{Unterwegs} in Wien: Stadtwanderweg 1a – Leopoldsberg

Stadtwanderweg 1a – Leopoldsberg. Eigentlich wollte ich den Stadtwanderweg 1a, der über den berüchtigten Nasenweg hinaufführt, bis zum Schluss übrig lassen. Sohn N°2 hat sich aber für diesen Weg entschieden und bevor er sich’s doch wieder anders überlegt, haben wir den Stadtwanderweg 1a eben vorgezogen.

Eckdaten

  • Start und Ziel: 19., Nußdorfer Platz
  • Länge: 11 Kilometer
  • Gehzeit: circa 3 bis 4 Stunden
  • Stempelstelle für den Wanderpass: Waldseilpark Kahlenberg

Route

Nußdorfer Platz – Donaustrandpromenade – Kahlenbergerdorf – Nasenweg – Leopoldsberg – entlang der Höhenstraße zum Kahlenberg – Kahlenberger Straße bis Abzweigung Eichelhofweg – nach Norden (zuerst Feld-, dann Waldweg) zum Waldbachsteig – Kahlenbergerdorf – Donaustrandpromenade – Nußdorfer Platz

Eine Besonderheit des Stadtwanderweges 1a ist der Nasenweg mit seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt sowie seinen wechselnden Ausblicken auf die Donau.“ – Ich muss gestehen, ich konnte mich beim Hinaufhecheln nicht auf die Tier- und Pflanzenwelt konzentrieren. Meine Atmung forderte meine ganze Aufmerksamkeit. Die tollen Ausblicke auf die Donau habe ich dagegen bei jeder einzelnen Pause sehr genossen – und es waren sehr, sehr viele Pausen bei unserem etwa einstündigen Aufstieg!

Wir finden direkt am Nussdorfer Platz einen Parkplatz und beginnen den Stadtwanderweg 1a an der Donaustrandpromenade. In meiner Kindheit habe ich im 20. Bezirk direkt am Donaukanal gewohnt und so sind wir oft mit den Fahrrädern den Donaukanal ab- oder aufwärts gefahren. Der Weg ist mir deshalb nicht neu gewesen. Trotzdem spannend zu sehen, was sich seit meiner Kindheit hier getan hat. Ein Highlight für mich ist hier auf jeden Fall die Schemerlbrücke – für mich die Löwenbrücke. Ich mochte sie als Kind schon sehr gerne (natürlich wegen den Löwen), heute verbinde ich in erster Linie die großartige Architektur Otto Wagners damit. Es ist zwar sonnig aber ziemlich windig und dadurch eiskalt und so halten wir uns nicht lang hier auf, bewegen uns stetig in Richtung Kahlenbergerdorf.

Auch im Kahlenbergerdorf hat sich seit meinem letzten Besuch einiges getan. Einer meiner Bekannten hatte hier einen Heurigen, bei dem ich früher des öfteren eingekehrt bin. Inzwischen wurde der Heurige verkauft und ich habe keine sonderliche Bindung mehr zum Kahlenbergerdörfel. Die Heurigen hier sind auch nicht unser Ziel, sondern der berühmt-berüchtigte Nasenweg!

Gefühlt unendlich viele Stufen stehen uns bevor. Es ist, wie gesagt, windig und die Pausen, die wir machen, sind nicht sonderlich angenehm. Der Ausblick auf Wien und die Donau versöhnen jedoch zumindest ein kleines Bisschen. Nach gefühlt 5 Stunden bergauf (ok, es war nur eine gute Stunde) erreichen wir endlich den 425 m hohen „Gipfel“ des Leopoldsberg und machen am Fuße der Leopoldskirche unsere Mittagspause. Wie gut, dass ich die heiße Suppe eingepackt habe! An einem wärmeren Tag wären wir hier sicherlich länger verweilt. So essen wir schnell unsere Kornspitz mit Suppe und wandern weiter.

