#bloggeralphabet: A wie Arbeit/ Ausbildung

Erst gestern bin ich bei Ich tu, was ich kann über eine nette Blogger-Aktion gestolpert, die ich dieses Jahr ebenfalls auf meinem Blog einfließen lassen möchte: das Blogger-Alphabet!

In welchem Zusammenhang stehen bei dir dein Blog und dein Job bzw. deine Ausbildung?

[dropcap]A[/dropcap]ls ich 2010 mit dem Bloggen begonnen hatte, war ich gerade mit Sohn N°1 in Karenz, mir war gelegentlich recht langweilig (ja, auch das geht mit Kind!) und so habe ich einen Ausgleich gesucht und gefunden. War der Blog anfangs wirklich nur Zeitvertreib, ist er in den letzten Jahren doch eher in Arbeit (auch wenn ich sie sehr gerne mache) übergegangen. Über ein Foto, das ich früher vielleicht schnell hingerotzt habe, mache ich mir heute zB. weit mehr Gedanken. Bestanden meine Beiträge früher mehrheitlich aus tagebuchähnlichen Posts, habe ich zunehmend versucht Struktur in das Ganze hineinzubringen, größere Serien (Project ME, 52 Songs, 101 Dinge, , etc. etc.)  begonnen, die sich über das Blogjahr ziehen. Optik und Qualität der Beiträge ist für mich wichtiger als noch zu Beginn. Hinzugekommen sind außerdem noch diverse Kooperationen, über die ich mich natürlich sehr freue, da ich mich (immer noch) nicht aktiv darum kümmere. Aber diese sind natürlich auch mit Arbeit verbunden.

bloggeralphabet-aInzwischen habe ich auch keine Scham mehr, meinen Blog in einem Gespräch zu erwähnen, was mir früher doch sehr schwer gefallen ist. Ich muss gestehen, ich habe mich auch ein wenig dafür geniert. Seit hier alles mehr Struktur und auch mehr Leser (und Kommentare) hat, habe ich damit aber überhaupt kein Problem mehr. Das geht sogar soweit, dass ich den Blog sogar schon in einem Bewerbungsschreiben und -gespräch erwähnt habe, da es thematisch damals gepasst hat.
Ich freue mich darüber, wenn mir der Mr. erzählt, dass er von Kollegen (im Journalistenbereich) auf meinen Blog angesprochen wurde, wenn ich höre, dass man meinen Schreibstil mag (hach, wenn ich an meine Deutschschularbeiten denke, die mit Aussdrucksfehlern überzogen waren). Ja, es macht mich sehr, sehr ein klein wenig stolz!

Auch wenn ich mit dem Bloggen immer noch viel Spaß habe, meine Brötchen möchte ich damit nicht verdienen. Das ganze SEO-Gschistigschasti geht mir auf den Keks, ich möchte mir nicht in jedem Beitrag ewig Gedanken machen, ob und welche Keywords ich nun richtig eingesetzt oder gar vergessen habe, ob meine Überschriften richtig geil klingen und ob meine Beiträge und der Blog generell auch gut in den Google Suchen auftaucht. Nein, das interessiert mich nicht. Ich schreibe einen Blog, weil es mir Spaß macht. Ich lese keine Magazine, die vor lauter Werbung nur so strotzen und habe nicht umsonst einen „Bitte keine Werbung“-Aufkleber auf meinem Postkasterl. Warum soll ich es bei Blogs also anders handhaben? Klar freue ich mich über jeden neuen Leser, der hinzu kommt, über jeden Kommentar, der geschrieben wird und jede Kooperation, die sich ergibt. Aber der Spaß steht für mich hierbei immer im Vordergrund. Wenn ich das Bloggen hauptberuflich machen würde, wäre es mit weit mehr Stress verbunden, den ich nicht haben muss. Das Bloggen soll für mich ein zwangloses Hobby bleiben!

Wer weiß, inwiefern sich mein Blog mit meiner neuen Ausbildung entwickeln wird. Mit Sicherheit wird es hier nicht mehr so weiterlaufen wie bisher. Aber vielleicht könnt ihr hier statt Gemeckere über Kunden Stilblüten aus dem Kindergarten  lesen? Ich kann und will mir darüber auch noch keine Gedanken machen. Es kommt, wie es kommt. Ganz zwanglos =)

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52 Wochen – 26 Buchstaben – 26 Themen.
Alle zwei Wochen steht ein neues Stichwort im Raum, das mit dem Bloggen verknüpft ist. Wie genau das Blogger-Alphabet funktioniert und wie du teilnehmen kannst, findest du hier.

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#bloggeralphabet ist ein Projekt von Anne Schwarz,
auf ihrem Blog neontrauma findet alle Infos und viele Beiträge zum jeweiligen Buchstaben!

