Teneriffa: Teno Gebirge

Unser Teneriffa Urlaub liegt inzwischen schon wieder ein Jahr zurück. Heute nun endlich, endlich der letzte Teil meines Rückblicks. Ich möchte an dieser Stelle nicht sagen: das Beste kommt zum Schluss, denn Teneriffa besitzt unzählige schöne und vor allem atemberaubende Ecken. Das Teno Gebirge, das geologisch gesehen zu den ältesten Teilen der Insel gehört und sich auf eine Höhe von bis zu 1.345 Meter erhebt, gehört aber definitiv zu den spannendsten landschaftlichen Ecken.

Masca

Zwischen den Orten Buena Vista del Norte und Santiago del Teide führt die Landstraße TF-436 durch das Gebirge und offenbart einen nach dem anderen atemberaumenden Ausblick! Das Aushängeschild dieses Gebietes ist wohl ganz klar das kleine Bergdorf Masca. In jedem Reiseführer wird dieser Ort angeführt und es gibt unzählige wildromantische Bilder davon. Ja, dieser Ort ist aufgrund seiner Lage beeindruckend. Mir persönlich ist es hier aber zu touristisch, deswegen haben wir uns hier auch gar nicht lange aufgehalten. Rund um Masca gibt es einige Wanderwege, die sicher spannend sind und atemberaubende Aussichten bieten. Diese würde ich jedoch nicht im Hochsommer machen.

Los Gigantes

Schon direkt an der Autobahn TF-1 gibt es mehrere Wegweiser zum Aussichtspunkt Mirador Archipenque, von dem aus man einen schönen Blick auf Los Gigantes hat. Mehr gibt es hier dann auch schon nicht mehr zu sehen. Diese riesige Klippe ist aber allein schon sehr atemberaubend. Parkplätze sind Mangelware und man parkt am stark befahrenen Straßenrand. Da sich die Leute hier jedoch nicht allzu lange aufhalten, herrscht ein reges Kommen und Gehen beziehungsweise Fahren und mit etwas Glück kann man einen Parkplatz nicht allzu weit entfernt erhaschen. Weiter unten gibt es dann sicher auch noch die eine oder andere Möglichkeit diese beeindruckende Steilklippe zu bewundern. Und irgendwo unten am Meer muss man auch Bootstouren (Küstenfahrten und das obligatorische Whalewatching) buchen können, denn man konnte von oben das eine oder andere Boot entdecken.

Punto de Teno

Ich liebe Leuchttürme. Besonders, wenn sie so exponiert stehen wie Punto de Teno – das westlichste Zipferl Teneriffas. Der Weg dorthin ist zu Beginn sehr abenteuerlich und vor allem schmal (einspurig). Oft ist die Straße aufgrund von Steinschlägen und Felsabbrüchen gesperrt. Wenn ich richtig gegoogelt habe, ist eine Besichtigung mittlererweile nur noch von 10 -19 Uhr mit dem Shuttlebus von Buena Vista del Norte aus (stündlich oder halbstündlich, je nach Uhrzeit) möglich. Aber Bus hin oder her, die Aussicht hier ist einfach ein Wahnsinn! Und Punta de Teno gehört aber definitiv zu meinen Highlights auf der Insel! Wie immer gilt auch hier: so früh wie möglich, um den Touristenmassen zu entgehen.

Punto de Teno ist übrigens mein absolutes Highlight im Teno Gebirge! Einerseits natürlich der Leuchtturm und die unendliche Weite des Meeres und auf der anderen Seite natürlich der Blick auf das Gebirge!

Ganz anders als das Anaga Gebirge im Westen der Insel, zeigt sich der Osten Teneriffas karger. Trotzdem finde ich auch diesen Teil der Insel unheimlich spannend und die Aussicht ist einfach nur wahnsinnig schön! Auch wenn man sich zwischen dem Bergmassiv plötzlich klein und nichtig vorkommt.