Der Weg führt nun entlang der Höhenstraße und unter dem Hochseilgarten vorbei zum Kahlenberg. Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Abschnitt in meinem Leben schon gegangen bin. Ich denke, am Kahlenberg ist es DER kurze Wanderweg schlechthin. Viele parken ihr Auto nämlich am großen Parkplatz am Kahlenberg, spazieren zum Leopoldsberg hinüber und wieder zurück und fahren dann wieder nach Hause… Der optimale kurze Sonntagsverdauungsspaziergang nach dem Mittagessen.

Der Stadtwanderweg 1a folgt hier nun ein Stück weit der Kahlenberger Straße am Hotel Kahlenberg und der Modul University vorbei zum Nussberg mit seinen stadtbekannten Heurigen. In den warmen Monaten lohnt sich hier auf jeden Fall der eine oder andere Stopp für eine Einkehr mit tollem Ausblick (Mayer am Nussberg sowie Sirbu kann ich sehr empfehlen). Da hier im Winter jedoch alles zu hat, wandern wir weiter. Der Weg biegt genau vor dem Heurigen Sirbu ab und führt uns über den Unteren Weisleitenweg zum Waldbachsteig wieder hinunter ins Kahlenbergerdörfl und schlussendlich zur Donaupromenade.

historische Schlacht zum Ende der zweiten Türkenbelagerung
Donauweibchen

Die Wiener Stadtwanderwege

{Unterwegs} in Wien: Stadtwanderweg 2 – Hermannskogel

Stadtwanderweg 2 – Hermannskogel. Die Wanderung führt zum höchsten Punkt Wiens, durch ein traditionelles Ausflugsgebiet mit vielen Freizeiteinrichtungen.

Eckdaten

  • Start und Ziel: 19., Autobus 39A Endstation Sievering
  • Länge: 10 Kilometer
  • Gehzeit: circa 3 bis 4 Stunden
  • Stempelstelle für den Wanderpass: Gasthaus zum Agnesbrünnl

Route

Autobus 39A Endstation Sievering – Agnesgasse – Salmannsdorfer Höhe – Häuserl am Stoan – Grüass-di-a-Gott-Wirt – Hermannskogel – Jägerwiese – Bei der Kreuzeiche – Cobenzl – Am Himmel – Gspöttgraben – Sieveringer Straße – Autobus 39A Endstation Sievering

Wir haben für den Stadtwanderweg 2 wiedermal Nebelwetter erwischt. Aber wenn ich ehrlich sein soll, ist mir zum Wandern dieses Wetter fast so gar lieber. Es sind meist weniger Menschen unterwegs und die Stimmung im Wald ist einfach eine ganz besondere. Abstriche muss man an solchen Tagen allerdings schon machen. Mit Fernsicht kann so ein Tag natürlich nicht dienen…

Wir finden direkt in der Agnesgasse einen Parkplatz und beginnen die Wanderung ein paar Meter nach dem offiziellen Startpunkt. Über die Salmansdorfer Höhe geht es an Weinbergen vorbei in den Wald und leicht uns stetig bergauf zum Häuserl am Stoan. Angeblich soll es hier sehr gute Schnitzl geben. Bei unserem Besuch ist das Lokal jedoch geschlossen und auch von den Schafen, die hier herumlaufen sollen, sehen wir nichts. Und so geht es einfach weiter durch den nebelverhangenen Wald.

Bei der großen Wiese neben dem Grüass-di-a-Gott-Wirt legen wir eine Mittagspause ein. Dann geht es wieder in den Wald hinein. Nun folgt der Aufstieg zum höchsten Punkt Wiens: der Habsburgerwarte am Hermannskogel (542 m). Die Sicht soll an klaren Tagen sogar bis zum Schneeberg reichen! Der Abstecher vom Wanderweg dauert gerade einmal 5 Minuten, jedoch ist es so neblig, dass man ohnehin nicht viel sehen würde. Abgesehen davon sind vor uns etliche Leute abgebogen, so dass wir uns bei der Warte dann nicht mit anderen Menschen zusammen drängen wollten. Die Kinder wollten ohnehin nicht und so sind wir einfach weiter gegangen.

