{UNTERWEGS} auf Mallorca – Inselmitte

Nachdem ich euch das letzte Mal in den Rummel der Großstadt (Palma de Mallorca) mitgenommen habe, geht es dieses Mal wieder ein wenig beschaulicher zu, denn ich entführe euch in die Inselmitte, wo man noch das traditionelle Mallorca, fernab vom Tourismus, finden kann!

Fotos und Videos sind, wie immer, eine bunte Mischung aus meiner Hand und der des Misters!

Inca

Das 30.000 Einwohnern-Städtchen Inca (an dessen Stadtrand auch unsere hübsche Inca Finca gelegen ist), ist in erster Linie ist für sein traditionsreiches Schuh- und Lederhandwerk bekannt. Wenn man sich ein wenig dafür interessiert, empfehle ich das (kostenlose) Schuhmuseum, das in einer alten Militärkaserne untergebracht ist. Als wir vergangenen Sommer dort waren, gab es gerade eine sehr interessante Ausstellung über Frauen in der Schuhindustrie!

Museu del Calçat. Avinguda del General Luque, 223, 07300 – Inca

Ein weiterer Tipp in Inca ist der Wochenmarkt am Donnerstag. Dieser zählt zu den größten Mallorcas und erstreckt sich über ettliche Straßen der Innenstadt. Neben viel Ramsch und 08/15 Textilien und Schuhen findet man hier auch zahlreiche Stände mit Lederwaren, Korb- und Keramikartikel und natürlich auch die typischen mallorquinischen Zungenstoffe!

Nachdem ich leider in den Stoffläden, die diese Stoffe produzieren kein Glück hatte (weil Sommerurlaub), habe ich hier zugeschlagen. Und bei 5,-/Laufmeter kann man auch schwer Nein sagen! Einen Teil habe ich ja schon verarbeitet und meinen Schreibtischsessel überzogen. Den türkisen Stoff habe ich noch nicht angeschnitten, weil ich mir noch nicht ganz sicher bin, was ich damit machen möchte…

Die Keramiken hätten mir auch total gut gefallen, dann hätten wir am Flughafen aber wohl für das Übergepäck zahlen müssen 😀

Sollte man den Wochenmarkt verpassen, bietet sich immer noch die Markthalle zum Stöbern ein, besonders die Fischstände fanden wir besonders spannend. Dann verpasst man allerdings zum Beispiel solche Tanzvorführungen 😉

Castell d’Alaró

In der Serra de Tramuntana befindet sich, auf dem 825m hohen Puig d’Alaró das Castell d’Alaró.
Wir haben unser Auto beim Landgasthof Es Verger stehen gelassen. Die Bewertungen dafür sind sehr zwiegespalten, für mich persönlich sah es nicht sehr einladend aus, außerdem fand ich den Schafgeruch dann doch sehr penetrant, so süß ich Schafe sonst auch finde. Wie dem auch sei, man kann mit dem Auto super dort parken und ist in etwa 1 Stunde oben beim Castell. Oder man hört auf seine Frau und fährt die Straße weiter bis zum nächsten Parkplatz, dann hat man nur noch 30 Minuten zu gehen. Your choice. Der Ausblick ist trotzdem genial, egal wie lange man gegangen ist!

Oben gibt es eine kleine Gastwirtschaft (inklusive Unterkunft mit 30 Betten), in der man sich ein wenig zu essen und trinken kaufen kann. Speis und Trank müssen mühsam mit dem Esel hinauf gebracht werden und das Wasser ist auch knapp. Öffentliche Toilette gibt es deswegen keine!

Castell d’Alaró.

Tony Mora

Vor dem Urlaub bin ich auf der Suche nach typischen Sandalen, die es vielleicht auf Mallorca gibt (so wie auf Rhodos), bin ich über die Stiefel von Tony Mora gestolpert. Handgemachte Cowboystiefel aus 100% echtem Leder, hach da hat mein Herz gleich höher geschlagen! Eigentlich wollte ich welche aus Glattleder haben, Sohn N°1 wollte unbedingt, dass ich die mit dem Pythonleder nehme. Na gut. Man gönnt sich ja sonst nichts 🙂 Selten habe ich einen Schuh probiert, der gleich von Anfang an wie angegossen gepasst hat und noch dazu so bequem ist! Große Liebe – die allerdings auch ihren Preis hat. Aber das ist es mir auf jeden wert!

Tony Mora. Carretera Alaró, km 4, 07340 Alaró

 

{UNTERWEGS} auf Mallorca – unsere Finca in Inca

Wir haben uns dieses Jahr erst relativ spät um den Sommerurlaub gekümmert, und so war die Auswahl an Unterkünften, die unseren Vorstellungen – und unserem Preisrahmen – entsprechen, schon sehr dürftig. Wir wollten definitiv kein Hotel und schon gar keinen Massentourismus in einer der Touristenhochburgen. Stattdessen sollte es eine kleine Finca sein, mit Pool und WLAN. Ich habe unzählige Onlineportale durchforstet, auch wirklich schöne Fincas gefunden, aber der Preis! Und dann bin ich über unsere Rote Inca Finca, wie wir sie gleich von Anfang an getauft haben, gestolpert. Es schien alles so perfekt zu sein! Die Optik, der Pool, WLAN und auch noch in einer super zentralen Lage! Von Inca aus, erreicht man so ziemlich jeden Ort auf Mallorca in maximal einer Stunde. Also haben wir nicht mehr lange herum überlegt (bevor auch die weg ist) und gebucht.