Nachdem ich mit Teneriffa und den Dingen, die ich sehen will, ohnehin noch nicht durch bin, ist ein Wiedersehen mit dieser unglaublich beeindruckenden Insel auf jeden Fall sicher! Besonders, weil ich sie auch „erwandern“ möchte, was mit den Kindern leider ein wenig unter gegangen ist. TENERIFFA, I’LL BE BACK!

Teneriffa: Anaga Gebirge – Sendero de los Sentidos

Teneriffa ist grundsätzlich schon eine sehr beeindruckende Insel, aber das Anaga Gebirge hat mich sprachlos gemacht. Weder Worte noch Bilder könnten dieser Landschaft gerecht werden!

Die Fahrt auf der TF-12 allein ist schon ein Highlight! Der Lorbeerwald, der Ausblick, der sich bei jeder Kurve bietet. Einfach atemberaubend!

Ursprünglich habe ich für unseren Besuch im Anaga Gebirge die Chinobre Runde ausgesucht. Ein einfacher aber wunderschöner Kammhöhenweg durch den märchenhaften Nebelurwald – laut dem Rother Wanderführer. Leider habe ich (obwohl es im Buch eh sehr auffällig gelb markiert ist) überlesen, dass man für diese Wanderung eine (kostenlose) Genehmigung braucht (unbedingt 90 Tage im Voraus online organisieren!). Denn pro Tag ist aus Naturschutzgründen nur 45 Leuten erlaubt diesen Wanderweg zu gehen. Wir haben uns nicht getraut ohne diese Genehmigung zu gehen, denn bei Missachtung ist eine hohe Geldstrafe fällig. Abgesehen davon haben wir das Wetter ohnehin unterschätzt und waren kleidungstechnisch völlig falsch ausgerüstet. So haben wir uns an diesem Tag einen Strandtag gegönnt (und uns gleich mal einen ordentlichen Sonnenbrand eingefangen. Aber das ist wieder ein anderes Kapitel…) und sind an einem anderen Tag erneut ins Anaga Gebirge gefahren und den Sendero de los Sentidos, den Pfad der Sinne, gegangen.

Der Sendero de los Sentidos besteht aus drei Wegen, die entweder separat oder kombiniert gegangen werden können. Sie veraufen teilweise auf einem alten Camino Real, einem königlichen Weg, der die Bergdörfer mit der Stadt La Laguna verbunden hat.

Am Wanderweg finden sich immer wieder Schilder mit Symbolen (Hand, Nase, Auge), die einen dazu auffordern, mehr auf die Umgebung zu achten, zu riechen, zu sehen, anzufassen. Der Sendero de los Sentidos 1 ist ein kurzer Weg, der über einen Steg zu einer Terrasse führt, bei der man sehen kann, wie sich die Natur ihre Umgebung nach einem Feuer wieder zurück holt. Dieser Weg ist auch für Personen mit körperlicher Behinderung sowie Kinderwägen geeignet!

Der Sendero de los Sentidos 3 schließt den Wanderweg 1 und 2 mit ein und führt noch ein Stückchen weiter zu einem Aussichtspunkt, an dem man nach Santa Cruz sehen kann – an einem schönen Tag.

Sendero de los Sentidos 1

  • Schwierigkeitsgrad: für Rollstuhlfahrer zugänglicher Wanderweg
  • Zielwanderweg
  • Länge: 0,34 km
  • Dauer: 10 Min.

Sendero de los Sentidos 2

  • Schwierigkeitsgrad: sehr niedrig
  • Rundwanderweg
  • Länge: 0,54 km
  • Dauer: 15 Min.

Sendero de los Sentidos 3

  • Schwierigkeitsgrad: niedrig
  • Rundwanderweg
  • Länge: 1,27 km
  • Dauer: 30 Min.

Bei unserem Besuch war das Wetter nicht sonderlich atemberaubend, da es durchgängig genieselt hat und an den exponierten Stellen ein wirklich starker Wind gegangen ist. Die Aussichtspunkte konnten wir natürlich nicht genießen, weil: „Meine Damen und Herren, wie Sie sehen, sehen Sie nichts!“. Sind am Wanderweg 1 doch noch ein paar Leute an uns vorbei gegangen, waren am Wanderweg 3 dann wirklich so gut wie gar keine Leute unterwegs. Klar, es war feucht und der Wind teilweise echt sehr unangenehm, aber der Sendero de los Sentidos hat trotzdem einen ganz eigenen Zauber – schließlich liest man nicht umsonst immer wieder vom Bosque Encantado, dem Zauberwald oder Nebelwald.