Der nächste Punkt auf der Wanderung ist das Gasthaus zum Agnesbründl an der Jägerwiese. Hier lässt sich mit Kindern gut Pause machen, da man zum einen essen und trinken kann. Andererseits gibt es auch eine große Wiese samt Kinderspielplatz.
Später würde der Weg an der Höhenstraße entlang beim Landgut Cobenzl vorbei führen. Wir entschließen uns jedoch für einen kleinen Abzweig zum Lebensbaumkreis am Himmel, wo wir unsere Lebensbäume suchen. An diesem Tag ist hier unheimlich viel los, da unterhalb des Oktogons ein Kürbisfest stattfinden sollte. Aufgrund des starken Nebels wurde es jedoch abgesagt. Es sind trotzdem Menschenmassen unterwegs.

An der Caritas Schule am Himmel vorbei führt der Stadtwanderweg 2 am Spöttgraben entlang wieder zum Ausgangspunkt an der Sieveringer Straße/Agnesgasse.

Besonders der letzte Teil rund um den Cobenzel eignet sich super für Kinder. Sowohl das Landgut Cobenzl als auch der Lebensbaumkreis bzw. der große Spielplatz beim Oktogon lassen Kinderherzen höher schlagen!


Die Wiener Stadtwanderwege

{Unterwegs} in Wien: Stadtwanderweg 3 – Hameau

Stadtwanderweg 3. Nun bleiben nur noch ganz wenige Stadtwanderwege auf unserer to do Liste übrig! Der Stadtwanderweg 3 führt durch die bewaldeten Ecken von Hernals und Döbling.

Eckdaten

  • Start und Ziel: 17., Straßenbahn 43 Endstation Neuwaldegg
  • Länge: 10,5 Kilometer
  • Gehzeit: circa 3 bis 4 Stunden
  • Stempelstelle für den Wanderpass: Häuserl am Roan, 19., Am Dreimarkstein

Route

Straßenbahn 43 Endstation Neuwaldegg – Dornbacher Straße – Waldegghofgasse – Schwarzenbergallee – Schwarzenbergpark – Hameauweg – Hameau – Dreimarkstein – Waldrandweg – Kleeblattweg – Keylwerthgasse – Michaeler Wald – Geroldgasse – Schwarzenbergallee – Straßenbahn 43 Endstation Neuwaldegg

Wie auch bei vielen anderen Stadtwanderwege, beginnt der Stadtwanderweg 3 bei einer gut zu erreichenden Endstelle der Straßenbahnlinie 43 in Neuwaldegg. Da wir mit dem Auto anreisen, parken wir direkt in der Waldegghofgasse beim Schloss Neuwaldegg und beginnen den Stadtwanderweg hier. Schon kurz darauf gelangt man rechter Hand abwärts in den Schwarzenbergpark. Wir gehen die gefühlt endlos lange Allee entlang und verstecken für den Rückweg einen Haufen Kastanien. Sicher ist sicher. Man kann schließlich nie wissen, wofür 😉

Beim Karl-Panek-Denkmal nehmen wir den Weg nach rechts, der uns langsam in den Wald führt. Später beginnt das anstrengenste und steilste Stück des Stadtwanderg 3. Es führt jedoch durch den Wald und ist somit angenehm zu begehen. Das Ende dieser Etappe ist für uns das Hameau. Auf der höchsten Erhebung des Stadtteils Neuwaldegg, befindet sich eine große Wiese mit Bänken sowie eine Schutzhütte. Hier läst es sich sehr fein rasten!

Weiter geht es angenehm durch den Wald, bis man zur (leider sehr lauten) Höhenstraße gelangt. Die Stempelstelle befindet sich im Häuserl am Roan, das sich direkt an der Höhenstraße befindet. Als Raststation kann ich dieses Lokal jedoch nicht empfehlen. Obwohl nicht allzu viel los war, wurden wir bei unserem Eintreffen wurden von den Kellnern gekonnt ignoriert. So haben wir uns einfach den Stempel abgeholt und sind weiter gewandert. Auf sowas kann ich echt verzichten.

Nun geht es wieder abwärts. Ich glaube, der steinige Weg war mit Abstand das unangenehmste und unspektakulärste Stück der Wanderung. Wir gelangen dann wieder in eine urbanere, genauso wenig spannende Gegend und schließen die Runde im Schwarzenbergpark.

