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Teneriffa: Cueva del Viento – Europas längste Lavahöhle

22. August 2019

Teneriffa ist, so wie die übrigen Kanareninseln auch, vulkanischen Ursprungs. Und es gibt wohl kaum eine bessere Möglichkeit, die Insel besser kennen zu lernen als von Innen!

Die Fotos sind, wie immer, eine bunte Mischung aus meiner Hand und der des Misters!

In Icod de los Vinos kann man genau das tun und einen Teil von Europas längster Lavaröhre Cueva del Viento (Höhle des Windes) besichtigen! Die weltweit längsten Röhren befinden übrigens allesamt auf Hawaii 😉

Die Eintrittskarten, die mit €20,- pro Erwachsenem auf den ersten Blick nicht gerade günstig sind, kauft man am besten Online (Kreditkartenzahlung) und reserviert sich so seinen Wunschtermin und die Führung in der gewünschten Sprache. Wir haben die deutsche Führung gebucht und hatten mit dem Guide Dragan super viel Glück!

Die Führung beginnt pünktlich beim Besucherzentrum mit einer kleinen Einführung, wo man Allgemeines zum Thema Vulkane erfährt. Anschließend geht es – ausgerüstet mit Helm+Stirnlampe – per Kleinbus 5 Minuten die Straße hinauf und in den Pinienwald. Nach einem 20 minütigen Spaziergang – teilweise über einen ehemaligen Handelspfad (Camino Real) – bei dem uns Dragan neben sehr vielen Infos und Geschichten auch mit frischen Mirabellen vom Wegrand versorgt, kommen wir bei der Einstiegsstelle an. Hier dürfen wir unsere Helme aufsetzen und dann geht es schon hinab.

Die Besichtigung, die auf 16 Personen/Gruppe beschränkt ist, führt uns etwa 250 m durch die 17 km lange Röhre. Den Grund dafür, warum man nur so wenig von der Röhre freigegeben hat, kann man sich denken: man möchte nicht zu viel in dieses Ökosystem eingreifen. Hier wurde auch nichts betoniert, keine „schönen“ Wege angelegt und auch Musik- und Lichtinstallationen sucht man hier vergebens. Aber man kommt aus dem Staunen auch ohne diese Animationen nicht heraus, so spannend ist die Führung. Besonders beeindruckend fand ich die absolute Dunkelheit, als Dragan uns gebeten hat, die Stirnlampen auszuschalten und zu versuchen, das letzte Stück in der Dunkelheit zum Ein-/Ausgang zurück zu gehen.

Das war leider nur ein Scherz. Aber ehrlich? Ich hätte das ja gerne wirklich ausprobiert, das wäre mit Sicherheit eine Erfahrung für sich gewesen! Es werden übrigens auch Führungen für blinde Menschen angeboten.

Wichtig sind auf jeden Fall Schuhe mit dicker Sohle (zumindest Sportschuhe), denn der Weg durch die Röhre ist Vulkangestein und somit sehr uneben und der Untergrund teilweise sehr spitz. Lange (oder 3/4) Hosen sowie eine Weste sind ebenfalls von Vorteil, auch wenn es nicht sonderlich kalt war.

Der Weg durch Röhre endet für uns bei der Stelle, wo 1920 eine Spaziergängerin (relativ unverletzt) 16 m in die Tiefe gefallen ist und so die Höhle entdeckte. Die Einsturzstelle haben wir zuvor beim Spaziergang zur Einstiegsstelle der Röhre schon gesehen. Durch die Höhle geht es den gleichen Weg zurück, den wir gekommen sind. Durch das Licht unserer Stirnlampen wirkt die Höhle aber trotzdem ganz anderes.

Wieder an der Oberfläche geht es nun einen anderen Weg zu den Kleinbussen zurück. Dragan zeigt uns Ruinen alter landwirtschaftlichen Gebäude sowie einen Dreschplatz und erzählt uns über Gofio, DAS kanarische Nahrungsmittel schlechthin und wir bekommen auch etwas von seiner selbstgemachten, süßen Energie-Mischung zu kosten (Ich hab mir übrigens ein Packerl Gofio mitgebracht und werde ausgibigst testen, was sich damit machen lässt…)

Die insgesamt 2,5 Stunden, bei denen ich Anfangs noch Bedenken hatte, dass sie den Kindern vielleicht zu lang(weilig) werden könnten, sind wie im Flug vergangen! Und wir konnten alle sehr viel davon für den restlichen Urlaub mitnehmen – die Burschen können seit dem problemlos die verschiedenen Arten von Lava unterscheiden 😉

Ich bin wirklich froh, dass wir die Führung a) überhaupt und b) schon zu Beginn unseres Urlaubs auf Teneriffa gemacht haben. Wir sind, wie gesagt, mit einem ganz anderen mindset über die Insel und vor allem im Teide Nationalpark gewandert!

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