{UNTERWEGS} Madeira

Nein, wir waren kürzlich (leider) nicht auf Urlaub. Viel mehr schwelge ich wieder einmal in Urlaubserinnerungen. Dieses Mal bin ich über die Fotos von unserem Madeira Urlaub 2008 gestolpert. Damals, noch kinderlos und rank und schlank 😀 Madeira stand eigentlich nie auf meiner Liste, weder oben noch unten und ich kann mich auch gar nicht mehr erinnern, warum wir dieses Urlaubsziel gewählt haben. Ich vermute aber, weil der Mr. als Kind schon mal dort war und Madeira anscheinend einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Abgesehen davon steht auf Madeira die Natur im Vordergrund und damit war ich eigentlich auch schon überzeugt.

Die Insel, die zu Portugal gehört, erreicht man mit dem Flugzeug von Wien aus in nicht mal 5 Stunden. Die Landung auf der Insel kann allerdings ein happening für sich sein! Schaut euch mal das eine oder andere Video hier bei Youtube an, dann wisst ihr, was ich meine.
Die Beinamen „Blumeninsel“ sowie „Insel des ewigen Frühlings“ sind übrigens Programm, da sich die Temperaturen ganzjährig um die 21° C drehen und somit allerlei hübsche Pflanzen wachsen. Generell ist das Wetter auf der Insel sehr spannend: es ist gar nicht mal so ungewöhnlich, dass auf der ca. 740 m² großen Insel an einem Ort die Sonne scheint und schon wenige Kilometer weiter alles grau in grau ist beziehungsweise das Wetter sehr schnell ändert.

Zwei Wochen Ende August haben wir dort verbracht, uns ein Mietauto genommen und so ziemlich die ganze Insel abgeklappert, denn zu sehen gibt es mehr als genug. Besonders, wenn es um’s Wandern geht, hätten wir ruhig noch eine Woche dran hängen können!

Eine Wanderung hat uns auf einen der höchsten Berge Madeiras, dem Pico do Arierio (1.818 m), geführt. Hier steht man wirklich über den Wolken und die Aussicht ist einfach ein Hammer!

Die Insel ist recht gebirgig und man hat bald mal von irgendwo eine tolle Aussicht, deswegen findet man auch quasi alle paar Meter einen Aussichtspunkt, der mit „Miradorou“ gekennzeichnet ist. Als ob man es sonst verfehlen würde…

Zu den bekannten Wanderziele gehören beispielsweise die Levadas. Hierbei handelt es sich um künstliche Bewässerungskanäle, die das Wasser von den Bergen hinunter ins Tal leiten. Teilweise sind die Wanderwege wirklich sehr abenteuerlich, aber trotzdem relativ einfach zu bewältigen – gutes Schuhwerk sind hier (und besonders in den Bergen) trotzdem notwendig!

Neben der grandiosen Natur gibt es natürlich auch sehr sehenswerte Orte, der Großteil konnte sich trotz Tourismus zum Glück seinen ursprünglichen Charakter erhalten. Sehenswert sind die diversen Naturschwimmbäder wie zum Beispiel in Porto Moniz. Aber Achtung, das Wasser des Atlantiks hat keine Badewannen-Temperatur!

Auf jeden Fall sollte man sich auch die Hauptstadt Funchal ansehen! Allein die Markthalle fand ich schon unheimlich spannend: die Farben der verschiedenen Obst- und Gemüsesorten, die seltsamen Fische (schwarzer Degenfisch, der als Spezialität „Espada“ bekannt ist) oder die vielen Orchideen, die hier angeboten werden! Und wer ein Paar Euro (ich glaub, es waren über 20,- für gerade mal 10 Minuten) übrig hat, kann sich mit einem Korbschlitten und Affenzahn (teilweise fast 50 km/h) vom Berg Monte (hier befindet sich auch der Sarg des letzten österreichischen Kaisers, Karl I.) durch enge Straßen hinunter in die Stadt fahren lassen.

Mich persönlich hat es allerdings dann doch immer wieder in die unbewohnteren Teile der Insel oder in den einen oder anderen Naturpark gezogen! Verständlich, wenn man sich die Fotos ansieht, oder?

Wart ihr schon mal auf Madeira?


2 thoughts on “{UNTERWEGS} Madeira

  1. Hallo,
    Ich habe gemeinsam mit meinem Partner auf Madeira meinen 50. Geburtstag verbracht. Tagsüber haben wir eine ausgedehnte Levada-Wanderung gemacht, dann in einem Restaurant am Meer leckeren Fisch gegessen. Danach sind wir in einer urigen Einheimischen-Bar versackt. Es war eine wunderschöne, mal etwas andere Geburtstagsfeier zum 50. Ich erinnere mich immer wieder gerne daran…
    Liebe Grüße
    Birgit
    von fortyfiftyhappy

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