{DIY} Kleiderliebe von Jojolino

Die Facebook Gruppe „Frauenkleidung selber nähen“ ist echt mein Ruin. Ständig stolpert man über ein wunderschönes selsbtgenähtes Teil nach dem anderen. Und jedes Mal denke ich mir: „Das brauche ich auch!“ Ich habe echt den Überblick darüber verloren, wie viel Geld in den letzten Monaten in Schnittmuster, Stoff und sonstiges Nähzubehör geflossen ist. Und ehrlich? Ich will es, glaub ich, auch gar nicht wissen!

Als ich die „Kleiderliebe“ von Jojolino zum ersten Mal in der kurzen Variante gesehen habe, hab ich ihr noch gar keine wirkliche Beachtung geschenkt. Dann habe ich mir das das Kleid mal genauer angesehen und bin auf ein Foto von einer Maxi-schwarz-weiß-Streifen-Version gestoßen und dann war es um mich geschehen! Das musste ich einfach auch haben!

Noch im Jänner ist das Kleid entstanden. Nur für die Fotos war irgendwie nie Zeit. Aber da sich das Rot meiner Haare langsam auswäscht und ich es vorerst nicht mehr nachfärben werde (die nächste Farbe wartet schon!) musste ich endlich Fotos machen. Zudem hat auch das Wetter endlich mal wieder halbwegs mitgespielt.

Das Kleid ist recht schnell und auch einfach genäht und lässt sich in den unterschiedlichsten Varianten zusammenstellen: lange Ärmel, kurze Ärmel, halblange Ärmel, kurzer Rockteil, langer oder mittellanger, aus einem Stoff oder mehrere kombiniert… Der Phantasie sind da ja keine Grenzen gesetzt. Auch der Schuhwahl… Dr. Martens Stiefel sind ja wahnsinnig flexibel und ich finde, sie passen auch fast überall dazu. Und hübsche Kleidchen oder Röcke hab ich schon zu Schulzeiten am liebsten mit Martens kombiniert. Denn der Girlie-Look ist definitiv nichts für mich.

Der eyecatcher bei diesem Outfit ist aber auf jeden Fall der rote Bindegürtel aus Leder, der zufällig gerade die gleiche Farbe wie meine Haare hat. Ich liebe diese Gürtel, sie peppen nahezu jedes Kleid auf und kaschieren nebenbei auch ein bisschen den Bauchspeck.

Ein weiteres kleines Detail sind einerseits die kleinen Puffärmel sowie die gestreiften Taschen. Ich hätte sie auch unauffällig aus schwarzem Jersey nähen können, aber das war mir zu langweilig. Abgesehen davon #streifenliebe! Davon kann ich nicht genug haben!

Das einzige, das mir an der Kleiderliebe aufgefallen ist, der Oberteil könnte eine Spur länger sein. Aber das ist eine persönliche Vorliebe, die ich beim nächsten Kleid ganz einfach und unproblematisch anpassen/verlängern kann. Und ich kann schon sagen, dieses Kleid wird sicher nicht das einzige bleiben. Es wird wohl Verstärkung in Form einer kürzeren Variante mit kurzen Ärmeln bekommen. Vielleicht such‘ ich mir auch einen witzigen Jersey für den Unterteil… We will see.


{DIY} Tragetasche Bi_bag

In letzter Zeit habe ich so viele coole Kleidungsstücke genäht, die ich eigentlich zeigen möchte. Aber irgendwie fehlt mir ständig die Zeit zum Fotografieren! Ein Kleid oder ein Shirt ist eben doch nicht so schnell fotografiert, wie die neueste Tasche… Also bleiben wir gleich mal beim Thema Taschen. Die Suche nach der ultimativen Tasche ist wohl eine lebenslage Aufgabe. Wahrscheinlich aus diesem Grund habe ich ständig den innerlichen Drang, ein neues Taschenschnittmuster auszuprobieren. Dabei hab ich eigentlich gar nicht so viele Anforderungen und die Bi_bag erfüllt doch schon einen Großteil davon.

Vor einiger Zeit bin ich beim Nähen des anderen Rucksacks auf Dry Oilskin als Material für Taschen gestoßen und liebe es ♥ Dry Oilskin ist leicht, aber hat doch etwas Stand, was ich für Taschen im Knautschlook sehr gerne mag. Außerdem ist er wasserabweisend und relativ pflegeleicht. Geringer Schmutz lässt sich ausbürsten und ab und an darf er auch bei niedriger Temperatur in der Waschmaschine (30°C Handwäsche) gewaschen werden. Kein Wunder also, dass ich für die Bi_bag wieder dazu gegriffen habe. Und den schlauen Füchsen ist wahrscheinlich schon aufgefallen, dass meine Bi_bag dem anderen Rucksack sehr ähnelt. Never change a winning team, nicht wahr?

