{REZENSION} Die kleinen Hendln

Ich möchte euch heute eine weitere tolle Kinderbuchreihe näher vorstellen, die wohl besonders für die österreichischen Eltern unter euch interessant sein wird.
Warum? Die kleinen Hendln, eine erfolgreiche französische Kinderbuchreihe für Kinder zum Vorlesen ab fünf und zum Selberlesen ab sieben, sind in österreichisches Deutsch übersetzt! Momentan sind leider erst vier der 12 Bänd auf Österreichisch erhältlich, weitere vier sollen aber noch bis zum Sommer erscheinen. Es gibt die Bücher natürlich auch auf Deutsch (sowie unter anderem auch Spanisch, Italienisch, Chinesisch, Koreanisch, Arabisch, Portugiesisch und Niederländisch). Aber seien wir uns ehrlich: Wer sagt hier in Österreich zB. schon Hühnchen oder Aufschneider? Eben. Hendl und Schmähtandler sind uns besser bekannt =) Und so darf das kleine Hendl auch Lulu ins Meer machen, sich über einen nackerten Popsch wundern oder Zuckerln essen, die eigentlich Kukuruzkörner sind.
Neben der österreichischen Sprache gefallen mir auch die Illustrationen sehr gut. Sie sind bunt und detailreich, es gibt viel zu entdecken und sind auch für Erwachsene ansprechend gemalt.
Die Buchreihe beginnt mit einem kleinen Hendl, das mehr will als jeden Tag nur ein Ei zu legen. So flieht es vom Hendlhof, schwimmt auf’s Meer hinaus, wo es in Seenot gerät und schliesslich in Amerika landet, dort einen roten Hahn kennen lernt und mit ihm wieder zurück nach Hause kehrt. Im nächsten Früjahr werden die beiden Eltern eines rosa Hendlbubs, der genauso abenteuerlustig wie seine Mama zu sein scheint, er will nämlich unbedingt zu den Sternen…
 
Sehr Interessant und vorallem informativ finde ich auch den leicht historischen Bezug in den Büchern. So stolpert man im ersten Band „Ein kleines Henderl will das Meer sehen“ über Christoph Columbus und die Entdeckung Amerikas und im zweiten Band besucht der kleine rosa Hnedlbub Galileo Galilei, der Nachts die Sterne beobachtet. Wissenswerte und weiterführende Informationen zu den Abenteuern findet der interessierte Leser dann auf der eigens eingerichteten facebook Seite.
Wir haben momentan leider nur die ersten beiden Bände zu Hause, die nächsten beiden sind aber schon bestellt. Und ich weiss nicht, wer sich mehr darauf freut, mein Kind oder ich =)

Fazit

Eine tolle Buchreihe für all jene österreichischen Eltern unter uns, die es Leid sind, während dem Vorlesen ständig deutsche Worte spontan „einösterreichern“ zu müssen!
 
enthält Affiliate Links
Beitragsbild via ringelspiel-Verlag

 

Habt ihr schon von den kleinen Hendl gehört?
Was haltet ihr von österreichischen Übersetzungen?
Sind sie sinnvoll, notwendig oder doch überflüssig?
 

5 thoughts on “{REZENSION} Die kleinen Hendln

  1. Also erstmal musst ich sehr lachen wegn dem "nicht mehr rauskommen" Da tu ich mich auch schon etwas schwer. Notfalls kann man sich aber zur Seite hin rausrollen lassen 😀
    Ich mag solche Bücher total und les die auch selbst sehr gern. Wahlweise im Wartezimmer oder so. Find solche Kinderbücher ganz wundervoll wenn sie schön geschrieben sind. Bei deinem find ich den Titel schon sehr süß und ich würds ja zu gern mal in östereichisch? 😀 lesen… Das ist für mich sicher auch sehr spannend, weil ich bei vielem gar nicht wüsst was es ist 😀

  2. Wie goldig XD Ich mag ja Bücher in "Mundart", auch wenn ich des Österreichischen nicht so sonderlich mächtig bin. Dafür könnt ich mich bei schwäbischen Asterix-Comics wegwerfen. Asterix em Morgeländle beispielsweise ist einfach der Brüller. Wobei ich gestehen muß, dass ich aufgrund meines wenig Dialektsprechenden Elternhauses auch da so manches nicht wortwörtlich verstehe ^^ Aber ich find es gut und richtig, dass es solche Bücher und Comics gibt.

    LG

    1. Ich hab den Asterx Band "Der grosse Graben" auf Schwäbisch und auf Wienerisch. Keine Ahnung, warum ich mir den Band gleich zwei Mal gekauft hab… Ich find die Mundart-Asterix aber auch zum Schiessen =D
      Meine Eltern sprechen eigentlich auch nicht im Dialekt. Meine Mama sowieso nicht, weil sie nicht aus Österreich stammt und mein Papa kann es zwar, wir haben aber immer Hochdeutsch/umgangssprachlich gesprochen.

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