, fünf malerische Örtchen direkt an der Küste. Leider kam dann auch die Enttäuschung. Zum einen darf man mit dem Auto (verständlicherweise) nicht in die Orte runter fahren, zum anderen sind sie wahnsinnig Touristenüberlaufen und für jeden Pups musste man bezahlen. So haben wir beschlossen, dass uns die tolle Aussicht auf die Orte reicht und sind dann einfach die Küste weiter südlich gefahren. Nach einer kurzen Rast in La Spezia (wunderhübsche Promenade) haben wir die Nacht dann im nahegelegenen Lerici verbracht.

Cinque Terre | Italien

 

Am Folgetag ging’s dann weiter an der Küste entlang, an Carrara, das für seinen weissen Marmor bekannt ist, vorbei nach Pisa. Obligatorisch ist natürlich der Besuch des Schiefen Turms, der damals allerdings gesperrt war. Wirklich spannend fanden wir das Areal dann eigentlich auch nicht (ausserdem ebenfalls von Touristen überlaufen) und so ging’s noch weiter nach San Gimignano. Auch wenn man von diesem Ort noch nichts gehört hat, Bilder davon hat man bestimmt schon mal gesehen. Das mittelalterliche Manhattan zählt wohl neben Florenz und Pisa zu den meistbesuchten Orten in der Toskana. Kein Wunder, denn er ist wirklich beeindruckend! Überall stösst man auf die Geschlechtertürme, die teilweise über 50 m hoch sind!

Pisa | Italien

 

San Gimignano | Italien

 

Für die folgenden Nächte haben wir uns dann am Campingplatz „Michelangelo“ einquartiert, der sich etwas ausserhalb von Florenz befindet, dafür aber einen tollen Blick auf die Stadt bietet. Florenz hätte weit mehr als einen ganzen Tag benötigt, aber ich habe zumindest die Nase des Bronze-Ebers Porcellino gestreichelt, was Glück bringen soll =) Nebenbei haben wir uns natürlich auch die übrigen Sehenswürdigkeiten wie den Neptun Brunnen, den berühmten David, die Ponte Vecchio sowie den Domplatz Santa Maria del Fiore angesehen. Leider waren wir aufgrund der Menschenmassen so gut wie nirgendwo drinnen. Inzwischen ist es zum Glück möglich diverse Eintrittskarten schon von zu Hause aus online zu kaufen um sich so ewig lange Wartezeiten zu ersparen.

Florenz | Italien

 

Porcellino | Florenz | Italien

 

Wenn man in Florenz ist, kann man auch gleich einen Abstecher nach Verona machen um sich das berühmte (angebliche Eltern) Haus der Julia (Casa di Giulietta) samt dem (nachträglich angebauten) Balkon anzusehen. Hier kann man, wie alle anderen Touristen auch, der Julia an den Busen grapschen. Ansonsten fand ich Verona relativ unspektakulär.

Verona | Casa die Guilietta

 

Um nach den vielen gefahrenen Kilometern ein wenig zu relaxen haben wir uns dann wieder Richtung Norden und heimwärts aufgemacht und für zwei Tage in Torbole am Gardasee am Campingplatz Europa niedergelassen. Eine wunderschöne und imposante Umgebung! Die Berge rundherum bieten wirklich eine Wahnsinnskulisse – besonders toll bei starken Gewittern. Nicht. Ich glaube, das war bisher mein mit Abstand grösstes Schreckerlebnis. EVER! Zu dieser Zeit gingen überall sehr starke Gewitter nieder, und umgeben von den hohen Bergen hatte ich das Gefühl, dass das Wetter hier drinnen richtig gefangen war. Wir hatten richtig Angst und haben die Nacht schlaflos im Auto verbracht, weil es im Zelt nicht auszuhalten war – ich hatte permant Dorothy von „The Wizard of Oz“ im Kopf, die mit ihrem Haus davon fliegt. So schlimm war es (zumindest für uns) dann doch nicht, wir hatten das Zelt gut gesichert und unsere sieben Sachen waren noch an Ort und Stelle, was man von anderen nicht behaupten konnte…
Nicht weit von Torbole entfernt befindet sich der bekanntere und weit grössere (und teurere) Ort Riva del Garda, der zum flanieren einlädt.

Torbole | Gardasee | Italien

 

Torbole | Gardasee | Italien

 

Venedig

Den Abschluss unserer Autotour bildete Venedig. Nachdem wir nach den fast zwei Wochen auf diversen Campingplätzen schon Sehnsucht nach einem richtigen Bett und einem eigenen Badezimmer hatten, wollten wir uns im nahegelegenen Vorort Mestre ein Hotel suchen. So spontan irgendetwas zu finden ist in und auch um Venedig gar nicht mal so einfach – wie gesagt, es war 2000 und Internet am Handy noch nicht ganz so verbreitet wie heute. Nach einigem Hin und Herfahren haben wir dann noch halbwegs erschwinglich im Hotel „da Tito“ ein Zimmer mit Frühstück bekommen. Das relativ einfache Hotel liegt zwar Mitten in Mestre, ist aber direkt an einer Bushaltestelle gelegen, von wo aus man direkt nach Venedig hinein kommt!

Venedig | Italien

 

Meine grosse Liebe! Das war mein erster Besuch in der Lagunenstadt, bei dem wir uns noch mehr an das Touristen Programm gehalten: den Campanile erklommen und Venedig von oben betrachtet, haben die Tauben am Markusplatz (angewidert) bestaunt, haben uns von den Menschenmassen (mehrmals) über die Rialtobrücke schieben lassen, sind durch die engen Gassen und kleinen Kanälchen geschlendert, mit den Vaporetti kreuz und quer durch die Stadt gefahren und haben verzweifelt einen kleinen Shop mit handgemachten Masken gesucht, wo ich nicht gleich einkaufen wollte =D Ich habe nämlich eine wunderschöne, vergoldete Maske in Form einer Feder gesehen. Der Preis war einfach total hoch und so habe ich sie damals nicht gekauft und mich noch jahrelang drüber geärgert. Ich musste also wieder kommen! Drei Jahre später war ich dann aber nochmal in Venedig und hab mir diese Maske gegönnt und so hängt sie nun im Vorzimmer und ich freue mich jeden Tag drüber. 2009, nach meinem dritten Besuch, hat sie dann übrigens noch Verstärkung in Form eines vergoldeten Blattes bekommen…

Venedig | Italien

 

Venedig | Italien

 

Nach Venedig ging’s dann auch wieder direkt heim. Nach den unzähligen gefahrenen Kilometern wollten wir eigentlich auch nur noch nach Hause und wieder im eigenen Bett schlafen.
Es war ein spannender und sehr kulturreicher Urlaub, ich würde aber heute einiges anders machen als damals. Da ich damals noch keinen Führerschein hatte musste mein Ex-Freund die gesamte Strecke alleine fahren und das ist schon sehr anstrengend. Ich fand es auch sehr schade, dass wir vom Nachtleben leider nichts mitbekommen haben, weil mein Ex leider nicht so viel Energie wie ich hatte =D

Habt ihr auch eine Italienrundreise gemacht?
Und habt ihr auch eine Stadt, in die es euch immer wieder zieht?
 
Liebe Grüsse,

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