Mein winning team besteht aus dem gerade angesprochenen Dry Oilskin in black (weil black is my happy colour 😉 ) sowie grauem Gurtband. Das Taschenzubehör ist dieses Mal gesamt in Metal mit rainbow-finish gehalten, das ich (genauso wie den Dry Oilskin, das Innenfutter sowie das Webband und den Magnetverschluss) bei Snaply gefunden habe.

Sowohl der Zuschnitt als auch das Nähen selbst war kein Problem und an einem Nachmittag erledigt. Die einzige Herausforderung gab es für die Nähmaschine, als ich sie über zwei Lagen Oilskin und zwei Lagen Gurtband drüber gequält habe, aber meine Pfaff Select 3.0 hat auch das mehr als gut gemeistert.

Facts

  • Größe: ca. B40 cm x H40 cm x T15 cm
  • kurzer Tragegriff und variabel verstellbarer, abnehmbarer Schultergurt
  • außen großes Einsteckfach
  • kleines flaches Fach im Einsteckfach
  • kleines Zippfach außen für Kleinkram
  • Futtertasche mit Zipp
  • Magnetverschluss

Die Bi_bag fasst alles, was ich so an Zeugs an einem Tag unterwegs brauche – inklusive 1 Liter Trinkflasche und Thermosbecher. Und ein A4 Ordner hat auch noch Platz in diesem organisierten Wunderwutzi!
Einzig mit dem einzelnen Magnetverschluss bin ich nicht 100%-ig zufrieden. Mit dem mittigen Verschluss bleiben doch recht große Eingriffslöcher, bei denen ich mir die wildesten Diebstahlsgeschichten ausmale. Aber das ist wohl mein persönliches Problem (wobei mir noch nie etwas gestohlen wurde *klopft auf Holz*.
– Und die Henkel hab ich falsch herum angenäht, irgendetwas muss ja schief laufen…
Ansonsten lieb‘ ich meine neue Tasche sehr ♥

{DIY} SHO!underwear Probenähen

Wenn Silke von SHO! zum Probenähen aufruft, kann ich nicht widerstehen und muss mich bewerben. Dieses Mal kam der Aufruf für die SHO!underwear, ein sportlich geschnittenes Wäscheset, das sich super aus dem einen oder anderen Jerseyrest nähen lässt!

Für ein Set benötigt man gerade mal 60 cm (bei 150 cm Breite) und das Set lässt sich sogar aus Lycra nähen und somit in Bademode verwandeln!

Ich hab mich dieses Mal beim Ausprobieren richtig ausgetobt und echt viele Teile genäht um schlussendlich „meine“ Variante zu finden. Falzgummi (von dem ich irgendwie immer zu wenig hatte, egal in welcher Farbe), Wäschegummi, Unterbrustgummi, Unterbrustband aus Jersey, doppelt genähte Cups, Neckholder, überkreuzt, gerade…

Aber die schlichte schwarze Version aus festerem Jersey mit breitem Bund und geraden, breiten Trägern ist mein Favorit. Das Set trägt sich so unglaublich angenehm, das kannst du dir nicht vorstellen. Da rutscht kein Träger und der Po frisst auch nicht den Slip, alles ist gerade richtig bedeckt!

Erhältlich ist die SHO!underwear zum Beispiel hier:

Vielen Dank an Silke von SHO, dass ich Teil des Probenähens sein durfte!
Es hat mir wieder großen Spaß gemacht!

{DIY} Bluse Frau Yoko von Studio Schnittreif

Vor einiger Zeit schon habe ich mir diesen hübschen türkisen Musselin mit den weißen Sternen gekauft. Eigentlich für ein weiteres Frau Lizzy Top. Aber irgendwie hatte ich dann mit vier Stück doch genug und so blieb der Sternen Musselin im Kasten liegen.

