Lavendel-Amber Steinblumen

Furchtbar kreativer Name, ich weiss. Ich würde mir einmal wünschen, dass meine Seifen genau so aussehen, riechen, etc. wie ich mir das im Vorfeld vorgestellt habe. Aber das ist ein anderes Thema.
Meine „Steinblumen“ sind eigentlich eine „Restl-Verwertung“ aus Olivenöl, Kokosnussöl, Palmkernöl, Avocadoöl, Sheabutter und Lanolin. 9% überfettet, mit Gracefruit Lavendel-Amber (das super schnell andickt) beduftet und mit violettem Seifenpulver, das man dank dem naturbelassenen (grünen) Avocadöl nicht sieht, eingefärbt – und wieder ist das Seidenpulver liegen geblieben…
Die Optik lässt wieder mal zu wünschen übrig, dafür schäumen sie wie wild! ♥

Die nächste Seife ist im Kopf schon fertig: es soll endlich mal eine 25%-Seife aus Olive, Raps, Kokosnuss und Schmalz werden – ohne Schnickschnack. Naja, vielleicht doch eine Soleseife?! Und eventuell minimal beduftet.

MissXoxolat’s Lippenbalsam N° 1

Vergangene Woche wurde ein Lippenbalsam mit Grapefruit-Geruch gewünscht. Hab ich noch nie ausprobiert, deswegen bin ich mal auf die Suche nach einem Rezept gegangen, hab dann bei der Kosmetikmacherei (meinem allerliebsten Lieblings Rohstoffladen) die fehlenden Zutaten und Lippenstifthülsen bestellt und schon zwei Tage später konnte es losgehen!

Nach langem Hin- und Hertüfteln durften dann schlussendlich folgende Zutaten dabei sein: 2 EL Mandelöl, 1 EL Jojobaöl, 1 TL Bienenwachs, 1 TL Lanolin, 1 TL Honig, 10 Tropfen D-Panthenol*, 2 Tropfen Vitamin E Tocopherol*, etwas Vanillearoma und einige Tropfen ätherisches Mandarinenöl (auf dem Bild sieht man zwar Grapefruitöl, ich hab mich dann aber dagegen entschieden, weil es mir doch zu „sauer“ vorkam). Die Menge ergibt ungefähr 45 ml.

* D-Panthenol spendet Haut
und Haar langanhaltende Feuchtigkeit,
dringt tief in
die Hautschicht ein, regeneriert und unterstützt den Aufbau neuer
Hautzellen., pflegt
spröde Haut, lindert Hautreizungen und unterstützt die Wundheilung.

Vitamin E – Tocopherol steigert das
Feuchthaltevermögen, wirkt wundheilend, glättend und vermindert die
Zellschädigung durch Sonneneinstrahlung. Es verhindert das rasche
Ranzigwerden von Ölen bei Wärme (ein paar Tropfen in eine Flasche
Pflanzenöl) und hat einen leichten Sonnenfilter von 1-2.

Bis auf das Panthenol, Vit. E, Aroma und ätherische Öl werden alle Zutaten vorzugsweise im Wasserbad eingeschmolzen, danach wird erst der Rest dazu gemischt.

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Wenn ihr euch wundert, was das für ein komisches blaues Teil ist: ein zweckentfremder Topf zum Schokoladeschmelzen, Schokobuchstaben und -zahlen sowie Schokolade am Stiel giessen, den ich vor Jahren mal von meiner Mama geschenkt bekommen habe.
Nachdem ich die Zutaten für den Lippenbalsam aber aus Faulheit nicht im Wasserbad schmelzen wollte (ich hasse es), hab ich’s mit dem Topf probiert und es hat super geklappt!
Es empfiehlt sich die flüssige Masse entweder sehr zügig in die Döschen oder Hülsen zu füllen oder sie immer wieder mal kurz aufwärmen, damit sie flüssig und einfach zu verarbeiten bleibt. Die Masse wird nämlich erstaunlich schnell wieder fest!

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Und nachdem ich die Hülsen (fassen 8 ml) so nackig weiss langweilig fand, hab ich in einer Ruckzuck-Aktion noch schnell ein paar Etiketten zusammen geschustert (Graphikdesigner bin ich wahrlich keiner, aber zumindest weiss man nun was drinnen ist ;-))

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Ich bin wirklich überrascht, wie günstig der Lippenbalsam in der Herstellung ist (obwohl mich das nach dem Seifensieden eigentlich nicht mehr wundern sollte) und wie schnell er gemacht ist! Er fühlt sich total super auf den Lippen an und bleibt auch lange!
Den Mandarin-Vanille-Geruch finde ich super lecker und er erinnert mich sehr an eine Yankee Candle =)

Wie ihr am Titel schon gesehen habt, habe ich den Lippenbalsam ganz unkreativ N° 1 genannt, man darf daraus also schliessen, dass dies sicherlich nicht der letzte gewesen ist 😉

Habt ihr schon mal Kosmetik selbst hergestellt?