Außer im Schwarzenbergpark und am Hameau, wo sich Mountainbiker und halb Bobostan gleichermaßen auf eine Rast treffen, tut sich am Stadtwanderweg 3 nicht allzu viel. Ich muss aber auch gestehen, dass mich dieser Wanderweg landschaftlich nicht sonderlich in den Bann gezogen hat.

Die Wiener Stadtwanderwege

{unterwegs} in Wien: Stadtwanderweg 1 – Kahlenberg

Stadtwanderweg 1. Vor dem Stadtwanderweg 1 von Nußdorf auf den Kahlenberg habe ich mich seit Beginn immer gesträubt und wollte ihn bis zum Schluss aufheben. Der Kahlenberg gehört nämlich mit Sicherheit zum Top-Sonntags-Ausflugsziel der Wiener. Somit ist hier immer viel los.

Eckdaten

  • Start und Ziel: 19., Straßenbahn D Endstation Nußdorf
  • Länge: 11 Kilometer
  • Gehzeit: circa 3,5 bis 4 Stunden
  • Stempelstelle für den Wanderpass: Josefinenhütte

Route

Straßenbahn D Endstation Nußdorf – Zahnradbahnstraße – Beethovengang – Wildgrubgasse – Wildgrube – Sulzwiese – entlang der Höhenstraße – Sender Kahlenberg – Josefinenhütten – Eiserne Hand – Eisernenhandgasse – Kahlenberger Straße – Eichelhofweg – Eichelhofstraße – Nußberggasse – Bockkellergasse – Straßenbahn D Endstation Nußdorf

Der Stadtwanderweg 1 beginnt in Nussdorf direkt bei der Endstation der Linie D und führt erst entlang der Wildgrubgasse mal durch Weinberge und anschließend durch den Wald stetig aber nicht unangenehm bergauf, bis man schlussendlich die Höhenstraße erreicht. Auf dem Weg dorthin konnten wir allerlei geschäftige Tiere beobachten!

Die zu Fuß unspektakuläre Höhenstraße geht man für knapp 10 Minuten leicht bergauf und biegt anschließend bei der Brücke wieder nach rechts in den Wald ab, wo man schon bald den Sender Kahlenberg und die daneben befindliche Stefanie Warte erreicht. Keine 5 Minuten später gelangt man zur Kirche am Kahlenberg. Hier kann man beim Ausblick auf Wien eine Rast einlegen, den Ausblick genießen und die unzähligen Leute beobachten, die hier schnell ein Foto von der Aussicht oder sich selbst mit Aussicht machen und wieder verschwinden. Oder man gönnt sich einen überteuerten Kaffee in einem der beiden Lokale…

Der Weg führt nun am großen Parkplatz vorbei wieder in den Wald hinein. Dies ist das Stück (neben der Höhenstraße), das ich am Stadtwanderweg 1 am wenigsten mag, denn es ist die Verbindung zwischen Kahlenberg und Leopoldsberg, die sehr gerne gegangen wird. Bei der Josefinenhütte kann man sich den Stempel für den Wanderpass holen und nach dem Wildseilpark biegt man auch schon wieder nach rechts in den weniger frequentierten Wald ab.

Die letzte Etappe führt an ettlichen sehr guten Heurigen (Mayer am Nussberg, Wieninger am Nussberg oder Heuriger Sirbu) vorbei, bei denen man den einen oder anderen Stopp auf einen G’spritzen einlegen kann! So geht es noch weiter bergab am einen oder anderen Buschenschank vorbei, bis man schlussendlich von der Eichelhofstraße in die Nussberggasse abbiegt und dann schon bald wieder den Ausgangspunkt erkennen kann.

Ich muss sagen, ich bin wirklich sehr überrascht gewesen, wie abwechslungsreich der Stadtwanderweg 1 doch ist. Das hätte ich mir wirklich nicht gedacht! Das ist auf jeden Fall ein Stadtwanderweg, den wir nochmal gehen werden. Im besten Fall vielleicht ohne Auto und ohne Kinder, wo man dann den Abend in einem der Heurigen und Buschenschanken mit wundervollem Blick auf Wien ausklingen lassen kann!

Die Wiener Stadtwanderwege

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