[REZENSION] Peter Høeg „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“

Allgemeine Informationen:
Gebundene Ausgabe: 503 Seiten
Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (5. Februar 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3937793372
ISBN-13: 978-3937793375
Größe: 20,8 x 13,2 x 4,2 cm

Inhalt (Klappentext):
Es ist kalter Winter in Kopenhagen. Der kleine grönländische Junge Jesaja wird eines Tages tot aufgefunden. Er sei wohl beim Spielen vom Dach gefallen, meint die Polizei. Doch Smilla Jaspersen, die im gleichen Haus wie Jesajas wohnt und für die der tote Junge der einzige Freund war, schenkt dieser Erklärung keinen Glauben. Jesaja litt doch an Höhenangst, nie im Leben hätte er auf dem Dach gespielt, da ist sie sich sicher. Sie geht der Sache nach und begibt sich auf eine Spurensuche bis hinauf ins ewige Eis, welche immer neue abenteuerliche Verstrickungen aufdeckt. Schnell findet sie sich inmitten eines Komplotts aus Lügen und Intrigen, aus Vertuschungen und Unwahrheiten wieder, in das offenbar höchste Vertreter der dänischen Gesellschaft verwickelt sind. Ihre Nachforschungen werden für sie selbst gefährlich, doch so leicht gibt sie nicht auf.

Was ich dazu sage:
Fräulein Smillas Gespür für Schnee stand zwar auf meiner Leseliste nicht ganz oben, dafür aber bei Benno – das erste von noch elf weiteren zu lesenden Büchern der ersten SZ-Bibliothek.

Peter Høeg erzählt in einer (für mich zumindest) sehr eigenwilligen Sprache die komplizierte Geschichte rund um den Tod eines kleinen Jungen, grönländischer Abstammung. 
Trotz der teilweise schwierigen Sprache ist das Buch aber sehr fesselnd geschrieben, ständig war ich zwischen „ich mag nicht mehr weiterlesene, das ist mir zu mühsam“ und Spannung wie’s weiter geht, wie sich die Geschichte auflöst, hin und hergerissen.

Die Hauptperson Smilla Jaspersen ist toll beschrieben, genauso wie alles Andere sehr detailreich beschrieben wird. Høeg hat sich im Vorfeld wohl sehr genau unter anderem zu den Themen Grönland, Eis und Schnee sowie Schiffe informiert, anders wären so detaillierte Beschreibungen wohl nicht möglich.
Leider hab ich den Fehler gemacht und noch während dem Lesen kurz in den 1997 erschienenen Film reingeschaut.
Aber Filme sind ohnehin ein Kapitel für sich… Ich hab ihn dann direkt nach dem Buch angesehen und war masslos enttäuscht. Die Geschichte wurde verdreht und Hollywood-mässig aufgebauscht, mit viel Krachbumm und Action am Schluss.
Julia Ormond mit ihrem englischen Akzent passt, meiner Meinung nach, nicht in die Rolle der Smilla.
Gabriel Byrne als Mechaniker finde ich dagegend sehr gut!
Vielleicht hätte ich mir doch zuerst den Film ansehen solln, dann würde ich darüber vielleicht anders denken…

Kurz gesagt: vielleicht zuerst den Film ansehen, damit man einen groben Überblick über die Geschichte hat, und dann das Buch, das in die Tiefe geht, lesen. Dann handelt es sich um ein wirklich gutes Buch!

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