Tequila Sunrise Citrusseife

Die Kinder schlummern ruhig in ihren Betten, ich habe mein tägliches ECDL-Lern-Soll abgeschlossen, Mr. Xoxolat ist nicht zu Hause und der Abend ist noch jung… Hmmm. Eigentlich könnte ich doch wieder mal ein Seifchen sieden. Ein Citrus-Rezept hätte ich hier noch herumkugeln und ein paar „sonnige“ Pigmente…

Und daraus entstand die Tequila Sunrise Citrusseife!
Kokosnussöl, Olivenöl, Sheabutter, Aprikosenkernöl sowie Kakaobutter sind enthalten, 9% überfettet. Gefärbt mit Zitronengelb, Orange und Erdbeerrot und beduftet mit Grapefruit, Orange, Zitrone und Mandarine rot. Seidenpulver hatte ich mir eigentlich auch noch bereit gelegt, in der Hitze des Gefechts allerdings vergessen…

Leider hat die Seife etwas Sodaasche entwickelt, was zum Glück nicht giftig ist, sondern nur ein optisches Problem darstellt (sieht aus wie ein kuscheliger Pelz). Ich hab sie einfach mit einem Messer abgeschabt und gut ist’s. Gründlicher geht es anscheinend mit Dampf, wie ich gelesen habe, aber nachdem ich kein professioneller Seifenhändler bin, ist mir das relativ egal =) Ich werd’s bei einem eventuellen nächsten Mal aber sicherlich ausprobieren.

Die Seife ist übrigens in meinem neuen Dividor entstanden! Wie ich die Frischhaltefolie (damit die Seife dann einfacher aus dem Dividor kommt) am besten auslege und somit die unschönen Falten auf der Unterseite vermeide, muss ich auch noch irgendwie austüfteln…

Und mit dem Marmorieren hatte ich auch wiedermal so meine Schwierigkeiten, weil ich irgendwie nie die richtige Konsistenz des Seifenleims erwische. Trotzdem bin ich mit Ergebnis ganz zufrieden (obwohl’s natürlich schöner hätte sein können…).

Mama’s Rosenseife

Nach langem hab ich wieder mal eine Seife gesiedet: eine Rosenseife für meine Mama!

Mama’s Rosenseife

Ich hätte es aber vorher wissen müssen: Schwanger und kreativ sein verträgt sich nicht sonderlich gut…
Ursprünglich wollte ich eine marmorierte Seife machen, da ich aber so getrödelt hab wurde der Seifenleim recht bald zu fest dafür. Ausserdem hab ich gleich mal einen Haufen neben die Form geleert.
Und beim Rausnehmen aus der Form war ich dann auch etwas zu voreilig, denn die Seifenstückchen waren noch nicht ganz trocken/hart und es findet sich der eine oder andere Fingerabdruck drauf.

Wie dem auch sei, hier ist erstmal die Zusammensetzung (natürlich hab ich wieder viel zu viel gemacht…) – 9% Überfettung, parfumiert ist sie mit dem Gracefruit Parfumöl Rose englisch, etwas aufgehellt mit weisser Tonerde und teilgefärbt mit Seifenfärbepulver in Pink von der →Kosmetikmacherei:

  • 200 g Olivenöl
  • 200 g Rapsöl
  • 200 g Kokosfett
  • 87 g Mandelöl
  • 74 g Avocadoöl
  • 40 g Lanolin

Angewaschen hab ich schon ein kleines Stückchen und die Seife schäumt wirklich toll.
Den Rosenduft muss man mögen. Ich mag ihn ja nicht so – aber es ist ja auch Mama’s Seife =)
Und hier ist das gute Stückchen.

Rosenseife 2Rosenseife 3Rosenseife 4

Da ich natürlich viel zu viel Seifenleim für die Rosenform hatte, musste ich den Rest (gänzlich unmarmoriert) in eine normale Form leeren. Sieht natürlich optisch nicht so hübsch aus. Aber die Waschwirkung bleibt ja die gleiche 😉

N.’s Seife mit Sheabutter & Kakaobutter

Meine Freundin N. hat mich gebeten, ihr ein Seifchen zu rühren. Mild und gut rückfettend soll sie sein, da N. immer wieder von Neurodermits geplagt und ihr meine Salzseife momentan zu scharf ist.
Also bin ich auf die Suche nach einem geeigneten Rezept gegangen. Da es bei Neurodermits leider kein Rezept gibt, dass sich für alle der Heilige Gral ist, muss man irgendwo anfangen und da ich der Meinung bin, dass weniger mehr ist, bin ich bei einer milden Olivenölseife aus dem Buch Naturseife von Claudia Kasper gelandet.
Enthalten ist nur Bio Olivenöl, Sheabutter und Kakaobutter. Als Flüssigkeit habe ich einen starken Kamillentee verwendet, überfettet ist sie mit 12%.
Da sie unbeduftet ist, eignet sie sich auch gut als Babyseife.

Olivenölseife mit Sheabutter und Kakaobutter

aus der Sonnenblumen-Silikonform

und aus einer einfachen Blumen-Silikonform

Laut Buch sind Olivenölseifen relativ weich (was ich bemerkt hab, da ich eine beim Rausdrücken aus der Form gleich mal etwas beschädigt hab), fühlen sich im nassen Zustand etwas glitschig an und bilden eher zurückhaltend Schaum, sie sollten mindesten 6 bis 8 Wochen reifen und nach 3 bis 6 Monaten sollen die meisten Olivenölseifen die beste Qualität erreichen, das heisst, sie schäumen auch besser.

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