{UNTERWEGS} im Naturpark Föhrenberge – zwischen Husarentempel und Burgruine Mödling

Wir befinden uns zwar gerade im sonnigen Süden (wenn ihr wissen wollt, was wir so tun, schaut doch mal auf meinen Instagram Account!), ich möchte euch heute aber trotzdem auf eine kleine Niederösterreich-Tour mitnehmen, die wir noch kurz vor unserem Urlaub in Angriff genommen haben.

„Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!“

Steht man bei uns am Dachbad, kann man nach Südwesten Richtung Perchtholdsdorf und Mödling blickend, den Naturpark Föhrenberge sehen – voraus gesetzt, man weiß, dass es sich bei den sanften Hügeln und dem vielen Grün um den Naturpark Föhrenberge handelt. Ehrlich gestanden, ich wusste es nicht. Ich hab zwar schon mehrfach gehört, dass der Berg (oder Hügel) mit dem Sender drauf der Anninger ist. Aber das war’s auch schon. Im Nachhinein habe ich auf der Karte entdeckt, dass der Naturpark Föhrenberge auch direkt neben dem Naturpark Sparbach liegt, den wir schon mehrfach besucht haben. Auch die Seegrotte Hinterbrühl sowie die Burg Lichtenstein befinden sich hier in diesem Eck! Und das alles nicht mal 30 Minuten von Wien entfernt!

Wandern mit Kindern ist ja immer so eine Sache, genauso wie geeignete Touren zu finden. Auf wandernundmehr.at bin ich zufällig über eine einfache und nette Route gestolpert, die sich mit 2:30 Stunden ohne Pause, gerade recht für uns angehört hat. Jasmin hat die Tour auf ihrer Seite einfach und verständlich beschrieben, wir haben uns durchgängig daran halten können. Mit unseren Jungs (5 und 8 Jahre) haben wir dafür ganz stressfrei mit vielen Entdeckungen und Pausen allerdings gut 4 Stunden gebraucht.

Die „Breite Föhre“ ist unser erstes Ziel gewesen. Bis 1997 stand an Stelle des Gedenksteines eine Föhre, mit einer ungewöhnlichen Form, wie man hier sehr gut sehen kann. Heute ist von der Föhre nichts mehr übrig. Und deswegen gehen wir auch recht rasch wieder weiter.

Unser nächstes Ziel ist das Matterhörndl, von dem wir am Wegrand auf einer Infotafel schon lesen konnten. Hierbei handelt es sich um einen etwa 10 m hohen Kalkfels, der angeblich eine sehr entfernte Ähnlichkeit zum schweizer Matterhorn haben soll. Einem Aberglaube zufolge sollte man von Ost nach West (so wie wir) durch die Öffnung gehen, um Krankheiten loszuwerden und gesund zu bleiben. Eine ca. 1,5 m hohe Stufe auf der Westseite erschwert das Ganze alledings 😀

Auf dem Weg begenen uns immer wieder diese hübschen Kaisermantel Schmetterlinge. Man muss richtiggehend aufpassen, denn sie fliegen teilweise wirklich äusserst rücksichtslos auf einen zu 😀

Langsam und stetig geht es aufwärts und es ändert sich die Optik der Landschaft. Am Weg befinden sich so viele Bockerl, dass die Jungs gut beschäftigt sind. Und irgendwann sehen wir dann schon den Husarentempel zwischen den Föhren.

Hier beschließen wir, nachdem wir schon gut zwei Stunden unterwegs sind, eine größere Pause zu machen. Im Tempel befindet sich ein Picknicktisch und so gibt’s auch eine kleine Stärkung im Schatten. Außerdem zieht es hier angenehm durch.

Der 1813 erbaute Husarentempel ist den Gefallenen der Schlacht bei Aspern gewidmet. Hier befindet sich auch tatsächlich die Grabstätte von fünf Soldaten, die bei dieser Schlacht umgekommen sind.
Nach der gesunden Jause, einem Foto für’s Familienalbum und nachdem wir den tollen Ausblick auf unser Zuhause (könnt ihr Alterlaa entdecken?) und noch weiter genossen haben, geht es wieder bergab.

Mit der Zeit wird der Weg immer steiler (aber nicht zu viel) und führt mitten durch den Wald auf Wurzelwegen hinunter zur wunderschönen und riesigen Meiereiwiese. Die Jungs haben ihren Spaß dabei und fühlen sich mit ihren Wanderstecken wie richtige Wanderer.

Von hier aus kann man auch schon die Burgruine Mödling sehen, die auf der anderern Seite der Wiese befindet. Die Jungs (und ich ebenfalls) sind inzwischen aber schon so k.o., dass wir einstimmig beschließen, die Burgruine Burgruine sein zu lassen und sie für ein anderes Mal aufzuheben.

Direkt an der Meiereiwiese haben wir dann das Landgasthaus Föhrenhof entdeckt, ddas uns sofort bekannt vorgekommen ist. Vor einer halben Ewigkeit waren wir einmal mit den Schwies hier essen und haben den traumhaften Ausblick genossen. 2012 ist der Föhrenhof allerdings einem Brand zum Opfer gefallen, bei dem er völlig zerstört wurde. Ewig schade. Es bleibt zu hoffen, dass diese tolle Location irgendwann mal renoviert und in welcher Form auch immer wiedereröffnet wird!

Unser nächstes Ziel ist Pepi’s Märchenteich, der so mit Schilf zugewachsen ist, dass man ihn vom Weg aus gar nicht sieht. Hier kann man den Enten beim Baden und den Fischen beim Ziehen ihrer Kreise zusehen. Hier befindet sich auch ein Trinkbrunnen, wo wir unsere Wasserflaschen auffüllen können.

Kurz darauf kommen wir zu einer Weggabelung: 20 Minuten ohne Burg zurück oder 25 Minuten mit Burg zurück?! Sohn N° 2 findet plötzlich seine Energiereserven und beschließt, dass wir noch auf die Burg rauf müssen. Ich sage bei soetwas ohnehin nie nein und so kämpfen wir uns wirklich mit letzten Kräften hinauf.  Oben am Fuß der Burgruine Mödling machen wir nochmals eine kleine Rast, essen unseren letzten Apfel und die letzten Keksbrösel und sehen uns dann noch schnell die Ruine an. Und dann geht’s aber wirklich zurück zum Parkplatz!

Ich muss echt sagen, so kaputt war ich schon lange nicht mehr! Wir waren gut vier Stunden unterwegs, meine Smartwatch hat 17.120 Schritte angezeigt, Google Fit eine Strecke von 10 km und ich hatte so einen argen Muskelkater, dass mir meine Beine noch drei Tage danach weh getan haben! Es war aber wirklich eine tolle Wanderung, die ich definitiv weiter empfehlen kann!


 

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