Die Wanderwege Sendero de los Sentidos sind ein schöner Spaziergang von insgesamt etwa 45 Minuten, je nachdem wieviele Pausen man mit Kindern einlegt, den man mit der richtigen Ausrüstung auch an einem nicht so schönen Tag machen kann.

Teneriffa: Santa Cruz de Tenerife

Ich muss gestehen, Hauptstadt Teneriffas, Santa Cruz de Tenerife, hat mein Herz nicht wirklich erobert. Zu groß, zu laut, zu viele Menschen. Typisch Großstadt eben, schließlich wohnen hier doch über 200.000 Menschen (etwa 1/4 von Teneriffas gesamten Einwohnern). Trotzdem gibt es auch hier einige sehenswerte Plätzchen, die ich dir heute zeigen möchte.

Die Bilder sind wie immer eine Mischung aus meiner Hand und der des Misters.

Parken kann man sehr zentral in der Garage unterhalb des Busbahnhofs (Parking Intercambiador), von dort aus gelangt man schnell zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Umgebung. Eine weitere Parkmöglichkeit befindet sich noch an der Plaza España.

Auditorio de Tenerife

Das Auditorium ist schon von weitem sichtbar und das Wahrzeichen Santa Cruz‘ schlechthin. Das Haus in Form einer Muschel wurde 2003 eröffnet. Sieht man es sich direkt aus der Nähe an, kann man erkennen, dass es komplett mit kleinen weißen Kachelstückchen gefliest ist, die in der Sonne glitzern. Eine wahnsinnig spannende Architektur!

Hier befindet sich auch ein kleines Cafe, bei dem sich eine Kaffeepause (mit hübschen Ausblick auf das Palmetum sowie das Castillo de San Juan Bautista) lohnt! Schau‘ dir auch gleich die mit diversen mehr oder weniger berühmten Stars bemalten Steine vor dem Auditorium an. Hier gibt es wirkich ein paar sprachliche „Schmankerl“ 😀

Mercado de Nuestra Señora de África

Der Mercado de Nuestra Señora de África würde wohl mit seinem halbrunden Eingangsportal, den Schnörkeln und den Türmchen genauso gut nach Marokko passen, denn er erinnert optisch sehr an einen orientalischen Bazar.

Ich liebe es auf den Märkten Spaniens herumzuflanieren! So viele Eindrücke, so viel verschiedenes und teilweise exotisches Obst und Gemüse und generell das bunte Treiben! Herrlich! Hier kann man sich treiben lassen!

Für die Kinder am Spannendsten war hier definitiv das Zoogeschäft. In der Auslage schwimmen bunte Kampffische in kleinen Transportboxen und im Laden selbst finden sich in unzähligen (kleinen) Käfigen diverse Küken. Der ethische Aspekt sei dahin gestellt… Spannend war es auf jeden Fall zu sehen, denn bei uns sieht es in einem Zoogeschäft doch etwas anders aus…

Museo de Naturaleza y Arqueología

Ein wenig Kultur muss sein. Das Museum zeigt eine der bedeutensten Sammlungen der Kanaren. Im Erdgeschoß findet sich alles zur Entstehung der Inseln, die oberen Stockwerke widmen sich unter anderem den Ureinwohner der Kanaren, den Guanchen. Außerdem gibt es eine spannende naturhistorische Abteilung mit allerlei präparierten Tieren und Fossilien.

Casa del Carnaval

Wusstest du, dass auf den Kanaren genauso ausgelassen Karneval gefeiert wird, wie in Rio? In dem kostenlos zugänglichen Museum dreht sich alles rund um den Karneval auf Teneriffa. Es gibt unzählige wunderschöne Kostüme zu bestaunen, eine Videowand und VR Brillen um sich mittendrin zu fühlen und einen Raum, wo man sich selbst verkleiden kann. Außerdem erfährt man einiges zur Geschichte.

