[REZENSION] Leonie Swann „Glennkill“

Leonie Swann „Glennkill“

Allgemeine Informationen:
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (2. Mai 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442464153
ISBN-13: 978-3442464159
Größe: 18,8 x 16,1 x 2,7 cm

Inhalt (Klappentext):
Leblos liegt der Schäfer George Glenn im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Seine Schafe sind entsetzt: Wer kann den Schäfer umgebracht haben? Und warum? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George seinen Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht ganz unvorbereitet. Unerbittlich folgen sie der Spur des Täters und kommen den Geheimnissen der Menschenwelt dabei nach und nach auf die Schliche – bis es ihnen schliesslich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären…

Was ich dazu sage:
Das Buch war in einer grossen Kiste aussortierter Bücher einer Kundin von meinem Papa drinnen.
Ich hab zwar schon mal von Glennkill gehört/gelesen, wusste dass es wochenlang auf den Bestsellerlisten stand, aber das war’s auch schon…
Für mich ist das Genre neu, denn bisher hab ich noch keinen Tierkrimi gelesen, aber ich bin auch sonst kein ausgesprochener Krimifan ;-)

Die Idee rund um die kleine Schafherde (aus der Sicht der Schafe geschrieben), die versucht den Mord an ihrem Schäfer George aufzuklären, finde ich recht lustig – anfangs zumindest.

Die Schafe tragen auch alle sehr passende Namen: da gibt es zB. Miss Maple – das klügste Schaf der Herde, Cloude – das wolligste Schaf der Herde, Mopple the Whale – ein dicker Widder, der nichts vergisst oder Othello – ein schwarzer Widder.
Für mich wurde das Buch allerdings von Seite zu Seite langweiliger, irgendwie fehlen die Höhepunkte in der Geschichte. Ausserdem suche ich immer noch nach dem im Klappentext angepriesenen Wortwitz, von dem es nur so strotzen soll. Klar, den einen oder anderen Lacher hat mir das Buch doch entlockt, aber das konnte mich auch nicht wirklich über die teilweise langatmigen Wiederholungen retten.

Krimifreunde werden mit Glennkill leider keine Freude haben, da die Spannung fehlt, ausserdem wird die Geschiche an manchen Stellen (besonders zum Ende hin) recht konfus und ich hab mich gefragt, wie die Schafe zu so manchem Schluss gekommen sind…
Für mich reicht Glennkill maximal als leichte Urlaubslektüre, die man mal eben schnell zwischendurch liest, vielleicht auch im Wartezimmer beim Arzt oder in der Bahn. Mehr ist es auch schon nicht.

Wirklich witzig finde ich allerdings das Daumenkino, das sich auf der unteren Seite des Buches befindet:

Daumenkino in Glennkill =)

Glennkill ist für mich auf jeden Fall wieder mal ein gutes Beispiel, warum man Bestsellerlisten nicht mit geschlossenen Augen vertrauen soll…

3 thoughts on “[REZENSION] Leonie Swann „Glennkill“

  1. ich habs zwar nicht gelesen, aber nach deiner rezension zu schließen, glaube ich, das ist ein typischer fall von: idee sehr originell (weshalb es auch gekauft wird), ausführung schwach.

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