[REZENSION] Désirée Lecca „Elfennebel“

Allgemeine Informationen:
Taschenbuch: 214 Seiten
Verlag: August von Goethe Literaturverlag; Auflage: 1 (15. Juni 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3837202461
ISBN-13: 978-3837202465
Größe: 20,8 x 14,8 x 1,6 cm

Inhalt (Klappentext):
Wer von Elfen spricht, denkt sicher an zarte, grazile Wesen, die sehr empfindsam sind. Wenn Sie aber den Roman von Désirée Lecca lesen, werden Sie schnell merken, daß Elfen auch andere Wesenszüge aufweisen. In der Phantasie der Autorin sind sie wehrhafte Verwandlungskünstler, die jeden Kampf bestehen können. Dazu bedarf es aber so mancher List und der Verbindung von vier Elementen, die gemeinsam einer Prophezeiung folgen und magische Kräfte entwickeln, um den Dunklen König mitsamt seinen Mächten zu stürzen. Lesen Sie, wie die Elfen die gefährlichsten Situationen meistern und wie es ihnen gelingt, mit Orkansturm, gigantischen Wasserfontänen, Dornenhagel und Feuer ihre Mission zu erfüllen.
Was ich dazu sage:
Ich hab es schon an mehreren Stellen in meinem Blog erwähnt, ich mag Fantasy. Elfen, Drachen, Vampire, Werwölfe? Immer her damit! Deswegen hab ich auch schon gespannt darauf gewartet, dass ich mit dem Buch beginne, denn es liegt schon recht lang in meinem SuB-Regal.
In der Geschichte geht es grob umrissen um ein Waisenmädchen namens Yolanda, die eines Tages über ein Tor in die Elfenwelt stolpert und dabei entdeckt, dass sie ebenfalls eine Elfe ist. Und nicht irgendeine, sondern eine auserwählte, eine Erd-Elfe, die zusammen mit drei anderen auserwählten Elfen (den Elementen Feuer, Wasser und Luft) ausziehen um dem Dunklen König den Garaus zu machen…

Anfangs bin ich von Lecca’s seltsamen Schreibstil, der so locker und jugendlich (möchte-gern jung?!) daher kommt, etwas verwirrt gewesen. Bis ich dann, als ich etwa bei der Hälfte des Buches angekommen bin, ein wenig gegoogelt und entdeckt habe, das sie bei der Veröffentlichung des Romans 2008 erst 16 Jahre alt gewesen ist! Das erklärt doch einiges!
Das 214 Seiten lange Erstlingswerk enthält wirklich gute Ansätze, die leider nicht wirklich ausgereift sind. Man rast regelrecht durch die Geschichte hindurch, da die Handlungsabfolgen so schnell hintereinander passieren! Gelegentlich bin ich mir wie bei der Mini Playback Show vorgekommen: Eben noch im Elfenwald, jetzt beim Dunklen König!
Störend finde ich auch (die an sich nette Idee), dass die Elfen zb nicht „Oh Gott“ sondern „Oh Viviane“ (Viviane ist die Göttin der Elfen) sagen. Anscheinend hat Lecca daran so Gefallen gefunden, dass sie das an jeder nur erdenklichen Stelle in irgendeiner Form einbaut. Ich finde es auf jeden Fall nervig, es hätte in einer Situation auch gereicht…

Es ist auch recht unklar, in welcher Zeit die Geschichte spielt, was ja eigentlich kein Problem ist.
Verwirrend ist nur, dass Lecca an einer Stelle schreibt, das Yolanda mit einem Karren auf den Markt zieht um Gemüse zu verkaufen, was ja eher ans Mittelalter erinnert. An einer anderen Stelle schreibt sie, dass die Elfen Jeans tragen, was sich für mich definitiv nach Neuzeit anhört.
Leider bin ich auf meiner Suche nach Antworten im www nicht fündig geworden…

Unterm Strich ist Elfennebel aber trotzdem ein spannender Fantasyroman, der ruhig etwas länger ausfallen hätte können!

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