Parque García Sanabria

Der Stadtpark eignet sich herrlich zum Entspannen und sorgt während dem Sightseeing dank des hübsch angelegten Spielplatzes auch für ein wenig Abwechslung bei den Kids. Aber auch für Erwachsene ist es spannend, denn hier sitzt man statt unter Laubbäumen unter Palmen und zwischen diesen Palmen fliegen ständig geschäftige grüne Papageien herum.

Ansonsten kann ich wie immer empfehlen, mit offenen Augen durch die Straßen und Nebenstraßen zu gehen. Man kann hier wirklich spannende Dinge entdecken. Ich für meinen Teil fand die Häuser teilweise sehr beeindruckend! So eine Mischung aus Gaudi und irgendeinem Superheldenfilm…


Teneriffa: Loro Parque Tenerife

Loro Parque Teneriffa – „der beste Zoo der Welt“ (2017 & 2018)

Travellers‘ Choice Award

Solche Aussagen schrecken mich persönlich immer ein wenig ab, denn das heisst in erster Linie: viele (viel zu viele) Touristen. Auf meiner Recherche für den Urlaub habe ich mich deshalb sehr lange mit dem Loro Parque beschäftigt.

Spricht man vom 1972 gegründeten Loro Parque kommen einem zunächste die umstrittenen Orca und Delphin Shows in den Sinn. Dabei wurde das Delphinarium erst 1987 eingeweiht und die ersten Orcas kamen überhaupt erst 2006 in den Park! Bis dahin war die Papageien-Show die größte Attraktion.

Ich habe sehr lange überlegt, ob wir dem Loro Parque aufgrund der Orca Situation überhaupt einen Besuch abstatten sollen, denn Tierleid möchte ich nicht unterstützen. Ich habe mich darauf hin kreuz und quer durch das Internet gelesen und habe mir natürlich auch die Dokumentation Blackfish angesehen. Der Loro Parque hat übrigens erst kürzlich die neuesten Analysen zu den Anschuldigungen hier veröffentlich.

Das Ergebnis meiner Recherchen: wir haben den Loro Parque besucht. Und ich bin froh, dass wir ihn besucht haben, denn wir hatten einen wahnsinnig tollen Tag dort!

Allgemeines zum Besuch

Ja, ein Besuch im Loro Parque ist schweineteuer. Das Tagesticket für Erwachsene kostete 2019 €38,- und das Kinderticket €26,-. Das heißt, für eine vierkköpfige Familie legt man gleich mal knapp €130,- nur für den Eintritt auf den Tisch. Und dann kommen natürlich auch noch etwaige Ausgaben für Essen, Snacks und was weiß ich was hinzu.

Ich empfehle deshalb die Tickets auf jeden Fall vorab online zu kaufen und dann gleich das Premium-Kombiticket mit Discovery Tour und Mittagessen (Erwachsene €61,-, Kinder €41,-) zu nehmen. Es zahlt sich auf jeden Fall aus!

Premium Discovery Tour

Wir haben vor Ort die Premium Discovery Tour dazu gebucht und es war die beste Entscheidung überhaupt. Einerseits gab es eine sehr kurzweilige Tour, die 1 Stunde 45 Minuten gedauert hat. Andererseits hatten wir reservierte Plätze bei den Shows sowie ein gar nicht so schlechtes Mittagessen in einem der Restaurants.

Die Discovery Tour führt euch zu folgenden Attraktionen:

  • Alligatoren
  • Aquarium
  • Gorillas
  • Planet Penguin
  • Orca Ocean
  • Animal Embassy (Loro Park Stiftung)
  • Babystation für Jungvögel

Im Rahmen der Tour kommt man in sehr viele Bereiche hinein, in die man als „normaler“ Besucher nicht kommt. Das Highlight war hierbei mit Sicherheit Orca Ocean und das kleine Walbaby Ula (wo man aus Sicherheitsgründen jedoch nicht fotografieren durfte)! Generell sind die Sicherheitsvorkehrungen hier sehr streng.