Dann gab es bei einer der verflixten makerist 2€ Aktionen das Schnittmuster Frau Yoko von Studio Schnittreif. Ich wollte es gerne aus einem ganz leicht fließenden, seidigen Stoff und so habe ich ein altes Seiden-Schlafsack-Inlay zerschnitten und begonnen Frau Yoko daraus zu nähen. Aber meine Güte, was habe ich geflucht, weil das ganz so rutschig-flutschig ist! Und so hab ich’s unfertig in eine Ecke gepfeffert und sein lassen. Bis mir der Musselin wieder in die Hände gefallen ist. Der Schnitt ging sich gerade so mit dem Stoff aus, jedoch musste ich beim Beleg vorne und hinten in der Mitte stückeln, was aber nicht weiter störend ist, finde ich.

Frau Yoko ist recht einfach und schnell zu nähen und die Schnittgrößen entsprechen auch den Kaufgrößen.
Im Unterschied zur Nähanleitung habe ich den Halsausschnitt noch etwa 2 cm vom Rand abgesteppt. Dadurch ist ein kleiner Stehkragen entstanden, der, wie ich finde, sehr gut zum Schnitt passt.

Am unteren Bund wollte ich ein faules Bündchen machen, hatte jedoch (wie jedes Mal) einen Denkfehler und habe es verkehrt herum genäht. Ich habe es dann einfach noch mit einem großen Zickzackstich abgenäht und jetzt sieht es gewollt aus – bis auf die kleine Seitennaht, die man sieht oder nicht sieht, wenn man nicht darauf achtet…

Den Schnitt mag ich grundsätzlich gerne, er ist dem vom Top Frau Lizzy nicht ganz unähnlich (A-Form). Jedoch mit dem Musselin werde ich nicht ganz warm. Irgendwie muss ich ständig an Pyjama denken, wenn ich mich damit ansehe. Aber vielleicht liegt es auch nur daran, dass ich dieses Mal ungeschminkt und quasi gerade aus dem Bett bin? Ich habe auch keine Ahnung, wo ich auf den Fotos hinsehe (viel schlimmer finde ich jedoch, dass ich teilweise meine Mutter in mir erkenne)… Trotzallem ist es wirklich bequem zu tragen. Vielleicht stelle ich die Seidenversion ja doch noch fertig…

Was meinst du, ist Musselin tragbar oder ist das ein Stoff,
der nur für Spucktücher reicht?

{DIY} Jacke La Kima

Lange bin ich um dieses Schnittmuster herumgeschlichen. Ob ich so eine Jacke (in Österreich sagt man dazu eher Weste) überhaupt anziehe? Viel zu groß, viel zu weit, viel zu viel? Aber trotzdem mit Pfiff. Dank einer €2,- bei makerist, ist die La Kima von Schnittgeflüster dann aber doch noch in meinen Warenkorb gehüpft. Und ich bin echt froh!

Die Schnittdatei kommt in drei Größen: 32-38, 40-46 sowie 48-56. Ich selbst trage etwa 38-40 und ich denke, dass die Größe 32-38 mit Sicherheit auch noch eine 42 vertragen hätte, so groß geschnitten ist diese Jacke. Aber ok, es ist schließlich auch eine Megasize Jacke, insofern passt das dann doch wieder mit der Größe…

Es gibt eine lange sowie eine kürzere Version zur Auswahl. Außerdem einen weiten Ärmel (den ich gewählt habe) und einen Bündchenärmel (entweder lang oder 3/4-Länge). Ich liebe die Länge! Mit den Ärmeln bin ich aber nicht ganz so im Reinen. Einerseits sehen sie sehr lässig aus, sind jedoch gerade bei der Arbeit ziemlich störend. Ich hatte beispielsweise beim Wickeln ständig einen Kinderfuß im Ärmel drinnen 😀 So würde ich eine weitere Version mit ziemlicher Sicherheit mit Bündchenärmel nähen, damit ich nicht überall hängen bleibe.

Besonders freut mich, dass La Kima standardmäßig Taschen hat und ich nicht extra noch welche dazuschustern muss. Denn bei mir braucht wirklich jedes Kleidungsstück Taschen 😀

Als Stoff hätte ich mir eigentlich eher einen dünnen Jersey vorgestellt. Dann bin ich aber über den kuscheligen, aber trotzdem nicht allzu dicken Viskose-Strick gestolpert und der Jersey war schnell vergessen!

Zum Abschluss hab ich noch einen Azrael für dich. Leider muss er immer gewaltsam gekuschelt werden. Aber wenn er schon auf Photobomber macht, wird er gekuschelt. Ob er nun will oder nicht. Und aus. Aber er schnurrt immer, also kann’s nicht so schlimm sein 😉 Meine kleine Dramaqueen…

Wie gefallen dir solche Oversize beziehungsweise Megasize Jacken?


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