Die Umgebung der Roten Inca Finca

Ich musste ja ein wenig schmunzeln, als wir die Adressdaten für die Finca erhalten haben. Neben der Adresse, die das Navi natürlich nicht gefunden hat, wurden auch die Koordinaten mitgeschickt. So zentral ist diese Finca also gelegen 😀 Tatsächlich befindet sie sich aber fußläufig nur 20 Minuten von der Innenstadt entfernt, mit dem Auto nur 5 Minuten.
In der Umgebung befindet sich, bis auf andere Parzellen, auf denen sich ebenfalls kleinere und größere Finca und sehr viel Land befinden, eigentlich nichts. Das heißt, es ist sehr ruhig hier – bis auf die nervigen Hunde, die in der Nacht pausenlos gekläfft haben. Und man kann den Sternenhimmel super gut beobachten!

Zur Finca selbst gehört auch ein relativ großer Grund. Zur Straße hin gibt es einen großen Garten mit unzähligen alten Mandelbäumen. Neu angepflanzt hat der Vermieter Orangen- und Mandarinenbäume und darunter gab es Tomatenpflanzen, an denen ich mich bedienen konnte. Hinter dem Haus ging es weiter, allerdings ist dieser Teil ziemlich verwildert. Aber die Kinder hatten ihren Spaß dort herumzustreifen und zu spielen.

Die Ausstattung der Roten Inca Finca

[ACHTUNG: es folgen Innenaufnahmen, die in bewohntem Zustand entstanden sind 😀 #fürmehrRealität oder so]

So schön ich die Rote Inca Finca und das wilde Areal finde, das Interieur hatte so seine Schwachpunkte. Ich lege zwar keinen Wert auf superfancy und 5 Sterne, aber einen gewissen Standard möchte ich doch haben. Die Einrichtung hat eigentlich den Fotos auf der Webseite entsprochen, obwohl die Bilder mit Sicherheit kurz nach der Renovierung der Finca gemacht worden sind, denn inzwischen sieht gerade das Drumherum inzwischen nicht mehr so clean aus. Allerdings empfand ich sie schon recht abgewohnt.

Was mich wirklich gestört hat, teilweise war die Finca wirklich sehr staubig. Im Nachhinein kann ich auch verstehen warum, denn wir hatten die Schlüsselabgabe mit dem Vermieter an unserem Abreisetag für 11 Uhr vereinbart (laut Vertrag hätten wir um 10 Uhr raus sein müssen), gekommen ist er erst eine Stunde später. Wir sind am Anreisetag gegen 16 Uhr eingetroffen. Das heißt, wenn die neuen Gäste etwa um die gleiche Zeit eintreffen, dann bleiben zum Saubermachen für Innen und Außen gerade einmal vier Stunden, was bei der Hitze nicht gerade viel ist. Abgesehen davon haben so ziemlich alle Kasten-, Laden- und Kasterltüren gewackelt und bei den Doppelbetten hatte ich echt Angst, dass wir durchbrechen – auch im „Kinderzimmer“.

Sehr fein fand ich den Griller, den ich mir auch für zu Hause wünschen würde. Unser Weber Elektrogrill ist schon sehr fein, aber es ist eben doch ein himmelweiter Unterschied zwischen Elektro und richtig mit Kohle. Was ich dagegen mit Sicherheit nicht vermissen werde sind die unzähligen Wespen, die hier unterwegs waren. Kaum hat man sich mit etwas Essbarem rausgesetzt, waren diese Biester da. Wir haben deswegen leider kein einziges Mal draußen essen können. Um den Pool war ebenfalls immer die Hölle los und Sohn N°2 ist beim Abduschen unter der Pool-Dusche sogar einmal von einer Wespe gestochen worden!

Ansonsten habe ich mich wirklich wohl gefühlt (außer an den Tagen wo es so brütend heiß war, dass es in unserem Schlafzimmer, das man nicht durchlüften konnte, so überhaupt nicht erträglich wurde). Die Ausstattung war insgesamt ok, wie gesagt, ich habe im Urlaub keine hohen Ansprüche. Allerdings würde ich die Finca trotz der guten und ruhigen Lage (ich vermisse die „Sterngucker-Abende“ am Pool jetzt schon…) nicht nochmal buchen. Dafür war mir das Preis-Leistungs-Verhältnis dann doch nicht gut genug. Aber vielleicht hat ja eine andere/ein anderer noch niedrigere Ansprüche als ich…

Hier in Wien hat es auf jeden Fall draußen mindestens 10°C weniger als auf Mallorca. Ich sitze drinnen mit langer Flauschhose, Kuschelsocken und dicker Weste weil mir so kalt ist, seit dem wir wieder hier sind! Und ich höre es schon ganz leise flüstern: Winter is coming… Aber die nächsten Tage sollen ja wieder „Normaltemperatur“ haben 😉

So, aber was sagt ihr zu unserer Roten Inca Finca?
Wäre sie für euch take or toss?


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