Die Tour war auf jeden Fall sehr interessant und aufschlussreich und ich kann sie jedem empfehlen! Einzig unsere Tourguide Sonja war ein wenig anstrengend, weil sie so viel deutsches Klischee verkörpert hat…

Mittagessen
Gorillas & Schimpansen
Zen Garden

Zeitplan für einen Tag im Loro Parque

Der Loro Parque ist täglich von 8:30 Uhr bis 18:45 Uhr geöffnet. Wir waren von etwa 9 Uhr bis fast zum Schluss dort und haben uns keine Sekunde gelangweilt. Früh dort zu sein ist wie immer von Vorteil, auch wenn der Parque sehr weitläufig ist und sich die Menschenmassen gut verlaufen. Wir sind mit folgendem Zeitplan sehr gut durch den Park gegangen:

  • 9:35 Uhr: Seelöwen Show
  • 10:00-11:45 Uhr: Discovery Tour
  • 12 Uhr: Mittagessen im Restaurant
  • Katandra Treetops → Ara-Dschungel → Orchideengarten
  • 14:00 Uhr: Orca Ocean
  • 14:45 Uhr: Delfin Show
  • Aqua Viva → Zen Garten → Kinderlandia → Tigerinsel → Schimpansen
  • 16:00 Uhr Loro Show
  • Planet Pinguin

Blumenvielfalt im Loro Parque

Fazit

Zoos im Allgemeinen kann man lang und breit diskutieren. Man wird immer Pros und Contras finden. Besonders die Orca Show fand ich sehr beeindruckend, da man diese riesigen Tiere sonst nie so nah zu Gesicht bekommt. Ich muss aber sagen, dass der Loro Parque auch ohne diese Shows defintiv sehenswert ist! Er erstreckt sich auf 135.000 m² und hat laut Wikipedia einen Gesamtbestand von ca. 4500 Tieren in 570 Arten! Das sind unglaubliche Dimensionen und machen diesen Zoo für mich neben dem Teide auf jeden Fall zu einem must-see auf der Insel Teneriffa!


Teneriffa: Unterwegs am Teide

Wenn man Urlaub auf Teneriffa macht, sollte ein Besuch auf der höchsten Erhebung Teneriffas, dem Teide, unbedingt ebenfalls drinnen sein. Schließlich ist der Teide nicht irgendeine Erhebung, sondern ein Vulkan und nicht irgendeiner sondern, mit 7.500 m über dem Meeresboden, der dritthöchste Inselvulkan der Welt (die anderen beiden befinden sich auf Hawaii)!

Egal wo man sich auf Teneriffa befindet, von fast überall hat man einen Blick auf den 3.715 m hohen Vulkan. Seit 2007 zählt der Parque Nacional del Teide, wie er auf Spanisch heißt zum UNESCO Welterbe. Und Mike Oldfield hat dem Vulkan sogar ein fast vierminütiges Musikstück gewidmet:

Teleférico del Teide

Das Wandern im Teide Nationalpark ist kostenlos. Lediglich für die Seilbahn hinauf Richtung Gipfel muss man zahlen. Die Tickets (€27,- für Auf- und Abfahrt) kauft man am besten schon einige Wochen vor der Reise online, damit man das gewünschte Zeitfenster erhält. Es empfiehlt sich wie immer möglichst früh zu starten. Zum einen ist dann weniger los und zum anderen ist es besonders im Sommer hier oben natürlich ziemlich heiß. Dazu kommt noch, dass man die Höhe von etwa 3.550 m (am Ende der Seilbahn) nicht unterschätzen darf.

Die Überwindung der ca. 2.550 Höhenmeter dauert nur etwa 8 Minuten. Oben angelangt hat man eine Stunde Zeit, sich umzusehen. Es gibt zwei kleine Wanderungen/Spaziergänge, die sich gut in dieser Stunde ausgehen. Einer führt zum Mirador de la Fortaleza, der zweite zum Pico Viejo Vantage Point. Wir haben leider nur letzteren machen können, da die Jungs dann nicht mehr weiter wollten und die Stunde dann eh schon fast vorbei war.