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Ein neuer Lebensabschnitt

Einige von euch haben es schon auf Instagram oder Twitter rausgelesen (andere wissen es schon von Beginn an), in inzwischen endlich absehbarer Zeit beginnt für mich ein neuer Lebensabschnitt!
Nach sage und schreibe (mit kurzen Unterbrechungen, unter anderem zwei Auszeiten mit meinen Kindern) bin ich inzwischen seit fünfzehn (15!!!) Jahren im Einzelhandel tätig. Mein Plan ist das freilich nie gewesen, ich bin einfach so hineingerutscht, da ich mit dem Studieren nicht sonderlich glücklich war und auch sonst eigentlich nie so recht wusste, was ich eigentlich werden will.

Ich bin gut in meinem Job. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich als Quereinsteiger die Stellvertretung einer Filiale und der Job hat mir zumindest noch damals, wirklich Spaß gemacht. Nachdem ich meine eigene Filiale als Shopmanager hatte, war für mich aber das Ende der Kariereleiter erklommen. Der nächste Schritt, District Manager, hat mich nie sonderlich interessiert und mir ging damals schon alles rund herum auf die Nerven, die ewigen Zickereien unter den Mitarbeitern, die herablassenden, respektlosen Kunden, was von den Arbeitnehmern verlangt wird, die Art und Weise wie mit ihnen umgegangen wird, die familienunfreundlichen Öffnungszeiten. Deswegen war ich froh, dass ich schwanger wurde und habe die Auszeiten mit meinen Kindern genossen. Und für mich war definitiv klar, dass ich im Verkauf nicht alt werden würde. .

Anfang des Jahres habe ich dann endlich, endlich – nach fast 6 Jahren Vorlaufzeit (ja, ich bin wahnsinnig spontan #not) den Mut aufgebracht, war beim Tag der offenen Tür, wo ich mich auch gleich angemeldet habe – an der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik der Stadt Wien, kurz BAKIP. Meine Abneigung gegenüber dem aktuellen Job sowie meine Kinder waren endlich groß genug, damit ich den Schritt wagen kann. Nach der Aufnahmeprüfung war ich aber wirklich am Boden zerstört, was, wenn ich die Prüfung nicht bestehe? Muss ich dann mein ganzes restliches Arbeitsleben im Verkauf verbringen? Ich gehe mit großen Schritten auf die 40 zu und hatte keinen Plan B mehr! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie überglücklich ich über den positiven Telefonanruf war! Ich bin tanzend und schreiend durch das Wohnzimmer gelaufen, ich habe geheult vor Freude! Ich musste mir um einen Plan B keine Gedanken mehr machen!

Wiener Kindergärten LogoEs wird mit Sicherheit eine wahnsinnige Umstellung werden, allein wenn ich an das Lernen denke! Schließlich bin ich doch schon eine halbe Ewigkeit aus der Schule raus. Die Sorge, ob ich Ausbildung, Familie und Haushalt unter einen Hut bringen kann. Und dann noch der finanzielle Aspekt! Die Ausbildung wird zwar in den ersten zwei Semestern vom AMS unterstützt, dass heißt ich bekomme Arbeitslosengeld, aber das ist doch um einiges weniger, als was ich jetzt verdiene. Auf der anderen Seite ist es aber absehbar, denn ab dem 3. Semester bin ich als „Kindergartenpädagogin in Ausbildung“ schon bei der Gemeinde Wien angestellt und bekomme dann zum Glück schon mehr Gehalt, als ich zur Zeit erhalte.

Auch im Bezug auf den Blog wird es mit Sicherheit Änderungen geben, meine Zeit wird knapper bemessen sein, da die Ausbildung doch Vollzeit ist und Lernen muss ich nebenbei ja auch noch. Also habt ab Februar ein wenig Nachsicht mit mir und dem Blog =) Ganz einschlafen lassen möchte ich ihn nämlich nicht, denn das Bloggen ist doch mein liebstes, wenn auch zeitaufwendigstes Hobby!

Ich freue mich auf jeden Fall wahnsinnig auf den neuen Lebensabschnitt. Ich hoffe, dass nach all den Jahren die Suche nach dem, was mich beruflich glücklich macht, endlich ein Ende hat.
Und ich bin so dankbar für all jene unter euch, die hinter mir stehen und mir den Rücken stärken, mich unterstützen, wo es geht und vorallem mich in diese Richtung geschubst haben. Ich muss keine Namen nennen, ihr wisst ja wer ihr seid ♥

Der Countdown läuft! Nur noch 6 x als Verkäuferin arbeiten müssen!

(Beitragsbild sowie Bild 3 via wien.gv.at)

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