{UNTERWEGS IN} Siebenbürgen/Rumänien

Ich habe es ja schön öfters hier am Blog fallen lassen, dass ich transilvanische Wurzeln habe. Warum ich euch aber noch nie ausführlicher davon erzählt habe, ist mir ein Rätsel (danke für den Anstoss, liebe H.). Das soll sich heute ändern!
Meine Grosseltern und meine Mutter stammen Siebenbürgen, einer Region die im Herzen von Rumänien liegt und dem Grossteil wohl eher unter der Bezeichnung Transsilvanien bekannt ist.

Wiedersehen nach nach 15 Jahren.

Meine Oma, die 2005 gestorben ist und die wir bis dahin alljährlich in Rumänien besucht haben, wanderte direkt nach der Wende 1989 nach Deutschland aus. Und erst Oktober 2003 habe ich es mit meiner Mutter, dank dem Verein der Siebenbürger Sachsen in Wien, das erste Mal nach 15 Jahren, wieder nach Siebenbürgen geschafft! Der Altersdurchschnitt unserer Reisegruppe lag mit Sicherheit um die 70 (ich war logischerweise die Jüngste), aber ich fand es undheimlich spannend, was die Teilnehmer alles zu erzählen hatten, da jeder einzelne in einer der Städte aufgewachsen ist und seine eigene Geschichte beizutragen hatte. Diese erste Reise, die uns zu einigen Kirchenburgen führte, fand ich besonders interessant, da man als Kind ein ganz anderes Bild von allem hat. Abgesehen davon hat sich in 15 Jahren doch einiges getan. Hermannstadt (Sibiu) zB. sollte 2007 Kulturhauptstadt Europas sein und so wurde schon 2003 fleissig restauriert (beinahe die gesamte Innenstadt glich einer einzigen Baustelle).

Besonders gefreut habe ich mich, dass wir Fogarasch, die Geburtstadt meiner Mutter (wenn auch nur kurz) besucht haben. Wir haben auch, während sich der Rest der Reisegruppe das Schloss angesehen hat, einen kurzen Abstecher zum Haus meiner Grosseltern gemacht, wo wir jedes Jahr unseren Sommerurlaub verbrachten! Was für ein Gefühl, wenn man nach all den Jahren zurück kehrt…

Unsere Reise führte uns zu den Orten: Hermannstadt, Michelsberg, Heltau, Roter Turm-Pass, Cozia, Curtea de Arges, Kronstadt, Fogarasch, Schäßburg, Agnetheln, Mediasch und Birthälm.

Hermannstadt | Schäßburg | AgnethelnHermannstadt | Curtea de Argeș

Einmal ist keinmal.

… Und so bin ich zusammen mit dem Sachsenverein, Mr. Xoxolat und meiner Mutter im April 2008 erneut nach Siebenbürgen aufgebrochen! Die Reise führte uns dieses Mal im Grossen und Ganzen nach Nordsiebenbürgen und zu den Molaudauklöstern. Ich gestehe, mir persönlich waren es zu viele Klöster, dafür haben wir aber eine ganze Menge andere spannende Orte gesehen.
Den „Lustigen Friedhof“ in Săpânța zum Beispiel oder den auf über 1.400 m gelegenen Prislop Pass, wo es plötzlich nur mehr 10°C hatte. Oder aber auch den Bargau Pass, einem der Schauplätze in Bram Stoker’s Roman Dracula – letzterer ist in Rumänien übrigens allgegenwärtig. Geburtshaus hier, Schloss da und Restaurants, Bars und Hotels quasi an jeder Ecke. Dabei hat der Blutsauger aus dem Roman nur recht wenig bis gar nichts mit seiner Vorlage, dem walachischen Fürsten Vlad III. gemein…

Dracula Hotel Bârgău-Pass | Lustiger Friedhof Săpânța | Gura Humorului | Prislop Pass

So praktisch so eine geführte Rundreise auch ist, man muss doch Abstriche machen, vor allem wenn man wie Mr. Xoxolat und ich gerne fotografiert. So muss man sich nach der Reisegruppe richten und kann nicht einfach nach Lust und Laune ewig lange herumstreifen. Deswegen müssten wir eigentlich auf eigene Faust losziehen… Die Karpaten würden mich reizen und Bukarest ist bestimmt auch nicht uninteressant, genauso wie ein Badeurlaub in Constanța. Irgendwann mal, irgendwann…

Hat jemand von euch ebenfalls transsilvanische Wurzeln?
Wer von euch war schon mal in Rumänien?

Autor: Angelika

erzählt hier über ihre Schokoladenseiten. Und die anderen vielleicht auch.

6 Gedanken zu „{UNTERWEGS IN} Siebenbürgen/Rumänien“

  1. Toller Bericht 🙂 und sehr schöne Fotos!
    Ich selber hab weder transsilvanische Wurzeln, noch war ich bis jetzt in Rumänien (mein Mitbewohner war mal da, dem hat es sehr gut gefallen :)). Mein Opa wurde allerdings in Breslau geboren, da möchte ich auch unbedingt mal hin. Leider hab ich die Chance, mit ihm hinzufahren, verpaßt. Und meine Oma, die noch ein paar Geschichten erzählen könnte (sie war öfter mit ihm dort), ist zu alt für so eine lange Reise. Ich könnt mich in den Popo beißen, dass mich das früher nicht so interessiert hat.
    Ich finde, die Wurzeln sind nämlich durchaus nicht zu vernachlässigen ^^. (bei meinen Großeltern mütterlicherseits weiß ich allerdings noch weniger, wie da die "Familiengeschichte" ist. Muß ich meine Mama mal fragen ^^ Oder eine meiner zahlreichen Tanten XD Das nächste Familienfest steht ja schon, das ist ne gute Gelegenheit :))
    LG

  2. klingt nach einer schönen Reise. Ich war vor ein paar Jahren mit einer Freundin 3 Wochen in Rumänien und noch ein wenig in Bulgarien. Da wir alles mit dem Zug gefahren sind haben wir viele nette Leute kennengelernt. ich war super begeistert von den Städten, den Menschen und dem Essen. Würd gern nochmal hin – Kronstadt und das Donaudelta würd ich sehr gern sehen.
    Liebe Grüße Steffi

  3. mein Großvater ist im heutigen Rumänien geboren…ein kleines Dorf namens Darova, etwa 60 km von Temeschwar entfernt. Nach dem Krieg hat er kurzen Stop in Wien gemacht um dort seine Schwester zu treffen, statt dessen hat er meinen Großmutter kennengelernt und ist gleich geblieben. Soweit ich weiß, hab ich dort keine Verwandten mehr (sind alle ausgewandert) und war auch noch nie dort.
    Leider war meine Mutter nie besonders mitteilsam und mein Opa ist schon länger tot. Weiß daher nur sehr wenig über meine Wurzeln 🙁

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