Für die anstrengende Besteigung des Gipfels benötigt man übrigens eine (kostenlose) Genehmigung, die ebenfalls über die oben genannte Webseite erhältlich ist!

Wanderungen im Teide Nationalpark

Im Nationalpark Teide gibt es unzählige Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die auch für Familien mit Kindern geeignet sind. Zu Beginn empfiehlt sich zur Orientierung ein Besuch im Besucherzentrum El Portillo. Hier gibt’s neben etlichen Infos zu Teneriffa und dem Teide auch eine kostenlose Karte mit den Wanderwegen.

Wichtig ist auf jeden Fall ausreichend Wasser mitzunehmen, es gibt bei den Wanderungen unterwegs keine Möglichkeit Wasser nachzufüllen! Wenn man Kinder dabei hat empfiehlt sich auch ausreichend energiereiche Snacks mitzuhaben. Unglaublich, was unsere Jungs bei den Wanderungen gefressen haben 😮 Außerdem festes Schuhwerk, denn das Vulkangestein ist nichts für (Trekking-) Sandalen, Canvasschuhe oder gar Flip Flops! Eine Kopfbedeckung kann nicht schaden, denn die Sonne knallt erbarmungslos runter und es gibt so gut wie keinen Schatten.

Die folgenden Unternehmungen haben uns im Nationalpark besonders gut gefallen und waren auch für die Jungs gut waren:

Roques de Garcia

Eine mittelschwere Wanderung. Ich empfehle sie gegen den (und nicht wie auf den Wegweisern angegeben im) Uhrzeigersinn zu gehen. Der letzte Aufstieg ist teilweise echt hart, aber insgesamt hatte ich das Gefühl, dass es gegen den Uhrzeigersinn eher abwärts gegangen ist…

Minas de San Jose

Als richtige Wanderung kann man Minas de San Jose nicht gerade bezeichnen. Eher ein Umherstiefeln in der Landschaft, nichts Anstrengendes. Das Gebiet, das an eine Mondlandschaft erinnert, ist so unwirklich, wie eine Filmkulisse. Früher wurde hier Bimsstein abgebaut (daher auch der Name). Die Jungs waren ganz außer sich, weil hier so viele schöne (glitzernde!) Steine zu finden sind 🙂

Fahrt auf der TF21 und TF24

Die Fahrt vom Besucherzentrum an der TF-21 über die TF-24 (bis nach La Laguna) ist mein besonderes Highlight gewesen! Die Landschaft hier ist einfach ein Wahnsinn! Bei jeder Kurve könnte man stehen bleiben und kriegt den Mund vor lauter Staunen nicht mehr zu! Man kann auch beinahe an jeder Kurve stehen bleiben, denn es gibt auf dieser Strecke wirklich sehr viele Aussichtspunkte, an denen man ganz offiziell halten und die Aussicht genießen kann. Und der Ausblick so über den Wolken wird für mich auch nicht langweilig!

An der TF24 befindet sich auch das Observatorio Astronómico del Teide. Auch für die Führung durch das Observatorium gibt es eine separate Karte, die man ebenfalls über die Webseite kaufen kann.

Je weiter man die TF24 Richtung La Laguna fährt, umso mehr ändert sich dann wieder die Landschaft vom kahlen Vulkangestein geht es wieder in die Wälder hinein, die ebenfalls einen ganz eigenen Charme haben. Gerade wenn der Nebel beziehungsweise die Wolken so in den Nadelbäumen drinnen hängen, wirkt der Wald wie verzaubert.

Ich hätte ja gerne noch viel mehr Wanderungen im Nationalpark unternommen, aber das muss ich wohl ein anderes Mal und ohne Kinder machen beziehungweise noch ein paar Jahre warten, bis man ihnen größere Touren zumuten kann. Aber selbst die wenigen Dinge, die wir gesehen haben, waren sowohl für uns als auch für die Jungs beeindruckend genug.


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